Eva
Economic Value Added (EVA): Steigerung des Shareholder Value erklärt
Was ist der Economic Value Added (EVA)?
Der Economic Value Added (EVA) zeigt, wie gut ein Unternehmen einen echten wirtschaftlichen Gewinn über seine Kapitalkosten hinaus erwirtschaftet, indem der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz (WACC) vom Nettobetriebsgewinn nach Steuern (NOPAT) abgezogen wird. Mit Ursprüngen bei Stern Value Management hebt der EVA die Effizienz eines Unternehmens bei der Schaffung von Shareholder Value hervor. Verstehen Sie seine Formel, Vorteile und potenziellen Fallstricke, um die Leistung eines Unternehmens und die Effektivität des Managements besser beurteilen zu können.1
Wichtige Erkenntnisse
- Der Economic Value Added bewertet die Fähigkeit eines Unternehmens, finanzielle Renditen zu erzielen, die über seinen Kapitalkosten liegen, und zeigt damit den tatsächlichen wirtschaftlichen Gewinn an.
- Der EVA wird mit der Formel berechnet: EVA = NOPAT - (Investiertes Kapital * WACC), wobei NOPAT der Nettobetriebsgewinn nach Steuern ist.
- Ein positiver EVA zeigt, dass ein Unternehmen Wert für die Aktionäre schafft, während ein negativer EVA auf Wertvernichtung hindeutet.
- Der von Stern Value Management entwickelte EVA eignet sich am besten für vermögensstarke Unternehmen und weniger für solche mit erheblichen immateriellen Vermögenswerten, wie z. B. Technologieunternehmen.
- Der EVA ermutigt das Management, sich auf Kapitaleffizienz und Wertschöpfung zu konzentrieren, was Investoren und Stakeholdern zugutekommt.
Die Mechanik des Economic Value Added (EVA) verstehen
Der EVA misst die zusätzliche Rendite über die Kapitalkosten eines Unternehmens hinaus. Er zeigt den Wert, den ein Unternehmen aus seinen Investitionen erzielt. Ein negativer EVA zeigt, dass das Unternehmen aus Investitionen keinen Wert schafft, während ein positiver EVA dies anzeigt.
Die Formel zur Berechnung des EVA lautet:
EVA = NOPAT - (Investiertes Kapital * WACC)
Wobei:
NOPAT = Nettobetriebsgewinn nach Steuern
Investiertes Kapital = Schulden + Leasingverbindlichkeiten + Eigenkapital der Aktionäre
WACC = Gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz
Wichtige Faktoren bei der Berechnung des Economic Value Added (EVA)
Der EVA hängt von drei Teilen ab: NOPAT, der Höhe des investierten Kapitals und dem WACC. Sie können NOPAT manuell berechnen, aber er ist in der Regel in den Finanzdokumenten eines börsennotierten Unternehmens zu finden.
Investiertes Kapital ist das Geld, das zur Finanzierung eines Unternehmens oder Projekts verwendet wird. Der WACC ist die durchschnittliche Rendite, die ein Unternehmen seinen Investoren zahlt, basierend auf jeder Quelle in seiner Kapitalstruktur. Der WACC kann berechnet werden, wird aber normalerweise bereitgestellt.
Das investierte Kapital entspricht oft dem Gesamtvermögen abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten, wie es in der Bilanz ausgewiesen wird. Die modifizierte Formel für den EVA lautet NOPAT - (Gesamtvermögen - kurzfristige Verbindlichkeiten) * WACC.
Stern Value Management entwickelte den EVA im Jahr 1983, um den Wert zu steigern und alle Ebenen des Unternehmens zu motivieren.1 Der EVA bewertet die Kosten von Investitionen, um festzustellen, ob sie ausreichend Cash generieren. Ein positiver EVA bedeutet, dass ein Projekt Renditen erzielt, die über dem erforderlichen Minimum liegen.
Vorteile und Nachteile des Economic Value Added (EVA)
Der EVA bewertet die Leistung eines Unternehmens und seines Managements anhand der Idee, dass ein Unternehmen nur dann profitabel ist, wenn es Vermögen und Renditen für die Aktionäre schafft. Daher ist eine Leistung erforderlich, die über den Kapitalkosten des Unternehmens liegt.
Der EVA als Leistungsindikator ist sehr nützlich. Durch die Einbeziehung von Bilanzposten zeigt die Berechnung, wie und wo ein Unternehmen Wert schafft, und drängt die Manager, bei Entscheidungen sowohl Vermögenswerte als auch Ausgaben zu berücksichtigen.
Die EVA-Berechnung hängt jedoch stark von der Höhe des investierten Kapitals ab und eignet sich am besten für vermögensstarke Unternehmen, die stabil oder reif sind. Technologieunternehmen mit immateriellen Vermögenswerten sind möglicherweise nicht für eine EVA-Bewertung geeignet.