endogene Variable
Endogene Variable: Definition und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- Endogene Variablen sind abhängige Variablen in einem statistischen Modell, die mit anderen Faktoren innerhalb eines gegebenen Modells korrelieren.
- Endogene Variablen können eine positive oder negative Korrelation aufweisen.
- Endogene Variablen sind in der ökonomischen Modellierung wichtig, da sie zeigen, ob eine Variable einen bestimmten Effekt verursacht.
- Ein Beispiel für eine endogene Variable ist die Anzahl der Kekse, die ein Bäcker backt, da sie direkt von Inputs (Menge der Zutaten, Zeitaufwand für das Backen usw.) beeinflusst wird.
Was ist eine endogene Variable?
Eine endogene Variable ist eine, deren Wert durch andere Variablen innerhalb desselben statistischen Modells beeinflusst oder bestimmt wird. Mit anderen Worten ist eine endogene Variable gleichbedeutend mit einer abhängigen Variable, das heißt, sie korreliert mit anderen Faktoren innerhalb des untersuchten Systems. Endogene Variablen sind das Gegenteil von exogenen Variablen, die unabhängige Variablen oder äußere Einflüsse sind.
Endogene Variablen verstehen
Endogene Variablen sind in der Ökonometrie und ökonomischen Modellierung wichtig, da sie zeigen, ob eine Variable einen bestimmten Effekt verursacht. Ökonomen verwenden kausale Modellierung, um Ergebnisse zu erklären, indem sie abhängige Variablen auf der Grundlage einer Vielzahl von Faktoren analysieren. In einem Modell, das Angebot und Nachfrage untersucht, ist der Preis eines Gutes beispielsweise ein endogener Faktor, da der Preis vom Produzenten (Lieferanten) als Reaktion auf die Verbrauchernachfrage geändert werden kann.
Ökonomen beziehen auch unabhängige Variablen ein, um zu bestimmen, in welchem Ausmaß ein Ergebnis auf eine exogene oder endogene Ursache zurückgeführt werden kann. Endogene Variablen haben Werte, die sich im Rahmen einer funktionalen Beziehung zwischen anderen Variablen innerhalb des Modells ändern. Diese Beziehung wird auch als abhängig bezeichnet und als vorhersagbar angesehen.
Die Variablen korrelieren in der Regel so, dass eine Bewegung in einer Variable eine Bewegung in der anderen Variable zur Folge haben sollte. Mit anderen Worten, die Variablen sollten miteinander korrelieren. Sie müssen sich jedoch nicht unbedingt in die gleiche Richtung bewegen, das heißt, ein Anstieg eines Faktors könnte einen Rückgang eines anderen verursachen. Solange die Änderung der Variablen korreliert, gilt sie als endogen – unabhängig davon, ob es sich um eine positive oder negative Korrelation handelt.
Wichtig
Obwohl endogene Variablen die abhängigen Variablen sind, die miteinander korrelieren, ist es wichtig zu bedenken, in welchem Ausmaß exogene Variablen ein Modell beeinflussen.
Außerhalb der Wirtschaftswissenschaften gibt es andere Bereiche, die Modelle mit endogenen Variablen verwenden, darunter Meteorologie und Landwirtschaft. Manchmal ist die Beziehung in diesen Modellen nur in eine Richtung endogen. Während angenehmes Wetter beispielsweise zu einer höheren Touristenrate führen kann, hat eine höhere Touristenrate keine Auswirkungen auf das Wetter.
Endogene vs. exogene Variablen
Im Gegensatz zu endogenen Variablen gelten exogene Variablen als unabhängig. Mit anderen Worten: Eine Variable innerhalb der Formel bestimmt oder korreliert nicht direkt mit einer Änderung einer anderen. Exogene Variablen haben keine direkte oder formelhafte Beziehung. Beispielsweise würden persönliches Einkommen und Farbpräferenz, Niederschlag und Benzinpreise, erworbene Bildung und Lieblingsblume als exogene Faktoren betrachtet.
Beispiele für endogene Variablen
Angenommen, ein Modell untersucht den Zusammenhang zwischen Pendelzeiten von Arbeitnehmern und Kraftstoffverbrauch. Steigt die Pendelzeit im Modell, steigt auch der Kraftstoffverbrauch. Die Beziehung ist sinnvoll, da eine längere Pendelzeit mehr Kraftstoff erfordert, um das Ziel zu erreichen. Beispielsweise erfordert eine 30-Meilen-Pendelstrecke mehr Kraftstoff als eine 20-Meilen-Pendelstrecke. Weitere Beziehungen, die endogen sein können, sind:
Persönliches Einkommen zu persönlichem Konsum, da ein höheres Einkommen in der Regel zu steigenden Konsumausgaben führt.
Niederschlag und Pflanzenwachstum sind korreliert und werden von Ökonomen untersucht, da die Niederschlagsmenge für Rohstoffkulturen wie Mais und Weizen wichtig ist.
Erworbene Bildung zu zukünftigen Einkommensniveaus, da es einen Zusammenhang zwischen Bildung und höheren Gehältern oder Löhnen gibt.
In welchen Bereichen sind endogene Variablen wichtig?
Endogene Variablen zeigen, ob eine Variable einen bestimmten Effekt verursacht. Das macht sie in der Ökonometrie und ökonomischen Modellierung wichtig.
Welche anderen Bereiche verwenden endogene Variablen?
Landwirtschaft und Meteorologie gehören zu den anderen Bereichen, die Modelle mit endogenen Variablen verwenden.
Wie unterscheiden sich endogene Variablen von exogenen Variablen?
Im Gegensatz zu endogenen Variablen gelten exogene Variablen als unabhängig. Eine Variable innerhalb der Formel bestimmt oder korreliert nicht direkt mit einer Änderung einer anderen.