Fremdkapital
Fremdkapital verstehen: Definition, Verwendung und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- Fremdkapital ist Geld, das Unternehmen zurückzahlen müssen, im Gegensatz zu Eigenkapital, das den Aktionären gehört.
- Es umfasst Kredite, Kreditkarten, Überziehungsrahmen und Anleihen, die alle Zinsen kosten.
- Fremdkapital kann Gewinne steigern, aber auch das Verlustpotenzial erhöhen.
- Fast 80 % der kleinen US-amerikanischen Unternehmen nutzen Fremdkapital für den Geschäftsbetrieb.
- Der Kauf eines Hauses beinhaltet oft Fremdkapital in Form einer Hypothek.
Was ist Fremdkapital?
Fremdkapital beinhaltet die Nutzung geliehener Mittel für Investitionen und unterscheidet sich damit vom Eigenkapital. Es spielt eine wichtige Rolle für Unternehmen und Investoren, indem es Betrieb und Wachstum durch Instrumente wie Kredite, Kreditkarten, Überziehungsrahmen und Anleihen unterstützt. Während diese Art der Finanzierung das Ertragspotenzial erweitern kann, erhöht sie auch das Verlustrisiko aufgrund fester Rückzahlungsverpflichtungen.
Wie Fremdkapital funktioniert
Unternehmen benötigen Kapital, um zu operieren. Kapital ist Vermögen, das genutzt wird, um mehr Vermögen zu generieren. Für Unternehmen besteht Kapital aus Vermögenswerten – Immobilien, Fabriken, Lagerbestände, Bargeld usw. Unternehmen haben zwei Möglichkeiten, diese zu erwerben: Fremdfinanzierung und Eigenkapitalfinanzierung. Schulden sind Geld, das von Finanzinstituten, Privatpersonen oder dem Anleihemarkt geliehen wird. Eigenkapital ist Geld, das das Unternehmen bereits in seinen Kassen hat oder von potenziellen Eigentümern oder Investoren aufnehmen kann. Der Begriff 'Fremdkapital' wird verwendet, um mit Schulden erworbenes Kapital von mit Eigenkapital erworbenem Kapital zu unterscheiden.
Es gibt viele verschiedene Kreditmethoden, die Fremdkapital darstellen. Diese können in Form von Krediten, Kreditkarten, Überziehungskrediten und der Ausgabe von Schuldtiteln wie Anleihen auftreten. In allen Fällen muss der Kreditnehmer einen Zinssatz als Kosten der Kreditaufnahme zahlen. In der Regel sind Schulden durch Sicherheiten besichert. Beim Hauskauf ist die Hypothek durch das zu erwerbende Haus besichert. Fremdkapital kann jedoch auch die Form einer Schuldverschreibung annehmen, und in diesem Fall ist es nicht durch einen Vermögenswert besichert.
Fremdkapital wird in der Wirtschaft häufig verwendet, sei es aus persönlichen oder geschäftlichen Gründen.
Der Vorteil von Investitionen mit Fremdkapital ist das Potenzial für höhere Gewinne. Der Nachteil ist das Potenzial für größere Verluste, da das geliehene Geld unabhängig von der Wertentwicklung der Anlage irgendwie zurückgezahlt werden muss.
Fremdkapital in der Praxis: Ein Beispiel für den Hauskauf
Um ein Beispiel aus der persönlichen Finanzplanung zu nennen: Wenn eine Person ein Haus kauft, leistet sie in der Regel eine Anzahlung. Die Anzahlung stammt aus ihrem eigenen Vermögen; ihren Ersparnissen oder Erlösen aus dem Verkauf eines anderen Hauses. Wenn ein Haus 300.000 Dollar kostet, beträgt die Anzahlung 60.000 Dollar, was einer Anzahlung von 20 % entspricht; üblich in den Vereinigten Staaten. Die restlichen Kosten des Hauses in Höhe von 240.000 Dollar (300.000–60.000 Dollar) müssten geliehen werden.
Die zusätzlichen Mittel, die für den Kauf des Hauses benötigt werden, würden in Form eines Hypothekendarlehens von einer Bank kommen. Das Haus, das nun ein Vermögenswert des Hauseigentümers ist, wird also sowohl mit Eigenkapital als auch mit Schulden, also Fremdkapital in Form einer Hypothek, erworben. Die Kosten für die Kreditaufnahme von 240.000 Dollar würden mit einem monatlichen Zinssatz verbunden sein, den der Hauseigentümer zusätzlich zu den Tilgungsraten für die Rückzahlung des Darlehens zahlen müsste.