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Ewiges nachrangiges Darlehen

Ewige nachrangige Darlehen verstehen: Vorteile & Risiken erklärt



Wichtige Erkenntnisse


  • Perpetuelle nachrangige Darlehen bieten konstante Zinsen, ohne dass das Kapital zurückgezahlt werden muss.
  • Diese Darlehen sind vorrangigen Schulden nachgeordnet, was das Risiko für Gläubiger erhöht.
  • Aufgrund ihrer risikoreicheren Natur haben sie in der Regel höhere Zinssätze.
  • Regierungen nutzen ewige Anleihen, um Mittel ohne Rückzahlungsverpflichtungen zu beschaffen.
  • Steigende Zinssätze können den Wert ewiger Anleihen im Laufe der Zeit mindern.


Was ist ein perpetuelles nachrangiges Darlehen?


Ein perpetuelles nachrangiges Darlehen ist eine Art nachrangiger Schuldtitel, der unbegrenzt weiterläuft und kein Fälligkeitsdatum hat. Perpetuelle nachrangige Darlehen zahlen den Gläubigern einen stetigen Zinsstrom für immer. Da das Darlehen ewig ist, wird das Kapital nie zurückgezahlt, sodass der Zinsstrom nie endet. Im Wesentlichen zahlt der Kreditnehmer Zinsen als Gebühr für den Zugang zu dem Geld, zahlt aber das Kapital nie vollständig zurück. Der Zinssatz basiert auf der Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers sowie den vorherrschenden Marktzinssätzen.



Die Funktionsweise perpetueler nachrangiger Darlehen verstehen


Wie der Name schon sagt, ist bei ewigen Anleihen der vereinbarte Zeitraum, über den Zinsen gezahlt werden, ewig – die Ewigkeit. In dieser Hinsicht funktionieren ewige Anleihen ähnlich wie dividendenausschüttende Aktien oder bestimmte Vorzugspapiere. So wie Inhaber solcher Aktien Dividendenzahlungen für die gesamte Zeit erhalten, in der die Aktie gehalten wird, erhalten Inhaber ewiger Anleihen Zinszahlungen, solange sie die Anleihe halten.

Da es sich bei perpetuellen nachrangigen Darlehen um eine Art nachrangiger Schuldtitel handelt, sind sie für den Gläubiger relativ riskanter. Sie stehen nach unbesicherten Darlehen (vorrangigen Darlehen), sodass der Gläubiger im Falle eines Zahlungsausfalls des Kreditnehmers eines perpetuelen nachrangigen Darlehens erst dann zurückgezahlt wird, wenn die unbesicherten Darlehen des Kreditnehmers zurückgezahlt sind. Aufgrund des erhöhten Risikos, das mit nachrangigen Darlehen verbunden ist, haben diese höhere Zinssätze als unbesicherte Darlehen. Gläubiger können eine Barwertberechnung verwenden, um den Barwert einer zukünftigen Reihe perpetueler nachrangiger Darlehenszahlungen zu bestimmen.



Wichtig


Ein perpetuelles nachrangiges Darlehen zahlt dem Gläubiger einen stetigen Zinsstrom für immer, da der Kreditnehmer das Kapital nie zurückzahlt.



Vorteile perpetueler nachrangiger Darlehen


Ewige Anleihen bieten fiskalisch angeschlagenen Regierungen grundsätzlich die Möglichkeit, Geld zu beschaffen, ohne die Verpflichtung zur Rückzahlung zu haben. Mehrere Faktoren stützen dieses Phänomen. Erstens sind die Zinssätze für längerfristige Schulden außerordentlich niedrig. Zweitens verlieren Anleger in Zeiten steigender Inflation tatsächlich Geld bei Darlehen, die sie Regierungen gewähren.

Zum Beispiel, wenn Anleger einen Zinssatz von 0,5 % erhalten, die Inflation jedoch 1 % beträgt, beträgt die resultierende inflationsbereinigte Zinsrendite -0,5 %. Folglich ist die Kaufkraft der Anleger drastisch geschwächt, wenn sie ihr Geld von der Regierung zurückerhalten.

Betrachten wir ein Szenario, in dem ein Anleger der Regierung 100 $ leiht, und der Wert der Anlage steigt ein Jahr später dank des 0,5%igen Zinssatzes auf 100,50 $. Aufgrund einer Inflationsrate von 1 % werden jedoch jetzt 101 $ benötigt, um denselben Warenkorb zu kaufen, der vor einem Jahr nur 100 $ kostete, daher kann die Rendite des Anlegers nicht mit der steigenden Inflation Schritt halten.

Die meisten Ökonomen erwarten, dass die Inflation im Laufe der Zeit steigt. Daher erscheint das Verleihen von Geld zu einem hypothetischen Zinssatz von 4 % für die Haushaltsverantwortlichen der Regierung wie ein Schnäppchen, die glauben, dass die zukünftige Inflationsrate in naher Zukunft auf 5 % steigen könnte. Natürlich werden die meisten ewigen Anleihen mit Kündigungsklauseln ausgegeben, die es den Emittenten ermöglichen, nach einem bestimmten Zeitraum Rückzahlungen zu leisten. In dieser Hinsicht ist der „ewige“ Teil des Pakets oft eine Wahl und nicht eine Verpflichtung, da die Emittenten die ewige Verpflichtung effektiv aufheben können, wenn sie genügend Bargeld zur Verfügung haben, um das Darlehen vollständig zurückzuzahlen.



Die Risiken perpetueler nachrangiger Darlehen navigieren


Mit allen ewigen Anleihen sind Risiken verbunden. Insbesondere setzen sie Anleger einem ewigen Kreditrisiko aus, da im Laufe der Zeit sowohl staatliche als auch Unternehmensanleiheemittenten in finanzielle Schwierigkeiten geraten können und theoretisch sogar schließen könnten. Ewige Anleihen können auch einem Kündigungsrisiko unterliegen, was bedeutet, dass die Emittenten sie zurückrufen können.

Schließlich besteht das stets präsente Risiko steigender allgemeiner Zinssätze im Laufe der Zeit. In Fällen, in denen der festgeschriebene Zins einer ewigen Anleihe deutlich niedriger ist als der aktuelle Zinssatz, könnten Anleger durch das Halten einer anderen Anleihe mehr Geld verdienen. Um jedoch eine alte ewige Anleihe gegen eine neuere, höher verzinste Anleihe auszutauschen, muss der Anleger seine bestehende Anleihe auf dem freien Markt verkaufen, wo sie möglicherweise weniger wert ist als der Kaufpreis, da die Anleger ihre Angebote aufgrund des Zinsdifferentials abschlagen.

Für nachrangige ewige Anleihen macht das zusätzliche Risiko, für Gläubiger weniger vorrangig zu sein, sie noch riskanter. Infolgedessen haben diese höhere Zinssätze als vorrangige ewige Anleihen.

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