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diskriminierendes Monopol

Diskriminierendes Monopol: Definition, Preisstrategie und Beispiele



Wichtige Erkenntnisse


  • Ein diskriminierendes Monopol verlangt unterschiedliche Preise von verschiedenen Segmenten, um die Einnahmen zu maximieren.
  • Preisdiskriminierung hängt von unterschiedlicher Nachfrageelastizität und begrenzten Arbitragemöglichkeiten der Verbraucher ab.
  • Einzelhändler können die Preise je nach Geografie, Einkommensniveau oder Nachfrageschwankungen variieren.
  • Fluggesellschaften passen Ticketpreise an die Nachfrage an und halten dabei konstante Gewinnschwellen ein.


Was ist ein diskriminierendes Monopol?


Ein diskriminierendes Monopol ist ein marktbeherrschendes Unternehmen, das unterschiedlichen Verbrauchern unterschiedliche Preise berechnet – typischerweise mit geringem Bezug zu den Kosten für die Bereitstellung des Produkts oder der Dienstleistung.1

Ein Unternehmen kann als diskriminierendes Monopol agieren, indem es seine marktbeherrschende Stellung nutzt, solange es Unterschiede in der Preiselastizität der Nachfrage zwischen Verbrauchern oder Märkten gibt. Darüber hinaus müssen Barrieren bestehen, die verhindern, dass Verbraucher durch Weiterverkauf untereinander Arbitragegewinne erzielen.

Indem das Monopol auf die Preisbedürfnisse jedes Kundentyps eingeht, kann es mehr Einnahmen erzielen und sein Gewinnpotenzial steigern.



Die Funktionsweise eines diskriminierenden Monopols verstehen


Ein diskriminierendes Monopol kann auf verschiedene Weise agieren. Ein Einzelhändler könnte beispielsweise unterschiedliche Preise für die von ihm verkauften Produkte festlegen, basierend auf der Demografie und dem Standort seines Kundenstamms.

Zum Beispiel könnte ein Geschäft in einem wohlhabenden Viertel höhere Preise verlangen als eines in einem einkommensschwächeren Gebiet.

Preisunterschiede können auch auf Stadt-, Bundesland- oder Regionalebene auftreten. Der Preis für ein Stück Pizza an einem großen städtischen Standort könnte an die erwarteten Einkommensniveaus in dieser Stadt angepasst sein.

Die Preise einiger Dienstleistungsunternehmen können sich je nach externen Ereignissen wie Feiertagen oder der Ausrichtung von Konzerten oder großen Sportereignissen ändern. Beispielsweise können Fahrdienste und Hotels an Tagen, an denen Konferenzen in der Stadt stattfinden, ihre Preise erhöhen, da die Nachfrage durch den Zustrom von Besuchern steigt.

Auch Wohnungs- und Mietpreise können unter den Auswirkungen eines diskriminierenden Monopols fallen. Wohnungen mit der gleichen Quadratmeterzahl und vergleichbaren Annehmlichkeiten können je nach Lage drastisch unterschiedliche Preise haben.

Der Immobilieneigentümer, der möglicherweise ein Portfolio mehrerer Immobilien besitzt, könnte für Einheiten, die näher an beliebten Innenstadtbereichen oder in der Nähe von Unternehmen liegen, die ihren Mitarbeitern hohe Gehälter zahlen, höhere Mietpreise festlegen.

Die Erwartung ist, dass Mieter mit höherem Einkommen bereit sind, höhere Mietgebühren zu zahlen, um in begehrteren Lagen zu wohnen.



Kurzer Fakt


Der Begriff "diskriminierend" bezieht sich nicht auf Preisdiskriminierung aufgrund von Rasse, Geschlecht oder persönlichen Überzeugungen. Es bedeutet, verschiedenen Verbrauchersegmenten unterschiedliche Beträge zu berechnen, basierend auf ihrem Einkommen und ihrer Bereitschaft, zu bestimmten Preisniveaus zu kaufen.



Beispiel: Wie Fluggesellschaften Preisdiskriminierung einsetzen


Ein Beispiel für ein diskriminierendes Monopol ist eine Fluggesellschaft. Fluggesellschaften verkaufen häufig verschiedene Sitzplätze zu unterschiedlichen Preisen, basierend auf der Nachfrage.

Wenn ein neuer Flug geplant wird, senken Fluggesellschaften in der Regel den Ticketpreis, um die Nachfrage zu steigern. Nachdem genügend Tickets verkauft wurden, steigen die Ticketpreise und die Fluggesellschaft versucht, den Rest des Fluges zum höheren Preis zu füllen.

Schließlich, wenn das Datum des Fluges näher rückt, senkt die Fluggesellschaft die Ticketpreise erneut, um die verbleibenden Plätze zu füllen. Aus Kostensicht bleibt der Break-even-Punkt des Fluges unverändert. Die Fluggesellschaft ändert den Preis des Fluges, um die Einnahmen zu steigern und die Gewinne zu maximieren.



Kann jedes Unternehmen als diskriminierendes Monopol agieren?


Nein. Preisdiskriminierung ist in der Regel nur erreichbar, wenn ein Unternehmen verschiedene Marktsegmente mit unterschiedlichen Preiselastizitäten bedient und nur begrenztem Wettbewerb ausgesetzt ist. Denn eine Preiserhöhung für einige Kunden wird nur dann den gewünschten Effekt haben, wenn niemand anderes weniger für das gleiche Produkt oder die gleiche Dienstleistung verlangt.

Es ist möglich, dass mehrere konkurrierende Unternehmen ähnliche Preisstrategien basierend auf Standort und allgemeiner Branchennachfrage umsetzen. Das Risiko besteht jedoch darin, dass Wettbewerber ständig versuchen, sich gegenseitig zu unterbieten, um mehr Geschäft zu sichern.



Was sind einige häufige Beispiele für ein diskriminierendes Monopol?


Diskriminierende Monopole sind ein fester Bestandteil unseres Alltags. Zum Beispiel sind Geschäfte, Restaurants und Immobilien in Gebieten mit einer höheren Anzahl wohlhabender Menschen oft teurer. Wenn ein Unternehmen auch bei höheren Preisen weiterhin Umsätze erzielt, besteht eine gute Chance, dass es die Preise erhöht.



Ist Preisdiskriminierung eine profitable Strategie?


Damit ein diskriminierendes Monopol funktioniert, muss der Gewinn aus der Trennung der Märkte größer sein, als wenn für alle die gleichen Preise gelten würden. Theoretisch ist die Anpassung der Preise an bestimmte Bereiche des Kundenstamms eines Unternehmens eine großartige Möglichkeit, die Gewinne zu maximieren. Wenn eine solche Strategie jedoch nicht sorgfältig überwacht und gesteuert wird und die richtigen Bedingungen nicht gegeben sind, kann sie leicht nach hinten losgehen.

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