top of page

Erlösbasierte Finanzierung

Umsatzbasierte Finanzierung: Definition, Vorteile und SaaS-Geschäftsbeispiele



Wichtige Erkenntnisse


  • Umsatzbasiertes Finanzieren bietet Unternehmen Kapital im Austausch gegen einen Prozentsatz zukünftiger Einnahmen, wobei die Rendite der Anleger an die Unternehmensleistung gekoppelt ist.
  • Im Gegensatz zu traditionellen Schulden gibt es beim umsatzbasierten Finanzieren keine festen Zahlungen oder Zinsen, was flexible Zahlungsoptionen für Unternehmen bietet.
  • Dieses Finanzierungsmodell verwässert nicht die Eigentumsverhältnisse, anders als Eigenkapitalfinanzierung, und ist daher für kleine und mittlere Unternehmen attraktiv.
  • Umsatzbasiertes Finanzieren ist besonders bei SaaS-Unternehmen beliebt, die kreative Finanzierungsmöglichkeiten suchen, ohne die Kontrolle über den Betrieb zu verlieren.
  • Die Zahlungen variieren mit Umsatzschwankungen, was den finanziellen Druck in Zeiten schwacher Verkäufe verringert, aber die Transaktionskosten können höher sein als bei herkömmlichen Darlehen.


Was ist umsatzbasiertes Finanzieren?


Umsatzbasiertes Finanzieren, auch als lizenzgebührenbasiertes Finanzieren bekannt, ermöglicht es Unternehmen, Kapital zu beschaffen, indem sie Investoren einen Anteil an ihren laufenden Bruttoeinnahmen geben. Es unterscheidet sich von Schulden- und Eigenkapitalfinanzierung, da Investoren keine Eigentumsanteile halten und keine Zinsen auf ausstehende Beträge anfallen.

Beim umsatzbasierten Finanzieren erhalten Investoren regelmäßig einen Anteil am Einkommen des Unternehmens, bis ein bestimmter Betrag gezahlt ist. Dieser Betrag liegt typischerweise beim Drei- bis Fünffachen der ursprünglichen Investition.

Einige Unternehmen, die umsatzbasiertes Finanzieren nutzen, sind kleine bis mittlere Unternehmen oder Software-as-a-Service (Saas)-Firmen. Besonders in diesem Sektor ist es beliebt. Es bietet eine Alternative für Unternehmen, die keine traditionelle Finanzierung erhalten können. Es ist weitaus flexibler als Schulden- und Eigenkapitalfinanzierung.



Wie umsatzbasiertes Finanzieren funktioniert


Obwohl ein Unternehmen, das Kapital durch umsatzbasiertes Finanzieren aufnimmt, regelmäßige Zahlungen leisten muss, um das Kapital eines Investors zu tilgen, unterscheidet es sich aus mehreren Gründen von der Schuldenfinanzierung. Es werden keine Zinsen auf einen ausstehenden Saldo gezahlt, und es gibt keine festen Zahlungen.

Die Zahlungen an die Investoren hängen von der Unternehmensleistung ab. Dies liegt daran, dass die Zahlungen je nach Höhe des Geschäftseinkommens variieren. Wenn die Verkäufe in einem Monat zurückgehen, erhält der Investor eine geringere Lizenzgebühr. Steigen die Verkäufe im Folgemonat, erhöhen sich auch die Zahlungen an den Investor für diesen Monat.

Umsatzbasiertes Finanzieren unterscheidet sich von Eigenkapitalfinanzierung, da Investoren keine Eigentumsanteile am Unternehmen halten. Deshalb wird umsatzbasiertes Finanzieren oft als Hybrid zwischen Schulden- und Eigenkapitalfinanzierung betrachtet.

Umsatzbasiertes Finanzieren ähnelt der forderungsbasierten Finanzierung, bei der ein Unternehmen seine ausstehenden Rechnungen zur Kapitalbeschaffung nutzt. Das Unternehmen erhält einen Betrag, der dem reduzierten Wert der verpfändeten Forderungen entspricht. Das Alter der Forderungen beeinflusst, wie viel Finanzierung ein Unternehmen erhält.



Umsatzbasiertes Finanzieren vs. Anleihen: Wichtige Unterschiede


Obwohl es sich um separate Finanzierungsformen mit unterschiedlichen technischen Details handelt, ähnelt das umsatzbasierte Finanzieren den Cashflow-Strukturen, die bei Anleihen üblich sind. Viele kommunale Projekte nutzen Anleihen zur Finanzierung spezifischer Aufgaben wie Infrastruktur, anstatt allgemeine Schuldverschreibungen. Eine mautpflichtige Straße wäre ein gutes Beispiel. Diese Projekte tilgen Schuldenverpflichtungen mit gesicherten Einnahmen aus dem Projekt oder Vermögenswert. Daher der Name Anleihen.

Umsatzbasiertes Finanzieren wird meist von kleinen bis mittleren Unternehmen genutzt, die ansonsten keine traditionelleren Kapitalformen erhalten können. Da die Quellen des umsatzbasierten Finanzierens zu einer Art Geschäftspartner werden, können die Transaktionskosten erheblich höher sein als bei einem herkömmlichen Darlehen. Zunehmend werden viele Risikokapitalgeber kreativer mit umsatzbasierten Finanzierungsmethoden für Unternehmen im Software-as-a-Service (SaaS)-Bereich.

bottom of page