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Filialbankwesen

Filialbanking: Definition, Vorteile und Vergleich mit dem Einheitsbankwesen



Was ist Filialbanking?


Filialbanking bedeutet, dass Banken Filialstandorte abseits der Hauptgeschäftsstelle betreiben, um den Kunden Bequemlichkeit zu bieten.

Seit den 1980er Jahren hat sich das Filialbanking in den USA aufgrund des Online-Bankings und eines wettbewerbsintensiveren und konsolidierteren Finanzdienstleistungsmarktes erheblich verändert. Der Riegle-Neal Act von 1994 ermöglichte die Expansion von Filialen über Staatsgrenzen hinweg, und seit 1999 können Banken unter einem Dach sowohl Bankdienstleistungen als auch Investment- und Versicherungsprodukte anbieten.

Online-Banking hat es einfach gemacht, Transaktionen über ein mobiles Gerät abzuwickeln, aber Filialbanking bietet immer noch den Vorteil persönlicher Kontakte für komplexe Transaktionen.



Wichtige Erkenntnisse


  • Filialbanking ermöglicht es Finanzinstituten, ihre Dienstleistungen über die Hauptgeschäftsstelle hinaus auf zusätzliche Einzelhandelsstandorte auszuweiten.
  • Der Riegle-Neal Act von 1994 ermöglichte die Expansion von Filialen über Staatsgrenzen hinweg und veränderte die Bankenlandschaft drastisch.
  • Mobiles und Online-Banking nahmen nach COVID-19 stark zu, wobei viele Verbraucher aus Bequemlichkeit digitale Kanäle bevorzugten.
  • Filialen bieten wesentliche persönliche Dienstleistungen wie Bargeldabhebungen und Finanzberatung, die digitales Banking nicht vollständig ersetzen kann.
  • Filialbanking steht im Gegensatz zum Unit Banking, bei dem Ein-Filial-Banken lokale Gemeinschaften ohne zusätzliche Zweigstellen bedienen.


Entwicklung des Filialbankings: Historische und moderne Einblicke


Der Riegle-Neal Interstate Banking and Branching Efficiency Act von 1994 ermächtigte gut kapitalisierte Banken, Filialen zu erwerben oder neue zu eröffnen – überall in den Vereinigten Staaten, auch außerhalb ihres Heimatstaates.1 Zu dieser Zeit hatten die meisten Bundesstaaten bereits Gesetze erlassen, die grenzüberschreitende Filialnetze ermöglichten.

Dann, im Jahr 1999, hob der Kongress Gesetze auf, die Banken dazu zwangen, ihre Investmentdienstleistungen getrennt von ihren Bankdienstleistungen zu halten.2 Diese beiden Maßnahmen führten gemeinsam zur heutigen Verbreitung von Filialen in den gesamten USA.

Nach der Finanzkrise von 2008-2009 durchlief die Bankenbranche eine Konsolidierungsphase. Die Filialbank bedeutet für die meisten Amerikaner heute eine der „großen Vier“ Banken: JPMorgan Chase & Co., Bank of America, Wells Fargo oder Citibank.

Internetbanking und mobile Apps haben die Bankenlandschaft erheblich verändert.

Eine Umfrage von Morning Consult im Auftrag der American Bankers Association zeigt, dass mobiles und Online-Banking nach COVID-19 deutlich zugenommen haben. Im Jahr 2021 nutzten 44 % der Bankkunden mobile Apps (verglichen mit 33 % vor der Pandemie) und 26 % nutzen einen Computer oder Laptop zur Verwaltung ihrer Konten (verglichen mit 24 % vor der Pandemie).3

COVID-19 führte auch zu einer höheren Rate an Bankschließungen. Im Jahr 2020 schlossen knapp 3.700 Bankfilialen ihre Türen.4 Allerdings sind Banken durch die Bestimmungen des Community Reinvestment Act von 1977 daran gehindert, einige Filialen zu schließen, der Banken verpflichtet, Dienstleistungen für einkommensschwache und mittlere Nachbarschaften bereitzustellen.



Warum Filialbanking wählen? Vorteile und Nutzen für Kunden


Filialbanking ermöglicht es einem Finanzinstitut, seine Dienstleistungen außerhalb des Hauptstandorts auf kleinere Filialen auszuweiten, die als Erweiterungen seiner größeren Geschäftstätigkeit fungieren. Es kann Kosten sparen, indem kleinere Büros wichtige Dienstleistungen erbringen, während größere Filialen mehr bieten.

Für Kunden bietet Filialbanking den Mehrwert, mit jemandem persönlich zu interagieren – eine reichhaltigere Erfahrung und Verbindung, die durch digitale Kanäle nicht repliziert werden kann.

Viele nutzen digitale Kanäle für einfache Aufgaben, besuchen aber Filialen für Dienstleistungen wie Bargeldabhebungen oder die Nutzung eines Schließfachs. Weitere Vorteile des Filialbankings sind die Möglichkeit, komplexe Transaktionen abzuschließen, Informationen zu speziellen Finanzprodukten zu erhalten oder eine Finanzberatung zu bekommen.



Wichtig


Filialbanknetzwerke haben sich zu überregionalen Finanzdienstleistungsnetzwerken entwickelt, die es Einlegern ermöglichen, von jeder Bankfiliale aus auf ihre Konten zuzugreifen.



Vergleich von Unit Banking und Filialbanking: Verständnis der wichtigsten Unterschiede


Unit Banking bezeichnet eine einzelne, meist sehr kleine Bank, die Finanzdienstleistungen für ihre lokale Gemeinschaft erbringt. In der Regel ist eine Unit Bank unabhängig und arbeitet ohne verbundene Banken oder Filialen in der Umgebung.

Allerdings sind nicht alle Unit Banks unabhängig. Auch wenn sie nicht den Namen eines größeren Bankinstituts teilen. Es gibt einige Banken, die einen vertrauten Namen behalten, obwohl sie von einer größeren Holdinggesellschaft besessen werden.



Was ist der Unterschied zwischen Filialbanking und Kettenbanking?


Kettenbanking ist eine Form der Bankenführung, bei der Einzelpersonen oder ein Unternehmen die Kontrolle über mindestens drei unabhängig zugelassene Banken übernehmen. Es unterscheidet sich vom Filialbanking, da Kettenbanken separat im Besitz sind und nicht Teil derselben Einheit.



Was ist eine Bankenwüste?


Eine Bankenwüste ist ein Zensusgebiet oder eine Nachbarschaft, in der es keine Bankfilialen gibt oder diese mehr als 10 Meilen von ihrem Zentrum entfernt sind.



Was ist Retail Banking?


Retail Banking bietet Finanzdienstleistungen für einzelne Verbraucher und nicht für große Institutionen. Es wird auch als Consumer Banking oder Personal Banking bezeichnet. Zu den Dienstleistungen des Retail Banking gehören unter anderem Spar- und Girokonten, Debit- oder Kreditkarten, Privatkredite, Hypotheken und Einlagenzertifikate.

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