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Außergewöhnlicher Posten: Definition, wie er gemeldet wird, und Beispiel



Was ist ein außergewöhnlicher Posten?


Ein außergewöhnlicher Posten ist eine von einem Unternehmen getätigte Belastung, die gemäß den allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen (GAAP) gesondert in seinem Finanzbericht vermerkt werden muss. Trotz des Namens werden solche Posten als gewöhnliche Geschäftsbelastungen betrachtet, müssen jedoch aus Gründen der Klarheit der Finanzberichterstattung separiert werden.

Verwechseln Sie außergewöhnliche Posten nicht mit außerordentlichen Posten. Beide sind ungewöhnliche Aufwendungen oder Ertragsquellen, die groß genug sind, um die finanziellen Ergebnisse zu beeinflussen. Allerdings sind außerordentliche Posten nicht Teil des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs eines Unternehmens. Außergewöhnliche Posten hingegen schon.

Beide dieser Buchhaltungsposten müssen dokumentiert werden, um Investoren und Regulierungsbehörden genaue und informative Finanzberichte zu liefern.

Beide sind in der Regel einmalige Ereignisse.



Wichtige Erkenntnisse


  • Außergewöhnliche Posten sind bedeutende Kosten oder Einkommensquellen, die mit den regulären Geschäftsaktivitäten eines Unternehmens zusammenhängen, aber ungewöhnlich genug sind, um eine separate Berichterstattung im Jahresabschluss zu rechtfertigen.
  • Im Gegensatz zu außerordentlichen Posten, die aus seltenen und atypischen Ereignissen außerhalb des normalen Geschäftsbetriebs entstehen, sind außergewöhnliche Posten Teil der üblichen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens.
  • Die separate Berichterstattung außergewöhnlicher Posten trägt zur Transparenz für Investoren und Stakeholder bei und verhindert eine Fehlinterpretation als typische Schwankungen der Geschäftseinnahmen oder -ausgaben.
  • Häufige Beispiele für außergewöhnliche Posten sind Restrukturierungskosten, rechtliche Vergleiche oder die Veräußerung bedeutender Vermögenswerte.
  • Die klare Offenlegung außergewöhnlicher Posten ist entscheidend für eine genaue Finanzanalyse und erhöht die Zuverlässigkeit der Finanzinformationen eines Unternehmens.


Klärung von außergewöhnlichen vs. außerordentlichen Posten


Ein außerordentlicher Posten in einer Bilanz weist auf einen erheblichen Gewinn oder Verlust hin, der sich wahrscheinlich nicht wiederholen wird. Er ist nicht Teil des alltäglichen Geschäfts des Unternehmens. Er muss außerdem "wesentlich" sein.

Das heißt, er hat einen erheblichen Einfluss auf den Gewinn oder Verlust des Unternehmens für den betreffenden Zeitraum. Der Verkauf eines Grundstücks könnte als außerordentlicher Posten gelten.



Wichtig


Außergewöhnliche Posten sind kostspielige Ereignisse, die das Endergebnis eines Unternehmens beeinflussen, aber nicht als Gewinne oder Verluste aus dem Routinegeschäft fehlinterpretiert werden dürfen.

Ein außergewöhnlicher Posten beeinflusst den Gewinn oder Verlust eines Unternehmens erheblich, ist aber Teil der regulären Geschäftstätigkeit. Wenn ein Unternehmen beispielsweise eine große Restrukturierung durchführt, Personal abbaut und Abteilungen zusammenlegt, werden die Kosten dieser Operation als außergewöhnlicher Posten erfasst.

In beiden Fällen werden diese Zahlen den Aktionären ordnungsgemäß als separate Posten gemeldet. Dies geschieht, damit sie nicht als plötzlicher Anstieg der Umsätze oder Kosten des Unternehmens fehlinterpretiert werden können.



Kurzer Fakt


Ein außergewöhnlicher Posten wird separat ausgewiesen, damit er nicht mit einem plötzlichen Anstieg (oder Rückgang) der Einnahmen verwechselt werden kann.

Tatsächlich erscheinen außergewöhnliche Posten normalerweise in der Bilanz eines Unternehmens, während außerordentliche Posten im Anhang zum Jahresabschluss offengelegt werden.



Praxisbeispiel für einen außergewöhnlichen Posten


Als Beispiel: Anfang 2016 kündigte ein britischer Motorenhersteller an, dass er einen außergewöhnlichen Restrukturierungsaufwand in Höhe von 75 bis 100 Millionen GBP verbuchen werde, um die Kosten für die Stärkung seiner Bilanz durch Stellenabbau zu decken. Als Sonderbelastung erreicht dies nicht den Standard eines außerordentlichen Postens, gilt aber als außergewöhnliche Belastung im Sinne der Transparenz des Jahresabschlusses.

Neben Restrukturierungskosten können Beispiele für außergewöhnliche Posten auch die Kosten für aufgegebene Geschäftsbereiche, rechtliche Vergleiche und die Veräußerung von Vermögenswerten umfassen. Die Umrüstung einer Produktionsstätte könnte ebenfalls als außergewöhnlicher Posten gelten.

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