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Doppelhebel

Verständnis der doppelten Hebelwirkung im Bankwesen: Risiken und Beispiele



Wichtige Erkenntnisse


  • Doppelhebelwirkung liegt vor, wenn eine Bankholdinggesellschaft Schulden aufnimmt, um Eigenkapital in ihren Tochtergesellschaften zu erwerben, was das finanzielle Risiko erhöht.
  • Diese Finanzierungsmethode kann die tatsächliche Risikoexposition einer Bank verschleiern und die Beurteilung der Kapitaladäquanz erschweren.
  • Die Aufsichtsbehörden sind wegen des potenziell erhöhten Risikos und der Kapitalarbitrage besorgt über die Doppelhebelwirkung.
  • Im Jahr 2018 erlaubte die US-Gesetzgebung den Business Development Companies, Doppelhebelwirkung zu nutzen, was ihre Schuldenkapazität erweiterte.
  • Eine wirksame Regulierung komplexer Finanzinstitute ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Stabilität und die Vermeidung übermäßiger Risiken.
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Was ist Doppelhebelwirkung?


Bankholdinggesellschaften nutzen Doppelhebelwirkung, wenn die Muttergesellschaft Schulden begibt und die Erlöse dann als Eigenkapital in Tochtergesellschaften investiert werden. Die Beurteilung der Kapitaladäquanz einer Bank wird durch das Auftreten von Doppelhebelwirkung erschwert, da sie die tatsächliche Risikoexposition verschleiert. Finanzbehörden haben häufig Bedenken hinsichtlich des Problems der Doppelhebelwirkung aufgrund dieser Art der unternehmensinternen Finanzierung geäußert.



Ein detaillierter Blick auf die Doppelhebelwirkung


Eine Bankholdinggesellschaft ist ein Unternehmen, das eine kontrollierende Beteiligung an einer oder mehreren Banken hält, aber selbst keine Bankdienstleistungen anbietet. Holdinggesellschaften führen nicht den täglichen Bankbetrieb, sondern kontrollieren das Management und die Unternehmenspolitik. Sie können Manager einstellen und entlassen, Strategien festlegen und die Leistung der Tochtergesellschaften überwachen.

Bei der Doppelhebelwirkung bringt die Holdinggesellschaft Kapital in eine Tochterbank ein, die dadurch ihre eigenen Kreditaufnahmen weiter erhöhen kann, wodurch die ursprüngliche Schuld der Muttergesellschaft verstärkt wird. Während das Eigenkapital der Muttergesellschaft allein betrachtet unverändert bleibt, erhöht die Doppelhebelwirkung ihr Engagement in der Tochtergesellschaft.

Banken haben strenge Eigenkapitalanforderungen an Schulden, daher kann Doppelhebelwirkung ihnen indirekt helfen, mehr schuldenbasiertes Kapital zu erhalten. Einige Wissenschaftler glauben, dass die Nutzung von Doppelhebelwirkung durch Banken darauf hindeutet, dass die Aufsichtsbehörden mehr schuldenbasierte Finanzierung zulassen sollten.



Fallstudie: Doppelhebelwirkung in der Praxis


Im April 2018 berichtete Reuters, dass bestimmte Business Development Companies (BDCs) die Genehmigung des Vorstands erhalten hatten, den Betrag der Schulden, die sie aufnehmen konnten, zu erhöhen.1 Dies folgte auf die Verabschiedung einer US-Gesetzgebung im März 2018, die es ihnen erlaubte, Doppelhebelwirkung auf ihre Mittel anzuwenden.2

Eine BDC ist eine Organisation, die in kleine und mittlere Unternehmen investiert und ihnen in der frühen Entwicklungsphase beim Wachstum hilft, in mancher Hinsicht ähnlich wie Private-Equity- oder Risikokapitalfirmen. Viele BDCs zeichnen sich dadurch aus, dass sie wie geschlossene Investmentfonds aufgebaut sind. BDCs sind in der Regel öffentliche Unternehmen, im Gegensatz zu vielen Private-Equity-Firmen. BDC-Aktien werden an großen Börsen wie der American Stock Exchange (AMEX), Nasdaq und anderen gehandelt.

Zu den spezifischen BDCs, die eine Genehmigung für erhöhte Schuldenniveaus erhielten, gehörten Apollo Investment Corp (AINV), FS Investment Corp (FSIC), PennantPark Floating Rate Capital Ltd (PFLT) und Gladstone Capital Corp (GLAD).



Bewältigung der Risiken der Doppelhebelwirkung


Mehrere Finanzbehörden haben aus zwei Gründen Bedenken hinsichtlich des Problems der Doppelhebelwirkung geäußert: Erstens kann eine solche unternehmensinterne Finanzierung Kapitalarbitrage ermöglichen, und zweitens geht sie mit einem weiteren Risiko einher. Eine Studie von Silvia Bressan aus dem Jahr 2018 zeigt, dass Bankholdinggesellschaften anfälliger für Risiken sind, wenn sie ihre Doppelhebelwirkung erhöhen. Dies tritt ein, wenn die Beteiligung der Muttergesellschaft an Tochtergesellschaften ihr eigenes Kapital übersteigt.3

Bressan schlägt vor, dass die Politik bei der Regulierung komplexer Finanzinstitute effizienter vorgehen sollte, um die Stabilität zu fördern.3 Wenn ein Unternehmen ein so großes Schuldenvolumen aufnimmt, wird die Fähigkeit zur Rückzahlung immer schwieriger, selbst wenn der Kreditnehmer eine starke Cashflow-Historie und vielfältige Einnahmequellen hat.

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