Dediziertes Portfolio
Dediziertes Portfolio: Definition, Vorteile und Nachteile
Wichtige Erkenntnisse
- Ein zweckgebundenes Portfolio gleicht Cashflows an erwartete Verbindlichkeiten an, häufig unter Verwendung von Investment-Grade-Anleihen.
- Es bietet ein vorhersehbares Einkommen und reduziert mehrere finanzielle Risiken, darunter Markt- und Wiederanlagerisiken.
- Die Erstellung solcher Portfolios kann komplex sein und erfordert fortgeschrittene Mathematik und ein tiefes Verständnis von festverzinslichen Wertpapieren.
- Liability-Driven Investing nutzt zweckgebundene Portfolios, um finanzielle Risiken zu reduzieren und bestimmte zukünftige Verbindlichkeiten zu erfüllen.
Wie ein zweckgebundenes Portfolio funktioniert
Zweckgebundene Portfolios wurden vom Finanzforscher Martin L. Leibowitz gefördert, der ausführlich über diese Idee schrieb und sie als Cash-Matching-Strategie bezeichnete.1 In einem zweckgebundenen Portfolio werden Anleihen und andere festverzinsliche Instrumente gekauft und in der Regel bis zur Fälligkeit gehalten. Ziel ist es, einen Cashflow aus den Kupons zu erzeugen, der den Zahlungen über einen festgelegten Zeitraum entspricht.
Zweckgebundene Portfolios verwenden Investment-Grade-Wertpapiere, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Die Sicherheit und Stabilität von Investment-Grade-Wertpapieren kann jedoch die Renditen begrenzen.
Vorteile und Herausforderungen bei der Verwendung eines zweckgebundenen Portfolios
Zweckgebundene Portfolios sind am besten für Anleger geeignet, die eine zuverlässige Einkommensquelle für die Zukunft benötigen. Sie können vorhersehbare Cashflows liefern und gleichzeitig Marktrisiko, Wiederanlagerisiko, Inflationsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko reduzieren.
Nachteilig ist, dass die Bestimmung des kostengünstigsten Portfolios mit einer passenden Duration und Kupon mathematisch anspruchsvoll sein kann. Der Aufbau zweckgebundener Portfolios erfordert Fachwissen im Bereich festverzinslicher Wertpapiere, anspruchsvolle Mathematik sowie Kenntnisse der Optimierungstheorie und ein Verständnis von Verbindlichkeiten. Außerdem sind viele Formen von Anleihen nicht für zweckgebundene Portfolios geeignet.
Praktisches Beispiel eines zweckgebundenen Portfolios
Angenommen, ein Unternehmen hat einen Pensionsfonds und erwartet, in 20 Jahren mit Zahlungen zu beginnen. Das Unternehmen könnte die erwarteten Verbindlichkeiten ermitteln und dann ein Portfolio aufbauen, das – basierend auf dem Gesamtwert zuzüglich Zinszahlungen – den richtigen Geldbetrag zur Deckung der Verbindlichkeiten mit geringem Anlagerisiko generiert.
Wie Liability-Driven Investing zweckgebundene Portfolios nutzt
Eine beliebte Anwendung eines zweckgebundenen Portfolios bei der Altersvorsorge ist das sogenannte Liability-Driven Investing. Diese Pläne verwenden einen „Glide Path“ (Gleitpfad), der darauf abzielt, Risiken – wie Zins- oder Marktrisiken – im Laufe der Zeit zu reduzieren und Renditen zu erzielen, die entweder dem Wachstum der erwarteten Pensionsfondsverbindlichkeiten entsprechen oder es übertreffen.
Liability-Driven-Investing-Strategien unterscheiden sich von einer „benchmarkorientierten“ Strategie, die darauf basiert, bessere Renditen als ein externer Index wie der S&P 500 oder eine Reihe von Benchmarks zu erzielen, die verschiedene Anlageklassen repräsentieren. Liability-Driven Investing eignet sich für Situationen, in denen zukünftige Verbindlichkeiten mit einem gewissen Grad an Genauigkeit vorhergesagt werden können. Für Einzelpersonen wäre das klassische Beispiel der Strom von Entnahmen aus einem Altersvorsorgeportfolio im Laufe der Zeit, beginnend mit dem Rentenalter. Für Unternehmen wäre das klassische Beispiel ein Pensionsfonds, der in den erwarteten Lebenszeiten zukünftige Auszahlungen an Rentner leisten muss.
CFA Institute. "The Dedicated Bond Portfolio in Pension Funds—Part I: Motivations and Basics."
CFA Institute. "The Dedicated Bond Portfolio in Pension Funds—Part I: Motivations and Basics."
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