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Ewige Anleihe

Ewige Anleihen erklärt: Definition, Berechnungsformel und Beispiele



Was ist eine ewige Anleihe?


Eine ewige Anleihe, auch bekannt als "Consol-Anleihe" oder "Perpetual," ist ein festverzinsliches Wertpapier ohne Fälligkeitsdatum, was bedeutet, dass der Nennwert nie zurückgezahlt wird. Obwohl nicht kündbar, bieten diese Anleihen unbegrenzt konstante Zinszahlungen und werden oft eher als Eigenkapital denn als Schulden betrachtet. Sie nehmen eine spezifische Nische im Anleihemarkt ein und wurden historisch von Einrichtungen wie dem britischen Finanzministerium ausgegeben.



Wichtige Erkenntnisse


  • Ewige Anleihen, auch bekannt als "Consol-Anleihen" oder "Perpetuals," sind festverzinsliche Wertpapiere ohne Fälligkeitsdatum, die unbegrenzt Zinsen zahlen.
  • Diese Anleihen ähneln aufgrund ihrer unbegrenzten Zinszahlungen Eigenkapital, bergen jedoch das Risiko, dass der Nennwert nicht zurückgezahlt wird.
  • Der Preis einer ewigen Anleihe wird berechnet, indem die Kuponzahlung durch den Diskontierungssatz geteilt wird, was den Zeitwert des Geldes widerspiegelt.
  • Historische Beispiele für ewige Anleihen sind die vom britischen Finanzministerium um den Ersten Weltkrieg herum ausgegebenen Anleihen.
  • Der Barwert einer ewigen Anleihe reagiert empfindlich auf Änderungen des Diskontierungssatzes, was seine endliche Bewertung beeinflusst.


Tiefergehende Betrachtung ewiger Anleihen


Ewige Anleihen sind am Anleihemarkt selten, da es nur wenige Einrichtungen gibt, die sicher genug sind, als dass Anleger einer Anleihe vertrauen könnten, bei der der Nennwert nie zurückgezahlt wird.

Bemerkenswerte ewige Anleihen umfassen die vom britischen Finanzministerium für den Ersten Weltkrieg ausgegebenen sowie die der South Sea Bubble von 1720. In den USA glauben einige, dass die Bundesregierung ewige Anleihen ausgeben sollte, was ihr helfen könnte, die Refinanzierungskosten zu vermeiden, die mit Anleiheemissionen mit Fälligkeitsdatum verbunden sind.1



Berechnung des Werts einer ewigen Anleihe


Die Zahlungen einer ewigen Anleihe ähneln Aktiendividenden, da beide unbegrenzt Renditen bieten. Daher werden sie ähnlich bewertet.

Der Preis einer ewigen Anleihe ist ihre feste Zinszahlung geteilt durch einen konstanten Diskontierungssatz, was den sinkenden Wert des Geldes im Laufe der Zeit aufgrund der Inflation widerspiegelt. Der Nenner des Diskontierungssatzes reduziert den realen Wert der nominell festen Kuponbeträge im Laufe der Zeit, bis dieser Wert schließlich Null erreicht. Somit kann ewigen Anleihen, obwohl sie kein Fälligkeitsdatum haben und für immer Zinsen zahlen, ein endlicher Wert zugewiesen werden, der wiederum ihren Preis darstellt.



Berechnung des Barwerts: Die Formel für ewige Anleihen


Barwert = D / r

Wobei:

D = periodische Kuponzahlung der Anleihe

r = auf die Anleihe angewandter Diskontierungssatz

Wenn beispielsweise eine ewige Anleihe 10.000 $ pro Jahr auf unbegrenzte Zeit zahlt und der Diskontierungssatz mit 4 % angenommen wird, wäre der Barwert:

Barwert = 10.000 $ / 0,04 = 250.000 $

Beachten Sie, dass der Barwert einer ewigen Anleihe sehr empfindlich auf den angenommenen Diskontierungssatz reagiert, da die Zahlung als Tatsache bekannt ist. Unter Verwendung des obigen Beispiels mit Diskontierungssätzen von 3 %, 4 %, 5 % und 6 % ergeben sich beispielsweise folgende Barwerte:

Barwert (3 %) = 10.000 $ / 0,03 = 333.333 $

Barwert (4 %) = 10.000 $ / 0,04 = 250.000 $

Barwert (5 %) = 10.000 $ / 0,05 = 200.000 $

Barwert (6 %) = 10.000 $ / 0,06 = 166.667 $

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