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Gebundenes Wechselkurssystem

Verständnis gebundener Wechselkurssysteme: Vorteile & Nachteile



Wichtige Erkenntnisse


  • Ein System gebundener Wechselkurse koppelt die Währung eines Landes an eine andere und sorgt für einen stabilen Wechselkurs zwischen beiden.
  • Zentralbanken steuern Währungsschwankungen, indem sie den Geldumlauf basierend auf den Reserveniveaus anpassen.
  • Gekoppelte Währungen bieten Stabilität, schränken jedoch die Flexibilität der Geldpolitik und die Reaktion auf wirtschaftliche Veränderungen ein.
  • Eine Bindung kann Vorteile der Währungsabwertung einschränken und die Handelsdynamik erschweren.
  • Einige Länder verwenden eine Handelsspanne oder einen "crawling peg", um geringfügige Wechselkursanpassungen zu ermöglichen.


Was ist ein System gebundener Wechselkurse?


Ein System gebundener Wechselkurse koppelt eine Währung zu einem festgelegten Wechselkurs an eine andere. Es dient der Stabilisierung der Währung eines Landes. Auch als Währungsbindung bekannt, kann ein System gebundener Wechselkurse die Inflation niedrig halten und die Auswirkungen auf den Handel und das BIP eines Landes berechenbarer machen.



Die Funktionsweise von Systemen gebundener Wechselkurse verstehen


Länder legen Wechselkurspolitiken mit anderen Ländern fest, wie z.B. Hongkong und die USA, die eine Vereinbarung beinhalten, den Wert einer Währung an den der anderen zu binden oder zu koppeln. Dies hält den Wechselkurs auf einem stabilen Niveau zwischen den beiden Ländern. Es bedeutet auch, dass unabhängig von verschiedenen wirtschaftlichen Ereignissen die Kosten für Waren zwischen den beiden gekoppelten Währungen gleich bleiben.

Wenn der Wechselkurs zu stark vom festgelegten, fixen Verhältnis abweicht, wird von einer Zentralbank Geld hinzugefügt oder aus dem Umlauf genommen, um das Verhältnis wieder in den akzeptablen Bereich zu bringen. Die verwaltete Währung darf nur dann ausgegeben werden, wenn Reserven in der gekoppelten Währung vorhanden sind, um sie zu decken.

Systeme gebundener Wechselkurse waren für einige Länder von Vorteil. Der Hongkong-Dollar ist seit mehr als 30 Jahren an den US-Dollar gebunden.1 In dieser Zeit hat sich Hongkong zu einem internationalen Finanzzentrum entwickelt, und die Vermögenswerte in seinem Bankensystem sind um das 13-fache gestiegen. Auch sein Bruttoinlandsprodukt hat sich fast verzehnfacht.



Praxisbeispiel: Ein System gebundener Wechselkurse in Aktion


Die größte Volkswirtschaft Afrikas befindet sich in Nigeria, und seine Währung war viele Jahre an den US-Dollar gebunden. Bis 2016 war die Wirtschaft des Landes jedoch in eine Rezession gerutscht, und das Land beschloss, seine Währung, den Naira, vom US-Dollar zu lösen. Die nigerianische Zentralbank hob die Bindung auf, um die chronischen Devisenengpässe zu beheben, die dem Wachstum Nigerias als wichtiger Teil der afrikanischen Wirtschaft im Wege standen.

Der Naira wurde zu einer "managed float"-Währung, was bedeutet, dass sein Wechselkurs im Laufe der Zeit schwankt und seine Zentralbank versucht, den Wert der Währung im Verhältnis zu den Währungen anderer Länder durch den Kauf und Verkauf verschiedener Währungen zu beeinflussen, um innerhalb einer bestimmten Wechselkursspanne zu bleiben.



Einschränkungen und Herausforderungen von Systemen gebundener Wechselkurse


Die Zentralbank eines Landes verliert mit einer gekoppelten Währung einen Teil ihrer Kontrolle über Zinssätze, Inflation und andere grundlegende geldpolitische Fragen. Wenn es dem Land, an das die Währung gebunden ist, gut geht, kann ein anderes Land mit einer gekoppelten Währung beispielsweise die Währungsabwertung nicht zu seinem Vorteil im Handel mit ausländischen Partnern nutzen und keine Geldpolitik umsetzen, um sich an Veränderungen in der heimischen Wirtschaft anzupassen.

Oft legen Länder, die ein System gebundener Wechselkurse verwenden, eine Handelsspanne um den gewählten Wechselkurs fest. Diese Bandbreite um den festen Kurs, die oft plus/minus 1 % beträgt, verleiht dem System etwas Flexibilität. Einige Länder haben auch ein "crawling peg"-System eingeführt. Dieses System erlaubt eine Anpassung des festen Kurses, um Unterschiede in bestimmten wirtschaftlichen Faktoren zwischen dem Land mit der verwalteten Währung und dem Land der gebundenen Währung auszugleichen.

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