top of page

Daniel Kahneman

Daniel Kahneman: Pionier der Verhaltensökonomie und Nobelpreisträger



Wichtigste Erkenntnisse


  • Kahneman gewann 2002 den Nobel Memorial Prize in Economic Sciences.
  • Seine Prospect Theory konzentriert sich darauf, wie Menschen Entscheidungen unter Risiko treffen.
  • Kahnemans Arbeit zeigt, dass Investitionsentscheidungen oft auf irrationalen Verzerrungen beruhen.
  • Sein Buch Thinking, Fast and Slow war ein Bestseller zur Psychologie der Entscheidungsfindung.
  • Verlustaversion hebt die stärkere emotionale Wirkung von Verlusten im Vergleich zu Gewinnen hervor.


Wer ist Daniel Kahneman?


Daniel Kahneman ist emeritierter Professor für Psychologie und Public Affairs an der Princeton University. Obwohl er angeblich nie einen Kurs in Wirtschaftswissenschaften belegt hat, gilt er weithin als Pionier der modernen Verhaltensökonomik.1 Seine Arbeit über Heuristiken und kognitive Verzerrungen ist bei Investoren beliebt, da sie Aufschluss darüber gibt, wie Menschen Investitionsentscheidungen treffen.

Im Jahr 2002 erhielt er den Nobel Memorial Prize in Economic Sciences für seine Forschung zur Prospect Theory, die sich mit menschlichem Urteilsvermögen und Entscheidungsfindung befasst.2



Bildungsweg von Daniel Kahneman


Daniel Kahneman wurde 1934 in Tel Aviv geboren. Er verbrachte einen großen Teil seiner frühen Kindheit in Frankreich, wo er 1940 die Besetzung durch Nazi-Deutschland erlebte. Kahneman hat diese schwierige Zeit als einen der Faktoren beschrieben, die sein Interesse an der Psychologie beeinflusst haben.3

Kahneman zog 1948 nach Palästina, kurz vor der Gründung Israels. 1954 begann er sein Grundstudium an der Hebrew University in Jerusalem und trat der Psychologieabteilung der israelischen Streitkräfte bei. 1958 begann er ein Graduiertenstudium als Doktorand an der UC Berkeley und erhielt 1961 seinen Abschluss. Bis 1966 wurde Kahneman Senior Lecturer an der Hebrew University und war international ein bekannter Wissenschaftler.34



Wichtig


Kahneman teilt sich seinen 2002 Nobel Prize mit Vernon L. Smith, einem Amerikaner, der für die "Etablierung von Laborexperimenten als Instrument der empirischen Wirtschaftsanalyse" ausgezeichnet wurde.25

In dieser Zeit begann Kahneman mit dem Psychologen Amos Tversky zusammenzuarbeiten. In den 1970er Jahren führten die beiden bahnbrechende Forschungen zum menschlichen Urteilsvermögen und zur Entscheidungsfindung durch. Die Forschung von Kahneman und Tversky stellte viele der langjährigen Annahmen der Wirtschaftswissenschaften in Frage.3

1978 verließ Kahneman die Hebrew University, um eine feste Stelle an der University of British Columbia anzunehmen.1 Etwa zu dieser Zeit entwickelten er und Tversky das Konzept der Prospect Theory, wofür er später den Nobel Memorial Prize in Economic Sciences erhielt.3



Meilensteine in Kahnemans Karriere


Historisch gesehen hat die Wirtschaftstheorie angenommen, dass Menschen größtenteils rationale Entscheidungsträger sind, die im Sinne ihres Eigeninteresses handeln. Kahnemans Forschung wandte Erkenntnisse aus der Psychologie auf die Wirtschaftswissenschaften an und zeigte die unzähligen Wege auf, in denen das tatsächliche Verhalten der Menschen von diesen Annahmen abweichen kann.

Kahnemans Forschung legt nahe, dass Investitionsentscheidungen tatsächlich oft von irrationalen Überlegungen getrieben werden, trotz der Überzeugungen und besten Absichten der Anleger.3



Einflussreiche Veröffentlichungen von Daniel Kahneman


2011 veröffentlichte Kahneman Thinking, Fast and Slow, ein Buch, das die Forschung der vorangegangenen Jahrzehnte zusammenfasste. Das Buch wurde weithin gelobt und wurde mit über 2,6 Millionen verkauften Exemplaren ein Bestseller.6

Viele der in diesem Buch zusammengefassten Ideen sind bei Investoren populär geworden. Dies liegt daran, dass Kahneman argumentiert, dass menschliche Entscheidungsfindung, einschließlich Investitionsentscheidungen, oft tief von irrationalen Faktoren wie Heuristiken und kognitiven Verzerrungen beeinflusst wird.



Der nachhaltige Einfluss von Kahnemans Arbeit


Ein solcher Bias, der für das Investieren besonders relevant ist, ist das Phänomen der Verlustaversion. Diese besagt, dass die psychologische Wirkung von Verlusten etwa doppelt so stark empfunden wird wie die von Gewinnen. Ein verwandtes Beispiel ist der sogenannte Framing-Effekt, der besagt, dass die Bewertung von Wahrscheinlichkeiten durch Menschen davon abhängt, wie diese Wahrscheinlichkeiten dargestellt oder "geframed" werden.

Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Ihnen wird die folgende Wahl präsentiert: Eine Option ist eine Investition mit einer 90%igen Chance auf einen Gewinn, während die andere eine Investition mit einer 10%igen Chance auf einen Verlust ist.

Kahnemans Forschung hat gezeigt, dass die meisten Menschen selbst dann, wenn diese Entscheidungen genau dieselbe Investition betreffen, natürlich zur ersten Option tendieren. Dies liegt daran, dass sie so geframed ist, dass das positive und gewünschte Ergebnis betont wird.



Was ist Daniel Kahnemans Theorie?


Daniel Kahnemans Theorie ist die Prospect Theory, für die er 2002 den Nobel Prize in Economic Sciences erhielt. Die Theorie konzentriert sich darauf, wie Menschen Entscheidungen treffen, wenn sie Risiken ausgesetzt sind, insbesondere finanziellen Risiken. Die Theorie besagt, dass Individuen nicht den Nutzen maximieren, sondern auf mögliche oder wahrgenommene Veränderungen bei Gewinnen oder Verlusten reagieren, die kurzfristig und emotional sind.



Warum gewann Kahneman den Nobelpreis?


Kahneman gewann den Nobelpreis für seine Arbeit zur Integration der Psychologie in die Wirtschaftswissenschaften, insbesondere wie menschliche Entscheidungsfindung wirtschaftliche Entscheidungen in Zeiten der Unsicherheit beeinflusst.



Lehrt Kahneman noch an der Princeton University?


Kahneman lehrt weiterhin an der Princeton University, wo er emeritierter Professor für Psychologie und Public Affairs an der Princeton School of Public and International Affairs ist.1

bottom of page