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Eurocommercialpaper

Was ist Eurocommercial Paper? Ein detaillierter Blick



Wichtige Erkenntnisse


  • Eurocommercial Paper (ECP) ist ein unbesichertes, kurzfristiges Schuldinstrument, das in einer anderen Währung als der Währung des Inlandsmarktes begeben wird.
  • ECPs helfen internationalen Unternehmen, kurzfristige Finanzierungen zu sichern, typischerweise von 1 bis 365 Tagen, mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 182 Tagen.
  • ECPs werden oft in hohen Stückelungen begeben, was sie aufgrund der niedrigeren Zinssätze hauptsächlich für institutionelle Anleger attraktiv macht.
  • Als unbesicherte Schuldtitel bieten ECPs keine Sicherheiten, was ein höheres Risiko bedeutet, wenn ein Emittent in Verzug gerät oder bankrottgeht.


Was ist Eurocommercial Paper?


Eurocommercial Paper (ECP) ist ein kurzfristiges, unbesichertes Schuldinstrument, das von Unternehmen oder Banken auf dem internationalen Geldmarkt begeben wird. Es wird typischerweise zur schnellen Kapitalbeschaffung in Währungen verwendet, die sich von der des Emittenten unterscheiden. ECPs sind ein wesentliches Instrument für globale Unternehmen, die kurzfristige Finanzierungsbedarf wie Lohn- und Lagerkosten ohne hohe Zinssätze decken möchten.

Das Präfix „Euro“ bedeutet nicht, dass diese Schuldinstrumente auf Euro lauten. Vielmehr ist dieses Konzept dem der Eurocurrency ähnlich, die Einlagen darstellt, die bei Banken außerhalb des Landes gehalten werden, das die Währung ausgibt.

Erfahren Sie, wie ECPs funktionieren, warum Unternehmen sie für schnelle Finanzierungen bevorzugen und was sie auf dem Finanzmarkt auszeichnet.



Wie Eurocommercial Paper auf internationalen Märkten funktioniert


Um auf die internationalen Geldmärkte zuzugreifen, können Unternehmen Eurocommercial Paper zur Kapitalbeschaffung begeben. Wie bei anderen Commercial Papers werden Eurocommercial Papers selten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr begeben. Tatsächlich sind ECPs Schuldinstrumente, die von einem Kreditnehmer ausgegeben werden, der kurzfristig Mittel benötigt. Die Laufzeiten der Schuldverschreibungen reichen von 1 Tag bis 365 Tagen; die häufigste Laufzeit beträgt 182 Tage.

Commercial Paper ist eine häufig verwendete Art von unbesicherten, kurzfristigen Schuldinstrumenten, die von Unternehmen begeben werden, typischerweise zur Finanzierung von Löhnen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Vorräten sowie zur Deckung anderer kurzfristiger Verbindlichkeiten. Der Markt für Eurocommercial Paper wird besonders von internationalen Unternehmen mit Niederlassungen in verschiedenen Ländern genutzt.

Eurocommercial Papers werden in der Regel in höheren Stückelungen von 100.000 $ mit einem Mindestanlagebetrag von 500.000 $ begeben.1 Aus diesem Grund wird der Markt für Eurocommercial Paper von institutionellen Anlegern dominiert, die Zugang zu diesen Wertpapieren auf dem Sekundärmarkt haben. Emittenten werden besonders von diesen Schuldinstrumenten angezogen, da die Schuldverschreibungen niedrige Zinssätze verlangen. Da Kreditnehmer möglichst geringe Finanzierungskosten anstreben, sind ECPs eine ideale Kapitalquelle.



Risiken und Vorteile von Eurocommercial Paper


Neben ihren kurzen Laufzeiten werden ECPs als unbesicherte Schuldtitel eingestuft. Dies bedeutet, dass Zins- oder Tilgungsverpflichtungen aus den Schuldverschreibungen nicht durch Sicherheiten garantiert werden, was ECPs zu einer attraktiven Finanzierungsquelle macht. Falls der Emittent in Verzug gerät oder bankrottgeht, wird das Unternehmen zudem zuerst die besicherten Gläubiger befriedigen, bevor die unbesicherten ECP-Inhaber an die Reihe kommen.

Obwohl diese Schuldverschreibungen in verzinslicher Form begeben werden können, werden sie in der Regel als Diskontpapiere unter dem Nennwert in Form eines Schuldscheins begeben und auf dem Sekundärmarkt auf Renditebasis notiert.



Währungsdenomination bei der Ausgabe von Eurocommercial Paper


Ein besonderes Merkmal dieser Schuldverschreibungen ist, dass die Währung, auf die sie lauten, von der Währung des Marktes abweicht, in dem die Anleihe begeben wird. Wenn beispielsweise ein US-amerikanisches Unternehmen eine kurzfristige, auf Britische Pfund lautende Anleihe zur Finanzierung seiner Vorräte über den internationalen Geldmarkt begibt, hat es Eurocommercial Paper begeben. In diesem Fall versucht das US-Unternehmen, Investitionen von Pfund-Anlegern auf den internationalen Geldmärkten zu fördern.

Die Abwicklung von Eurocommercial Paper erfolgt über eine von drei Clearingstellen, nämlich Euroclear, Clearstream und die Depository Trust Company (DTC). ECPs werden innerhalb von zwei Werktagen abgewickelt, eine Übernacht-Abwicklung ist nicht möglich.

International Capital Markets Association. "ICMA Handbook: Chapter 12 - Euro Commercial Paper."

International Capital Markets Association. "ICMA Handbook: Chapter 12 - Euro Commercial Paper."

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