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Forwardkontrakt

Terminkontrakt: Wie man ihn nutzt, Risiken und Beispiel



Was ist ein Terminkontrakt?


Ein Terminkontrakt ist ein außerbörslich gehandeltes (OTC) Instrument, das zwischen zwei Parteien maßgeschneidert wird, um einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis an einem zukünftigen Datum zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Verträge werden hauptsächlich zur Absicherung genutzt und bieten Flexibilität in Bezug auf Waren, Mengen und Liefertermine, sind jedoch aufgrund ihrer nicht standardisierten Natur und des Fehlens einer zentralen Clearingstelle mit höheren Ausfallrisiken verbunden.

Im Gegensatz zu Futures-Kontrakten, die standardisiert und an Börsen gehandelt werden, werden Terminkontrakte speziell auf die Bedürfnisse der beteiligten Parteien zugeschnitten, was sie ideal für das Management von Risiken im Zusammenhang mit Schwankungen der Rohstoffpreise, Zinssätze und Wechselkurse macht.



Wichtige Erkenntnisse


  • Ein Terminkontrakt ist eine anpassbare Vereinbarung zwischen zwei Parteien, einen Vermögenswert zu einem vorher festgelegten Preis an einem zukünftigen Datum zu kaufen oder zu verkaufen, die häufig zur Absicherung gegen Preisschwankungen genutzt wird.
  • Im Gegensatz zu Futures-Kontrakten sind Terminkontrakte außerbörslich (OTC) gehandelte Instrumente, die nicht an einer zentralen Börse gehandelt werden, was zu einem höheren Ausfallrisiko führt.
  • Terminkontrakte werden auf die spezifischen Bedürfnisse von Käufer und Verkäufer in Bezug auf Ware, Menge und Lieferdatum zugeschnitten, bieten Flexibilität, bergen aber aufgrund ihrer nicht standardisierten Natur auch Abwicklungsrisiken.
  • Das Fehlen einer täglichen Abrechnung oder eines Mark-to-Market kann die Parteien erheblichen Risiken aussetzen, wenn die Marktpreise stark vom vereinbarten Terminpreis abweichen.
  • Große Unternehmen nutzen Terminkontrakte zur Absicherung gegen Währungs- und Zinsrisiken, was zu einem riesigen, aber aufgrund der privaten Natur dieser Verträge weitgehend undurchsichtigen Markt beiträgt.
  • Investopedia / Paige McLaughlin


Die Grundlagen von Terminkontrakten


Im Gegensatz zu standardisierten Futures-Kontrakten kann ein Terminkontrakt an eine Ware, Menge und Lieferdatum angepasst werden. Gehandelt werden können Waren wie Getreide, Edelmetalle, Erdgas, Öl oder sogar Geflügel. Die Abwicklung eines Terminkontrakts kann auf Bar- oder Lieferbasis erfolgen.

Terminkontrakte werden nicht an einer zentralen Börse gehandelt und gelten daher als außerbörsliche (OTC) Instrumente. Der OTC-Status ermöglicht maßgeschneiderte Bedingungen, aber das Fehlen einer Clearingstelle erhöht das Ausfallrisiko.



Wichtig


Terminkontrakte tragen ein Ausfallrisiko und haben keine Clearingstelle, was sie im Vergleich zu Futures-Kontrakten für Privatanleger weniger zugänglich macht.



Vergleich von Terminkontrakten und Futures-Kontrakten


Sowohl Terminkontrakte als auch Futures-Kontrakte beinhalten die Vereinbarung, eine Ware zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Es gibt jedoch leichte Unterschiede zwischen den beiden. Während ein Terminkontrakt nicht an einer Börse gehandelt wird, wird ein Futures-Kontrakt an einer Börse gehandelt.

Die Abwicklung des Terminkontrakts erfolgt am Ende des Vertrags, während der Futures-Kontrakt täglich abgerechnet wird. Am wichtigsten ist, dass Futures-Kontrakte als standardisierte Verträge existieren, die nicht zwischen den Gegenparteien maßgeschneidert werden.1



Ausführliches Beispiel zur Funktionsweise eines Terminkontrakts


Betrachten Sie das folgende Beispiel eines Terminkontrakts. Nehmen wir an, ein landwirtschaftlicher Erzeuger hat zwei Millionen Scheffel Mais, die er in sechs Monaten verkaufen möchte, und ist besorgt über einen möglichen Rückgang des Maispreises. Daher schließt er mit seinem Finanzinstitut einen Terminkontrakt ab, um zwei Millionen Scheffel Mais zu einem Preis von 4,30 $ pro Scheffel in sechs Monaten zu verkaufen, mit Abwicklung auf Barbasis.

In sechs Monaten hat der Kassapreis für Mais drei Möglichkeiten:

Er liegt genau bei 4,30 $ pro Scheffel. In diesem Fall schulden sich der Erzeuger und das Finanzinstitut keine Geldbeträge, und der Vertrag wird geschlossen.

Er liegt höher als der Vertragspreis, sagen wir 5 $ pro Scheffel. Der Erzeuger schuldet dem Institut 1,4 Millionen $, also die Differenz zwischen dem aktuellen Kassapreis und dem vereinbarten Satz von 4,30 $.

Er liegt niedriger als der Vertragspreis, sagen wir 3,50 $ pro Scheffel. Das Finanzinstitut zahlt dem Erzeuger 1,6 Millionen $, also die Differenz zwischen dem vereinbarten Satz von 4,30 $ und dem aktuellen Kassapreis.



Verständnis der mit Terminkontrakten verbundenen Risiken


Viele große Unternehmen nutzen Terminkontrakte zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken, was den Markt erheblich macht. Die Details der Terminkontrakte sind privat, was die Schätzung der Marktgröße erschwert.

Die Größe und der fehlende Regulierungsrahmen des Terminkontraktmarktes können in worst-case Szenarien zu kaskadenartigen Ausfällen führen. Obwohl Banken und Finanzunternehmen dieses Risiko durch eine sorgfältige Auswahl ihrer Gegenparteien mindern, besteht die Möglichkeit eines großflächigen Ausfalls.

Ein Risiko nicht standardisierter Terminkontrakte besteht darin, dass sie nur am Abrechnungstag abgerechnet werden, im Gegensatz zu Futures, die mark-to-market bewertet werden. Was passiert, wenn der im Vertrag festgelegte Terminpreis zum Zeitpunkt der Abrechnung stark vom Kassakurs abweicht? Dies setzt das ursprüngliche Finanzinstitut einem höheren Ausfall- oder Nichterfüllungsrisiko aus als bei regulären mark-to-market Verträgen.

CME Group. "Futures Contracts Compared to Forwards."

CME Group. "Futures Contracts Compared to Forwards."

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