Dumping
Dumping im Handel verstehen: Preisdiskriminierung und globale Einstellungen
Was ist Dumping?
Dumping ist der Export eines Produkts zu einem niedrigeren Preis auf ausländischen Märkten als auf dem Inlandsmarkt. Dumping ist umstritten, weil es als unfaire Preisstrategie im internationalen Handel angesehen wird. Es kann inländische Produzenten im Importland finanziell schädigen. Dumping ist nach WTO-Regeln erlaubt, es sei denn, das Importland kann einen Schaden für seine heimischen Produzenten nachweisen. Einzelne Länder nutzen Zölle und Quoten, um ihre heimischen Produzenten vor Dumping zu schützen.
Wichtige Erkenntnisse
- Dumping beinhaltet den Verkauf eines Produkts auf einem ausländischen Markt zu einem Preis, der niedriger ist als auf dem Inlandsmarkt.
- Es gilt als unfairer Handel, der oft einheimischen Produzenten im Importland schadet.
- Die Welthandelsorganisation erlaubt Dumping, es sei denn, es kann nachgewiesen werden, dass es inländische Produzenten schädigt.
- Um Dumping entgegenzuwirken und ihre Industrien zu schützen, erheben Länder Zölle und Quoten.
- Dumping kann Exporteuren helfen, Marktanteile zu gewinnen, kann aber zu internationalen Handelsstreitigkeiten führen.
- Investopedia / NoNo Flores
Wie Dumping den internationalen Handel beeinflusst
Dumping gilt als eine Form der Preisdiskriminierung. Es tritt auf, wenn ein Hersteller den Preis eines Produkts, das in einen ausländischen Markt eintritt, auf ein Niveau senkt, das niedriger ist als der Preis, den inländische Kunden im Ursprungsland zahlen. Die Praxis wird als absichtlich angesehen, mit dem Ziel, einen Wettbewerbsvorteil auf dem Importmarkt zu erlangen.
Vor- und Nachteile von Dumping im Handel
Der Hauptvorteil von Handelsdumping ist die Fähigkeit, einen Markt mit Produktpreisen zu durchdringen, die oft als unfair angesehen werden. Das Exportland kann dem Produzenten eine Subvention gewähren, um die Verluste auszugleichen, die entstehen, wenn die Produkte unter ihren Herstellungskosten verkauft werden. Einer der größten Nachteile von Handelsdumping ist, dass Subventionen mit der Zeit zu kostspielig werden können, um nachhaltig zu sein. Darüber hinaus können Handelspartner, die diese Form der Marktaktivität einschränken möchten, die Beschränkungen für das Gut erhöhen, was zu höheren Exportkosten für das betroffene Land oder zu Mengenbeschränkungen für die Importe eines Landes führen kann.
Globale Perspektiven auf Dumpingpolitik
Während die World Trade Organization (WTO) kein Urteil darüber fällt, ob Dumping eine unfaire Wettbewerbspraxis ist, sind die meisten Nationen nicht für Dumping. Dumping ist nach WTO-Regeln legal, es sei denn, das Ausland kann zuverlässig die negativen Auswirkungen nachweisen, die das exportierende Unternehmen auf seine heimischen Produzenten verursacht hat. Um Dumping entgegenzuwirken und ihre heimischen Industrien vor räuberischer Preisgestaltung zu schützen, verwenden die meisten Nationen Zölle und Quoten. Dumping ist auch verboten, wenn es eine "wesentliche Verzögerung" bei der Gründung einer Industrie auf dem Inlandsmarkt verursacht.1
Die Mehrheit der Handelsabkommen enthält Beschränkungen gegen Handelsdumping. Verstöße gegen solche Abkommen können schwer nachzuweisen sein und können kostspielig sein, um sie vollständig durchzusetzen. Wenn zwischen zwei Ländern kein Handelsabkommen besteht, gibt es kein spezifisches Verbot von Handelsdumping zwischen ihnen.
Fallstudie: Ein Beispiel für Dumping in der Praxis
Im Januar 2017 entschied die International Trade Association (ITA), dass der Anti-Dumping-Zoll auf Silica-Gewebeprodukte aus China aus dem Vorjahr in Kraft bleiben würde, basierend auf der Untersuchung des Department of Commerce und der International Trade Commission, die zeigte, dass die Silica-Produkte aus China auf dem US-Markt zu weniger als dem fairen Wert verkauft wurden. Die ITA-Entscheidung basierte auf der Tatsache, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit bestand, dass sich das Dumping wiederholen würde, wenn der Zoll aufgehoben würde.2
Was ist schlecht am Dumping?
Dumping kann in vielerlei Hinsicht schädlich sein. Am offensichtlichsten kann es zu einer Überschwemmung von importierten Gütern auf einem ausländischen Markt führen. Dies kann einheimische und bestehende Produzenten schädigen und möglicherweise sogar aus dem Geschäft drängen. Aus politischer Sicht kann Dumping auch die Beziehungen zwischen Ländern stören.
Warum betreiben Unternehmen Dumping?
Unternehmen können aus verschiedenen Gründen zu Dumping veranlasst werden. In erster Linie ermöglicht es ihnen, in neuen Märkten im Ausland Fuß zu fassen. Wenn dies über einen längeren Zeitraum geschieht, kann Dumping schließlich Wettbewerber verdrängen und einem Unternehmen ermöglichen, ein Monopol auf eine Ware oder Dienstleistung zu errichten.
Was ist die Dumping-Marge?
Die Dumping-Marge ist die Differenz zwischen den Kosten eines Produkts auf einem Inlandsmarkt und den Kosten, zu denen es ins Ausland exportiert wird.