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Ertragskraftwert

Earnings Power Value: Berechnung des EPV mit wichtigen Formeln



Wichtige Erkenntnisse


  • Der EPV berechnet den Wert auf Grundlage der aktuellen Gewinne und ignoriert zukünftige Wachstumsannahmen.
  • Der EPV wurde von Professor Bruce Greenwald der Columbia University entwickelt.
  • Die Berechnung des EPV umfasst bereinigte Gewinne und die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten.
  • Der EPV vergleicht bereinigte Gewinne und das Eigenkapital des Unternehmens, um die Aktienbewertung zu beurteilen.
  • Der EPV geht davon aus, dass die Geschäftsbedingungen konstant bleiben, und ignoriert Schwankungen.


Was ist der Earnings Power Value (EPV)?


Der Earnings Power Value (EPV) ist eine Methode zur Bewertung von Aktien, bei der Annahmen über die Nachhaltigkeit der aktuellen Gewinne und die Kapitalkosten getroffen werden, nicht jedoch über das zukünftige Wachstum. Der Earnings Power Value (EPV) wird berechnet, indem die bereinigten Gewinne eines Unternehmens durch seine gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) geteilt werden.

Obwohl die Formel einfach ist, müssen mehrere Schritte unternommen werden, um die bereinigten Gewinne und den WACC zu berechnen. Das Endergebnis ist das "EPV-Eigenkapital", das mit der Marktkapitalisierung verglichen werden kann. Es kann verwendet werden, um festzustellen, ob Aktien im Vergleich zur Marktkapitalisierung überbewertet, unterbewertet oder fair bewertet sind, sofern es auf zuverlässigen aktuellen Gewinnen und nicht auf spekulativen Prognosen basiert.



So berechnen Sie den Earnings Power Value (EPV)


EPV=Bereinigte GewinneWACCwo:EPV=Earnings Power ValueWACC=gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten \begin{aligned} &\text{EPV}=\frac{\text{Bereinigte \ Gewinne}}{\text{WACC}} \\ &\textbf{wo:}\\ &EPV=\text{Earnings Power Value}\\ &WACC=\text{gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten }\\ \end{aligned}​EPV=WACCBereinigte Gewinne​wo:EPV=Earnings Power ValueWACC=gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten ​



Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Berechnung des Earnings Power Value (EPV)


Der EPV beginnt mit dem operativen Gewinn oder EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern), der zu diesem Zeitpunkt noch nicht um einmalige Aufwendungen bereinigt ist.

Die durchschnittlichen EBIT-Margen über einen Konjunkturzyklus von mindestens fünf Jahren werden mit nachhaltigen Umsätzen multipliziert, um das "normalisierte EBIT" zu erhalten.

Das normalisierte EBIT wird dann mit (1 - durchschnittlicher Steuersatz) multipliziert.

Im nächsten Schritt werden überschüssige Abschreibungen (auf Nachsteuerbasis zum halben durchschnittlichen Steuersatz) hinzugerechnet. An diesem Punkt hat der Analyst eine "normalisierte" Gewinnzahl des Unternehmens.

Es erfolgen nun Anpassungen für nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, aktuelle Umstrukturierungskosten, Preissetzungsmacht und andere wesentliche Posten.

Diese bereinigte Gewinnzahl wird dann durch die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) des Unternehmens geteilt, um den EPV der Geschäftstätigkeit zu ermitteln.

Der letzte Schritt zur Berechnung des Eigenkapitalwerts des Unternehmens besteht darin, dem EPV der Geschäftstätigkeit "überschüssige Nettovermögenswerte" (hauptsächlich Bargeld plus den Marktwert von Immobilien abzüglich Altlasten) hinzuzufügen und den Wert der Schulden des Unternehmens abzuziehen.

Das EPV-Eigenkapital kann dann mit der aktuellen Marktkapitalisierung des Unternehmens verglichen werden, um festzustellen, ob die Aktie fair bewertet, überbewertet oder unterbewertet ist.



Wichtig


Der EPV soll eine Darstellung der aktuellen freien Cashflow-Kapazität des Unternehmens sein, abgezinst mit seinen Kapitalkosten.



Die Erkenntnisse aus dem Earnings Power Value verstehen


Der Earnings Power Value ist eine analytische Kennzahl, mit der festgestellt wird, ob die Aktien eines Unternehmens über- oder unterbewertet sind. Die EPV-Formel wird verwendet, um die Höhe der ausschüttungsfähigen Cashflows zu berechnen, die ein Unternehmen vernünftigerweise aufrechterhalten könnte. Es werden aktuelle Gewinne verwendet, anstatt Prognosen oder diskontierte zukünftige Gewinne, da aktuelle Gewinne zuverlässig und bekannt sind. Viele andere Bewertungskennzahlen stützen sich auf Annahmen oder subjektive Bewertungen, weshalb sie weniger zuverlässig sind als der EPV.

Der EPV wurde von Professor Bruce Greenwald der Columbia University entwickelt, einem renommierten Finanzökonomen und Value-Investor, der mit dieser Bewertungstechnik versucht, die größte Herausforderung bei der Discounted-Cashflow-Analyse (DCF) zu überwinden, die mit Annahmen über zukünftiges Wachstum, Kapitalkosten, Gewinnmargen und erforderliche Investitionen verbunden ist.1



Die Grenzen des Earnings Power Value erkennen


Der Earnings Power Value basiert auf der Idee, dass die Bedingungen der Geschäftstätigkeit konstant und in einem idealen Zustand bleiben. Er berücksichtigt keine Schwankungen, weder intern noch extern, die die Produktionsrate in irgendeiner Weise beeinflussen könnten.

Diese Risiken können aus Veränderungen in dem spezifischen Markt, in dem das Unternehmen tätig ist, aus Änderungen der damit verbundenen regulatorischen Anforderungen oder aus anderen unvorhergesehenen Ereignissen resultieren, die den Geschäftsfluss in positiver oder negativer Weise beeinflussen.

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