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Eurobond

Eurobond: Definition, Emittenten, Vorteile und Nachteile



Was ist ein Eurobond?


Ein Eurobond ist eine Schuldverschreibung, die in einem Land begeben wird und Zinsen sowie Tilgung in einer anderen Währung als der Heimatwährung des Emittenten zahlt. Eurobonds werden häufig nach der Währung gruppiert, in der sie denominiert sind, wie etwa Eurodollar- oder Euro-Yen-Anleihen. Da Eurobonds in einer Fremdwährung begeben werden, werden sie oft als externe Anleihen bezeichnet. Eurobonds sind wichtig, da sie Organisationen helfen, Kapital zu beschaffen, während sie die Flexibilität haben, sie in einer anderen Währung zu begeben.

Die Emission von Eurobonds wird in der Regel von einem internationalen Konsortium von Finanzinstituten im Auftrag des Kreditnehmers abgewickelt, wobei eines dieser Institute die Anleihe zeichnen und somit den Kauf der gesamten Emission garantieren kann.



Wichtigste Erkenntnisse


  • Der Begriff "Eurobond" bezieht sich darauf, dass die Anleihe außerhalb der Grenzen des Heimatlandes der Währung begeben wird; es bedeutet nicht, dass die Anleihe in Europa begeben wurde.
  • Eurobonds sind wichtig, da sie Organisationen helfen, Kapital zu beschaffen, während sie die Flexibilität haben, sie in einer anderen Währung zu begeben.
  • Viele Eurobonds sind nicht registriert und werden als Inhaberpapiere gehandelt.
  • Viele Eurobonds werden in Schwellenländern begeben.
  • Investopedia / Ryan Oakley


Eurobonds verstehen


Die Beliebtheit von Eurobonds als Finanzierungsinstrument spiegelt ihre hohe Flexibilität wider, da sie den Emittenten die Möglichkeit bieten, das Emissionsland je nach Regulierungsumfeld, Zinssätzen und Markttiefe zu wählen. Sie sind auch für Anleger attraktiv, da sie in der Regel einen geringen Nennwert oder Nominalwert haben und somit eine kostengünstige Anlage darstellen. Eurobonds haben zudem eine hohe Liquidität, das heißt, sie können leicht gekauft und verkauft werden.

Der Begriff "Eurobond" bezieht sich nur darauf, dass die Anleihe außerhalb der Grenzen des Heimatlandes der Währung begeben wird; es bedeutet nicht, dass die Anleihe in Europa begeben oder auf Euro denominiert ist. Beispielsweise kann ein Unternehmen in Japan einen Eurobond begeben, der auf US-Dollar lautet.



Hintergrund


Der erste Eurobond wurde 1963 von Autostrade, dem Betreiber der italienischen Staatsbahnen, begeben. Es handelte sich um eine 15-Millionen-Dollar-Eurodollar-Anleihe, die von Bankiers in London konzipiert, am Flughafen Amsterdam Schiphol begeben und in Luxemburg ausgezahlt wurde, um Steuern zu reduzieren. Sie bot europäischen Anlegern eine sichere, auf Dollar lautende Anlage.

Die Emittenten reichen von multinationalen Konzernen über souveräne Regierungen bis hin zu supranationalen Organisationen. Das Volumen einer einzelnen Anleiheemission kann weit über 1 Milliarde US-Dollar liegen, und die Laufzeiten betragen zwischen fünf und 30 Jahren, wobei ein großer Teil in weniger als zehn Jahren fällig wird. Eurobonds sind besonders attraktiv für Emittenten aus Ländern, die keinen großen Kapitalmarkt haben, und bieten Anlegern gleichzeitig Diversifikation.



Lieferung


Die frühesten Eurobonds wurden physisch an die Anleger geliefert. Heute werden sie elektronisch über eine Reihe von Dienstleistungen begeben, darunter die Depository Trust Company (DTC) in den USA und das Certificateless Registry for Electronic Share Transfer (CREST) im Vereinigten Königreich. Eurobonds werden in der Regel als Inhaberpapiere begeben, was es Anlegern erleichtert, Vorschriften und Steuern zu umgehen. Eine Inhaberform bedeutet, dass die Anleihe nicht registriert ist und folglich kein Eigentumsnachweis existiert. Stattdessen ist der physische Besitz der Anleihe der einzige Eigentumsnachweis.



Marktgröße


Der globale Anleihenmarkt umfasst insgesamt über 100 Billionen US-Dollar an ausstehenden Schulden. Da viele Eurobonds nicht registriert sind und als Inhaberpapiere gehandelt werden, sind genaue Zahlen für den Sektor nicht zu ermitteln, aber es ist wahrscheinlich, dass sie etwa 30 % des Gesamtmarktes ausmachen. Ein wachsender Anteil der Eurobond-Emissionen stammt aus Schwellenländern, wobei sowohl Regierungen als auch Unternehmen tiefere und entwickeltere Märkte für ihre Kreditaufnahme suchen.

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