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Fungibilien

Fungible Güter erklärt: Definition, Beispiele und Handelseinblicke



Wichtige Erkenntnisse


  • Fungible Güter sind austauschbare Gegenstände, da sie für praktische Zwecke identisch sind.
  • Typische Beispiele für fungible Güter sind Rohstoffe, Stammaktien, Optionen und Dollarnoten.
  • Nicht-fungible Güter wie Diamanten und Immobilien haben einzigartige Eigenschaften, die ihren Wert beeinflussen.
  • Ein Rohstoff muss fungibel sein, um an einer Rohstoffbörse gehandelt werden zu können.
  • Aktien sind fungibel, das bedeutet, dass die Eigentumsgeschichte ihren Wert nicht verändert.


Was sind fungible Güter?


Fungible Güter sind Gegenstände, die austauschbar sind, da jede Einheit in Wert und Funktion identisch ist, wie Rohstoffe, Währungen und Aktien. Die Fungibilität ermöglicht es, diese Güter einfach zu handeln oder auszutauschen, ohne sich um individuelle Unterschiede kümmern zu müssen.

Diese Eigenschaft ist für einen effizienten Handel an Rohstoff- und Finanzbörsen notwendig. Im Gegensatz dazu sind nicht-fungible Gegenstände wie Immobilien oder Diamanten einzigartig und können nicht eins zu eins ausgetauscht werden.



Beispiele und Bedeutung fungibler Güter


Im Finanz- und Anlagebereich sind Rohstoffe, Stammaktien, Optionen und Dollarnoten Beispiele für fungible Güter. Der Begriff "fungibel" ist nicht gleichbedeutend mit Tauschhandel oder Liquidität. Ein im Tauschhandel gehandeltes Gut ist nicht unbedingt in Einheiten gleichwertig mit der eingetauschten Ware. Mit anderen Worten, es ist möglich, Produkte mit unterschiedlichem oder unvergleichbarem Wert zu tauschen. Ein Gegenstand gilt als liquide, wenn man ihn leicht gegen Geld oder ein anderes Gut eintauschen kann. Ein fungibles Gut ist nicht unbedingt liquide.

Ein Rohstoff muss fungibel sein, bevor er an einer Rohstoffbörse gehandelt werden kann. Eine bestimmte Rohstoffqualität, wie z. B. No. 2 yellow corn, ist ein fungibles Gut, da es keine Rolle spielt, wo der Mais angebaut wurde; es ist im Wesentlichen dasselbe Produkt. Aller Mais, der als No. 2 yellow corn bezeichnet wird, ist den gleichen Betrag wert.

Aktien gelten als fungible Güter. Es macht überhaupt keinen Unterschied, ob Warren Buffett oder ein anderer berühmter Investor die Aktien einmal besessen hat. Auch cross-gelistete Aktien sind fungible Güter. Es spielt keine Rolle, ob Sie eine Aktie von International Business Machines (IBM: NYSE) in den USA über die New York Stock Exchange (NYSE) oder im Vereinigten Königreich über die London Stock Exchange (LSE) gekauft haben.

Da börsennotierte Optionen als fungible Güter gelten, ist es möglich, Positionen durch das Eingehen von Gegenpositionen zu schließen. Wenn Sie beispielsweise eine Call-Option verkaufen (schreiben), können Sie die Position schließen, indem Sie einen Call mit demselben Basiswert, demselben Verfallsdatum und demselben Ausübungspreis kaufen – ihre Komponenten sind gleichwertig. Dies wird als Kauf zum Schließen bezeichnet.



Wichtig


Fungible Güter sind nicht unbedingt liquide – das bedeutet, dass Sie etwas leicht gegen Geld oder einen anderen Gegenstand eintauschen können.



Was macht Güter nicht-fungibel?


Vermögenswerte wie Diamanten, Grundstücke oder Baseballkarten sind nicht fungibel, da jede Einheit einzigartige Eigenschaften hat, die den Wert erhöhen oder mindern. Da einzelne Diamanten beispielsweise unterschiedliche Schliffe, Farben, Größen und Qualitäten haben, sind sie nicht austauschbar und können daher nicht als fungible Güter bezeichnet werden.

Immobilien sind niemals wirklich fungibel. Selbst in einer Straße mit identischen Häusern hat jedes Haus unterschiedliche Lärm- und Verkehrsbelastungen, befindet sich in unterschiedlichem Reparaturzustand und bietet einzigartige Ausblicke auf die Umgebung.



Wie die Nummerierung die Fungibilität beeinflusst


Wenn fungible Güter Nummern erhalten, sind sie möglicherweise nicht mehr fungibel. Das Hinzufügen eindeutiger Nummern zu Goldbarren, Sammlerstücken und anderen fungiblen Gütern ermöglicht es, sie zu unterscheiden. Daher können sie in einigen Fällen nicht mehr fungibel sein.

Gold ist von Natur aus fungibel, da eine Unze Gold einer anderen Unze Gold entspricht. Goldbarren können eindeutige Seriennummern erhalten und von bestimmten Anlegern gekauft werden, während sie noch von einem Verwahrer gehalten werden. Unter dieser Regelung spricht man von zugewiesenem Gold. Inhaber von zugewiesenem Gold haben im Falle einer Insolvenz in der Regel bessere rechtliche Schutzmaßnahmen. Sie besitzen bestimmte Goldbarren, die nicht als fungible Güter gelten.

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