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Gegentrend

Countertrend-Strategie verstehen: Schlüsselkonzepte und Vorteile



Wichtige Erkenntnisse


  • Eine Gegentrendstrategie zielt auf Gewinne aus vorübergehenden Kurskorrekturen bei einem trendstarken Wertpapier ab.
  • Diese Strategie beinhaltet den Kauf oder Verkauf nach einer impulsiven Bewegung, um von einem korrektiven Hoch oder Tief zu profitieren.
  • Händler nutzen Momentum-Indikatoren und Umkehrmuster, um optimale Handelszeitpunkte in Gegentrendstrategien zu wählen.


Was ist eine Gegentrendstrategie?


Eine Gegentrendstrategie zielt darauf ab, von kurzfristigen Kursbewegungen gegen den Hauptmarkttrend zu profitieren. Sie versucht, vorübergehende Kurskorrekturen auszunutzen, wenn eine Aktie oder ein Markt vor der Fortsetzung der Gesamtrichtung zurückgeht. Händler, die diese Strategie anwenden, suchen nach Anzeichen dafür, dass eine aktuelle Kursbewegung übertrieben sein könnte und kurzzeitig umkehren wird. Wenn eine Aktie beispielsweise wochenlang steigt, aber plötzlich für ein paar Tage stark fällt, könnte ein Händler sie kaufen in der Erwartung einer kurzen Erholung. Gegentrendstrategien konzentrieren sich auf diese kurzfristigen Umkehrungen anstatt auf langfristige Trends.



Wie Gegentrendstrategien funktionieren


Eine Gegentrendstrategie zielt auf Korrekturen der Kursbewegung eines trendstarken Wertpapiers ab, um Geld zu verdienen. Konträre Händler setzen häufig Gegentrend-Strategien ein. Die Strategie beinhaltet den Kauf/Verkauf eines Wertpapiers, das eine impulsive bärische/bullische Bewegung durchgemacht hat, in der Hoffnung, dass eine korrektive Bewegung nach oben/unten es ihnen ermöglicht, es zu diesem höheren/niedrigeren Preis wieder zu verkaufen/kaufen. Das Paradigma „Kaufe niedrig, verkaufe hoch“ wird in beiden Fällen erfüllt, und das Konto des Händlers profitiert davon.

Händler, die diese Strategie anwenden, realisieren kleinere Gewinne und sind bereit, sich auszusteigen, falls die erwartete Korrektur nicht eintritt. Eine Gegentrendstrategie ignoriert die gängige Anlagephilosophie, dass der Trend dein Freund ist, zumindest vorübergehend.

Gegentrendstrategien nutzen Momentum-Indikatoren, Umkehrmuster und Handelsspannen, um die besten Bereiche für die Ausführung von Trades zu bestimmen. Händler, die diese Strategie anwenden, sollten stets bedenken, dass ein Wertpapier jederzeit seinen Trend wieder aufnehmen kann, und daher Risikomanagementtechniken wie Stop-Loss-Aufträge einsetzen, um mögliche Verluste zu begrenzen.



Aufbau einer Gegentrendstrategie


Händler können Momentum-Indikatoren wie den Relative Strength Index (RSI) in Verbindung mit Unterstützungs- und Widerstandszonen nutzen, um Wendepunkte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu lokalisieren. Beispielsweise könnte ein Gegentrend-Händler ein Wertpapier kaufen, wenn es bei einem 52-Wochen-Tief Unterstützung findet und der RSI einen überverkauften Wert unter 30 anzeigt. Umgekehrt könnte der Händler eine Short-Position eröffnen, wenn der Kurs des Wertpapiers einen Widerstandsbereich erreicht und der RSI über 70 steigt.

Zur weiteren Bestätigung kann der Händler auf ein bullisches oder bärisches Candlestick-Muster warten, bevor er den Trade eingeht. Die Gegentrendspanne sollte breit genug sein, um ein Kursziel zu haben, das mindestens doppelt so breit ist wie der Stop-Loss. Wenn ein Händler beispielsweise einen Stop-Loss von 5 $ verwendet, sollte das Kursziel mindestens 10 $ betragen.



Vorteile einer Gegentrendstrategie


Erhöhte Handelsmöglichkeiten: Wenn der Kurs eines Wertpapiers innerhalb einer Handelsspanne schwankt, ergeben sich viele Gelegenheiten, bei Unterstützung zu kaufen und bei Widerstand leerzuverkaufen. Ein Anleger müsste möglicherweise längere Zeit stillhalten, wenn er nur Rückschläge in einem trendstarken Markt handelt.

Geringere Drawdowns: Gegentrendstrategien haben im Vergleich zu Trendfolgestrategien typischerweise geringere Drawdowns, da Händler regelmäßig kleinere Gewinne mitnehmen. Obwohl eine Trendstrategie insgesamt substanziellere Gewinne erzielen kann, wird der Händler möglicherweise mehrere Male ausgestoppt, bevor er eine große Bewegung erfasst.



Nachteile einer Gegentrendstrategie


Provisionen und Gebühren: Die Nutzung von mehr Handelsmöglichkeiten führt zu höheren Provisionszahlungen. Händler, die eine Gegentrendstrategie anwenden und eine beträchtliche Anzahl monatlicher Transaktionen erwarten, sollten die Verwendung einer provisionsstruktur pro Aktie in Betracht ziehen. Das bedeutet, dass der Broker eine Pauschalgebühr pro Aktie anstatt einer Gebühr pro Trade erhebt. Händler zahlen dann nur eine Provision für die Anzahl der gehandelten Aktien, was ihnen ermöglicht, Positionen kostengünstiger auf- und abzubauen.

Zeitaufwändige Natur: Gegentrendbewegungen dauern nicht so lange wie Trendbewegungen; daher müssen Händler die Märkte häufig überwachen, um die besten Ein- und Ausstiegspunkte für ihre Trades zu finden. Händler können ihre Gegentrendstrategien automatisieren, um diese Einschränkung zu überwinden.

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