Fortschreibung
Was ist ein Roll Forward? Verlängerung Ihres Optionskontrakts
Wichtige Erkenntnisse
- Roll forward bedeutet, die Verfallszeit einer Option, eines Futures-Kontrakts oder eines Forward zu verlängern, indem ein neuer längerfristiger Kontrakt eröffnet wird.
- Diese Praxis ermöglicht es Händlern, Positionen über das ursprüngliche Verfallsdatum des Kontrakts hinaus zu halten, indem sie Kontrakte schließen, abwickeln und wieder eröffnen.
- Sie wird in der Regel vor dem Verfall des ursprünglichen Kontrakts durchgeführt und erfordert die Abwicklung etwaiger Gewinne oder Verluste aus dem ursprünglichen Kontrakt.
- Roll forward ist vorteilhaft, um eine strategische Position am Markt über einen längeren Zeithorizont zu halten.
- Das Verständnis von Roll forward ist für Investoren, die mit endlichen Laufzeitwerten wie Optionen und Futures handeln, von entscheidender Bedeutung.
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Was ist ein Roll Forward?
Roll forward bedeutet, die Verfallszeit oder Laufzeit einer Option, eines Futures-Kontrakts oder eines Forward zu verlängern, indem man ihn durch einen neuen ersetzt. Dabei wird der ursprüngliche Kontrakt geschlossen und ein neuer längerfristiger Kontrakt auf denselben Basiswert zum aktuellen Marktpreis eröffnet.
Ein Roll forward hilft Händlern, ihre Anlagepositionen über das ursprüngliche Verfallsdatum des Kontrakts hinaus fortzuführen, da Options- und Futures-Kontrakte ein begrenztes Verfallsdatum haben. Sie wird in der Regel kurz vor dem Verfall des ursprünglichen Kontrakts durchgeführt. Dabei muss der Gewinn oder Verlust aus dem ursprünglichen Kontrakt abgewickelt werden.
Die Grundlagen von Roll Forwards verstehen
Ein Roll forward besteht aus zwei Schritten. Zunächst wird der ursprüngliche Kontrakt geschlossen. Dann wird eine neue Position mit einem späteren Verfallsdatum eröffnet. Diese beiden Schritte werden in der Regel gleichzeitig ausgeführt, um Slippage oder Gewinnerosion aufgrund einer Preisänderung des Basiswerts zu reduzieren.
Das Verfahren des Roll forward oder "Switch" variiert je nach Finanzinstrument.
Die Grundlagen des Optionshandels
Ein Roll forward kann mit dem gleichen Basispreis für den neuen Kontrakt wie für den alten durchgeführt werden, oder es kann ein neuer Basispreis festgelegt werden. Wenn der neue Kontrakt einen höheren Basispreis als der ursprüngliche Kontrakt hat, wird die Strategie als "Roll up" bezeichnet. Hat der neue Kontrakt einen niedrigeren Basispreis, spricht man von einem "Roll down". Diese Strategien können verwendet werden, um Gewinne zu schützen oder sich gegen Verluste abzusichern.
Betrachten Sie zum Beispiel einen Händler, der eine Call-Option mit Verfall im Juni und einem Basispreis von 10 $ auf die Widget Company hält. Die Aktie wird bei 12 $ gehandelt. Wenn die Call-Option kurz vor dem Verfall steht und der Händler weiterhin bullish für die Widget Company ist, kann er seine Anlageposition beibehalten und Gewinne schützen, indem er entweder die Juni-Call-Option verkauft oder gleichzeitig eine Call-Option mit Verfall im September und einem Basispreis von 12 $ kauft. Dieses "Roll up" auf einen höheren Basispreis reduziert die für die zweite Option gezahlte Prämie (im Vergleich zum Kauf einer neuen 10-$-Call-Option) und schützt so einen Teil der Gewinne aus dem ersten Trade.
Forward-Kontrakte erkunden
Devisentermingeschäfte (Forward Foreign Exchange Contracts) werden in der Regel gerollt, wenn das Fälligkeitsdatum zum Kassadatum wird. Wenn ein Anleger beispielsweise Euro gegen US-Dollar zu 1,0500 mit Wertstellung am 30. Juni gekauft hat, würde der Kontrakt am 28. Juni durch den Abschluss eines Swaps gerollt. Wenn der Kassakurs am Markt 1,1050 beträgt, würde der Anleger die gleiche Anzahl Euro zu diesem Kurs verkaufen und den Gewinn am 30. Juni in Dollar erhalten.
Die Euro würden sich auf null summieren, ohne dass Geld bewegt wird. Gleichzeitig würde der Anleger einen neuen Devisenterminkontrakt abschließen, um dieselbe Menge Euro zum neuen Terminwertstellungsdatum zu kaufen; der Kurs wäre der gleiche Kassakurs von 1,1050 plus/minus den Forward-Punkten bis zum neuen Wertstellungsdatum.
Ein Überblick über Futures-Kontrakte
Eine Futures-Position muss entweder vor dem First Notice Day (bei physisch gelieferten Kontrakten) oder vor dem Last Trading Day (bei bar abgerechneten Kontrakten) glattgestellt werden. Der Kontrakt wird in der Regel gegen Bargeld geschlossen, und der Anleger geht gleichzeitig denselben Futures-Kontrakthandel mit einem späteren Verfallsdatum ein.
Wenn ein Händler beispielsweise einen Rohöl-Future zu 110 $ mit Verfall im Juni long ist, würde er diesen Trade vor dem Verfall schließen und dann einen neuen Rohöl-Kontrakt zum aktuellen Marktkurs mit einem späteren Verfallsdatum eingehen.
Kurzfakt
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