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Feilschen erklärt: Wie es funktioniert und wichtige Überlegungen



Wichtige Erkenntnisse


  • Feilschen beinhaltet das Aushandeln eines Preises durch Angebote und Gegenangebote, bis eine Einigung erzielt wird.
  • Üblich bei Immobilien- und Autoverkäufen, ist Feilschen im traditionellen Einzelhandel selten.
  • Kulturelle Normen und regionale Bräuche beeinflussen maßgeblich die Akzeptanz von Feilschen.
  • In manchen Kulturen gilt Feilschen als wichtige Fähigkeit, die von klein auf gelehrt wird.
  • Wirtschaftstheorien wie die Spieltheorie untersuchen Feilschen als Teil strategischer Verhandlungen.
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Was ist Feilschen?


Feilschen ist, wenn zwei an einer Transaktion wie dem Kauf einer Ware oder Dienstleistung beteiligte Parteien den Preis aushandeln, bis beide einem fairen Preis zustimmen können. Der Prozess des Feilschens beinhaltet, dass beide Parteien abwechselnd Angebote und Gegenangebote machen, bis ein Preis vereinbart wird. Die Person, die die Ware oder Dienstleistung kaufen möchte, versucht, so wenig wie möglich zu zahlen, während das Hauptziel des Verkäufers darin besteht, den Verkaufspreis zu maximieren. Feilschen wird auch als Handeln, Quibbling, Dickering oder informelles Verhandeln bezeichnet.

Das Feilschen gibt es seit der Antike und besteht bis heute fort. Es ist eine gängige Praxis bei Immobilienverhandlungen, Autokäufen und auf informellen Flohmärkten – während es im Einzelhandel wie Supermärkten, Apotheken oder Markenbekleidungsgeschäften selten angewendet wird.



Kulturelle Perspektiven auf das Feilschen


Nicht alle Transaktionen sind verhandelbar. Sowohl religiöse Überzeugungen als auch regionale Bräuche können bestimmen, ob der Verkäufer bereit ist, sich auf Verhandlungen einzulassen. Weltweit hat Feilschen unterschiedlich akzeptierte Toleranzgrenzen. In Europa und Nordamerika ist Feilschen bei größeren Anschaffungen wie Autos, Schmuck und Immobilien allgemein akzeptiert – nicht jedoch bei kleineren Alltagsgegenständen wie Kämmen oder einer Gallone Milch.

In anderen Regionen der Welt ist Feilschen bei kleineren Gegenständen jedoch allgemein akzeptiert und Teil der Kultur. In diesen Regionen wird Kindern schon früh beigebracht zu feilschen, um sicherzustellen, dass sie bei jedem Kauf das bestmögliche Geschäft erhalten.

Die Akzeptanz des Feilschens kann auch vom Ort abhängen. In Kaufhäusern und Lebensmittelgeschäften ist Feilschen oft ausdrücklich verboten, an Orten wie Flohmärkten, Freiluftmärkten und Basaren ist Feilschen hingegen akzeptiert und erwünscht. Viele betrachten Feilschen eher als eine Kunst und eine Fähigkeit der Überzeugung denn als rationale wirtschaftliche Aktivität.



Kurzer Fakt


Feilschen ist dasselbe wie Handeln oder informelles Verhandeln.



Theorien und Wirtschaft hinter dem Feilschen


Verschiedene Wirtschaftstheorien wurden vorgeschlagen, um den Prozess des Feilschens zu erklären. Die Verhaltenstheorie besagt, dass bestimmte Menschen unterschiedliche Persönlichkeiten oder Neigungen zu Verhandlungen haben, anstatt Preise so hinzunehmen, wie sie angeboten werden. Die Spieltheorie schlägt Lösungen für Verhandlungsprobleme als Teil strategischen Handelns vor und kann als Teil der Erreichung eines Nash-Gleichgewichts interpretiert werden.

Feilschen wird auch im Rahmen der Preistheorie im Einzelhandel betrachtet. Die Mainstream-Ökonomie (neoklassisch) geht jedoch davon aus, dass alle Marktpreise gemeinsam durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden, sodass es kein Feilschen geben müsste, da alle Preise stets ein Gleichgewichtsniveau widerspiegeln würden.

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