Feederfonds
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Was ist ein Feeder-Fonds?
Ein Feeder-Fonds ist einer von mehreren Teilfonds, die ihr gesamtes Anlagekapital in einen übergeordneten Dachfonds, den sogenannten Masterfonds, einbringen, für den ein einziger Anlageberater alle Portfolioinvestitionen und den Handel abwickelt. Diese zweistufige Anlagestruktur aus einem Feeder-Fonds und einem Masterfonds wird häufig von Hedgefonds genutzt, um durch die Bündelung von Anlagekapital ein größeres Portfoliokonto aufzubauen.
Die Gewinne des Masterfonds werden dann anteilig an die Feeder-Fonds verteilt, basierend auf dem Prozentsatz des Anlagekapitals, den sie zum Masterfonds beigetragen haben.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Feeder-Fonds ist einer von vielen kleineren Investmentfonds, die Anlegergelder bündeln, die dann unter einem einzigen zentralisierten Masterfonds zusammengefasst werden.
- Die Zusammenführung von Feeder-Fonds in einen Masterfonds ermöglicht eine Reduzierung der Betriebs- und Handelskosten, und ein größeres Portfolio hat den zusätzlichen Vorteil von Skaleneffekten.
- Hedgefonds verwenden häufig Master-Feeder-Strukturen, bei denen die erzielten Gebühren anteilig an die Feeder-Fonds verteilt werden.
Verständnis von Feeder-Fonds
Bei einer Feeder-Fonds-Struktur werden alle Verwaltungsgebühren und etwaige erfolgsabhängige Gebühren von den Anlegern auf der Ebene des Feeder-Fonds bezahlt.
Der Hauptzweck der Feeder-Fonds-Masterfonds-Struktur ist die Reduzierung der Handelskosten und der gesamten Betriebskosten. Der Masterfonds erzielt durch den Zugang zu dem großen Pool an Anlagekapital, das von mehreren Feeder-Fonds bereitgestellt wird, Skaleneffekte, die es ihm ermöglichen, kostengünstiger zu arbeiten, als dies für jeden der Feeder-Fonds möglich wäre, wenn sie einzeln investieren würden.
Die Verwendung dieser zweistufigen Fondsstruktur kann sehr vorteilhaft sein, wenn die Feeder-Fonds gemeinsame Anlageziele und -strategien verfolgen, ist jedoch nicht geeignet für einen Feeder-Fonds mit einer einzigartigen Anlagestrategie oder -zielsetzung, da diese besonderen Merkmale in der Kombination mit anderen Fonds innerhalb eines Masterfonds verloren gehen würden.
Struktur von Feeder-Fonds und Masterfonds
Die Feeder-Fonds, die Kapital in einen Masterfonds investieren, agieren als separate rechtliche Einheiten vom Masterfonds und können in mehr als einen Masterfonds investieren. Verschiedene Feeder-Fonds, die in einen Masterfonds investieren, unterscheiden sich oft erheblich voneinander in Bezug auf Dinge wie Kosten oder Mindestanlagebeträge und haben in der Regel nicht identische Nettoinventarwerte (NAV). Genauso wie ein Feeder-Fonds frei ist, in mehr als einen Masterfonds zu investieren, ist ein Masterfonds ebenfalls frei, Investitionen von mehreren Feeder-Fonds anzunehmen.
In Bezug auf Feeder-Fonds, die in den Vereinigten Staaten tätig sind, ist es üblich, dass der Masterfonds als Offshore-Einheit gegründet wird. Dies ermöglicht es dem Masterfonds, Anlagekapital sowohl von steuerbefreiten als auch von in den USA steuerpflichtigen Investoren anzunehmen. Wenn jedoch ein Offshore-Masterfonds für US-Steuerzwecke als Personengesellschaft oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung (LLC) besteuert wird, erhalten Onshore-Feeder-Fonds eine Durchreichbehandlung für ihren Anteil an den Gewinnen oder Verlusten des Masterfonds, wodurch eine Doppelbesteuerung vermieden wird.
Neue Regeln für internationale Feeder-Fonds
Im März 2017 entschied die Securities and Exchange Commission (SEC), dass ausländisch regulierte Gesellschaften (ausländische Feeder-Fonds) in offene Masterfonds (U.S. Master Fund) investieren dürfen, was es globalen Managern erleichtert, ihre Anlageprodukte in verschiedenen ausländischen Rechtsordnungen unter Verwendung eines Masterfonds zu vermarkten.
Das Schreiben änderte die Teile 12(d)(1)(A) und (B) des Gesetzes von 1940, die zuvor die Verwendung ausländischer Feeder-Fonds in US-registrierten Fonds einschränkten. Die SEC regulierte die Praxis aus mehreren Gründen. Erstens wollte sie verhindern, dass Masterfonds zu viel Einfluss auf einen erworbenen Fonds ausüben. Zudem zielte sie darauf ab, Anleger in den Fonds vor gestaffelten Gebühren und der Möglichkeit zu schützen, dass Fondsstrukturen so komplex werden, dass sie schwer zu verstehen sind.
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