Direktinvestitionen
Direktinvestitionen verstehen: Arten, Beispiele und wichtige Erkenntnisse
Wichtige Erkenntnisse:
- Direktinvestitionen zielen darauf ab, eine kontrollierende Beteiligung an einem ausländischen Unternehmen zu erwerben, ohne normale Aktien zu kaufen.
- Ausländische Direktinvestitionen beinhalten oft die Einrichtung neuer Betriebe oder den Erwerb von Vermögenswerten in einem anderen Land.
- Es gibt drei Hauptarten von Direktinvestitionen: vertikale, horizontale und konglomerate.
- Vertikale Investitionen fügen einem bestehenden Unternehmen ausländische Aktivitäten hinzu, wie ein US-Autohersteller, der im Ausland Händlernetze aufbaut.
- Horizontale Investitionen replizieren die Geschäftstätigkeiten eines Unternehmens aus dem Heimatland im Ausland, wie zum Beispiel eine Fast-Food-Kette, die neue Standorte im Ausland eröffnet.
Was ist eine Direktinvestition?
Eine Direktinvestition, oft als ausländische Direktinvestition (FDI) bezeichnet, liegt vor, wenn ein Unternehmen in ein ausländisches Unternehmen investiert, um eine kontrollierende Beteiligung zu erlangen, anstatt börsengehandelte Aktien zu kaufen. Im Gegensatz zu Portfolionvestitionen geht es um Kontrolle und kann vertikal, horizontal oder konglomerat strukturiert sein.
Wie Direktinvestitionen funktionieren
Der Zweck von FDI ist es, eine Beteiligung zu erlangen, die ausreicht, um ein Unternehmen zu kontrollieren. In manchen Fällen bedeutet dies, dass ein Unternehmen in einem Land seine eigenen Geschäftstätigkeiten in einem anderen Land eröffnet. In anderen Fällen umfasst eine Direktinvestition den Erwerb der Kontrolle über bestehende Vermögenswerte eines bereits im Ausland tätigen Unternehmens. Eine Direktinvestition kann entweder eine Mehrheits- oder Minderheitsbeteiligung bedeuten, aber ausreichend, um eine effektive Kontrolle zu haben.
Direktinvestitionen unterscheiden sich in erster Linie von Portfolionvestitionen, dem Kauf von Stamm- oder Vorzugsaktien eines ausländischen Unternehmens, und durch das angestrebte Kontrollelement.
Kontrolle kann aus anderen Quellen als einer Kapitalinvestition stammen; jedoch wird die Kontrolle über Vermögenswerte wie Technologie nur als kritischer Input betrachtet. Tatsächlich ist FDI häufig keine einfache geldliche Übertragung von Eigentum oder kontrollierender Beteiligung, sondern kann ergänzende Faktoren wie Organisations- und Managementsysteme oder Technologie umfassen.
Ausländische Direktinvestitionen können von Einzelpersonen getätigt werden, werden jedoch häufiger von Unternehmen getätigt, die eine Geschäftspräsenz in einem fremden Land aufbauen möchten.
Arten und Beispiele ausländischer Direktinvestitionen
Ausländische Direktinvestitionen nehmen in der Praxis viele Formen an, werden aber allgemein als vertikale, horizontale oder konglomerate Investition eingestuft.
Bei einer vertikalen Direktinvestition fügt der Investor einem bestehenden Unternehmen ausländische Aktivitäten hinzu. Ein Beispiel ist ein amerikanischer Autohersteller, der im Ausland Händlernetze aufbaut oder ein Zulieferunternehmen erwirbt.
Die horizontale Direktinvestition ist vielleicht die häufigste Form der Direktinvestition. Bei horizontalen Investitionen errichtet ein bereits in einem Land bestehendes Unternehmen die gleichen Geschäftstätigkeiten in einem fremden Land. Eine in den United States ansässige Fast-Food-Kette könnte Restaurantstandorte in China eröffnen. Die horizontale Direktinvestition wird auch als Greenfield-Eintritt in einen ausländischen Markt bezeichnet.
Bei einer konglomeraten Direktinvestition fügt ein bestehendes Unternehmen in einem Land eine nicht verwandte Geschäftstätigkeit in einem fremden Land hinzu. Dies ist eine besonders herausfordernde Form der Direktinvestition, da sie gleichzeitig die Gründung eines neuen Unternehmens und dessen Etablierung in einem fremden Land erfordert. Ein Beispiel für eine konglomerate Direktinvestition könnte ein Versicherungsunternehmen sein, das einen Resortpark in einem fremden Land eröffnet.