Geldzentrumsbanken
Geldzentrumsbanken: Definition, Überblick, und ihre wirtschaftliche Rolle
Wichtige Erkenntnisse
- Geldzentrumsbanken konzentrieren sich auf Transaktionen mit Regierungen, großen Unternehmen und anderen Banken, nicht mit einzelnen Verbrauchern.
- Zu den großen US-Geldzentrumsbanken gehören Bank of America, Citi, JP Morgan und Wells Fargo.
- Diese Banken beschaffen Kapital hauptsächlich über in- und ausländische Geldmärkte, nicht über Kundeneinlagen.
- Trotz Herausforderungen während der Finanzkrise 2008 profitierten Geldzentrumsbanken von der quantitativen Lockerung, was die wirtschaftliche Erholung unterstützte.
- Geldzentrumsbanken bieten hohe Dividendenrenditen, was sie für einkommensorientierte Anleger attraktiv macht.
Was sind Geldzentrumsbanken?
Geldzentrumsbanken sind Finanzinstitute, die sich hauptsächlich mit der Kreditaufnahme und -vergabe an große Einrichtungen wie Regierungen, große Unternehmen und andere Banken befassen, nicht an einzelne Verbraucher. Diese Banken befinden sich in wichtigen Wirtschaftszentren wie London, Hongkong, Tokio und New York und spielen eine entscheidende Rolle im globalen Finanzsystem. Geldzentrumsbanken sind von zentraler Bedeutung für die Steuerung großer Kapitalströme und die Unterstützung der wirtschaftlichen Stabilität. In diesem Leitfaden erfahren Sie mehr über ihre Struktur, ihre Aufgaben und wie sie sich von traditionellen Banken unterscheiden.
Wie Geldzentrumsbanken im Finanzsystem agieren
Geldzentrumsbanken befinden sich in der Regel in großen Wirtschaftszentren wie London, Hongkong, Tokio und New York. Aufgrund ihrer großen Bilanzen sind diese Banken in nationale und internationale Finanzsysteme eingebunden.
Rolle der Geldzentrumsbanken in der Finanzkrise 2008
Vier Beispiele für große Geldzentrumsbanken in den Vereinigten Staaten sind Bank of America, Citi, JP Morgan und Wells Fargo, neben anderen. Während der Finanzkrise 2008 hatten diese Banken finanzielle Schwierigkeiten; jedoch griff die US-Notenbank mit drei Phasen der quantitativen Lockerung (QE) ein und kaufte Hypotheken zurück.
Im Jahr 2004 erreichte der US-amerikanische Wohneigentumsanteil mit 70 % seinen Höhepunkt; im letzten Quartal 2005 begannen die Immobilienpreise zu fallen, was im Jahr 2006 zu einem Rückgang des US-amerikanischen Bauindex für Wohnimmobilien um 40 % führte. Zu diesem Zeitpunkt konnten Subprime-Kreditnehmer die höheren Zinssätze nicht mehr verkraften und begannen, mit ihren Krediten in Verzug zu geraten. Im Jahr 2007 meldeten mehrere Subprime-Kreditgeber Insolvenz an. Dies hatte einen Dominoeffekt in der gesamten US-amerikanischen Finanzdienstleistungsbranche – und traf natürlich viele Geldzentrumsbanken hart.
Während der QE-Periode hatten diese Finanzinstitute einen stetigen Geldstrom, mit dem sie neue Hypotheken und Kredite vergeben konnten, was die gesamtwirtschaftliche Erholung unterstützte.
Nach dem Ende der QE-Programme befürchteten viele, dass Geldzentrumsbanken ohne Unterstützung nicht organisch wachsen könnten. Dies lag daran, dass die Haupteinnahmequellen der Banken Zinserträge aus Krediten und Hypotheken waren. Allerdings begannen die US-Zinssätze zu steigen, und damit stieg auch der Nettozinsertrag der Geldzentrumsbanken.
Dividendenerträge von Geldzentrumsbanken verstehen
Die meisten Geldzentrumsbanken beschaffen Gelder auf in- und ausländischen Geldmärkten (im Gegensatz zu traditionellen Banken, die auf Einleger angewiesen sind). Die Dividendenrenditen dieser Institute sind für manche beneidenswert, die solche Wertpapiere gerne zur Einkommenserzielung halten.
Die Formel zur Berechnung der Dividendenrendite lautet wie folgt:
= Annual Dividends Per SharePrice Per Share\displaystyle{=\ \frac{\text{Annual Dividends Per Share}}{\text{Price Per Share}}}= Price Per ShareAnnual Dividends Per Share
Schätzungen für die laufende Jahresrendite verwenden oft die Dividendenrendite des Vorjahres oder die letzte Quartalsrendite, multiplizieren diese dann mit vier (saisonbereinigt) und teilen sie durch den aktuellen Aktienkurs.
Quartalsrenditen werden zu Vergleichszwecken oft annualisiert. Eine Aktie oder Anleihe könnte im ersten Quartal eine Rendite von 5 % erzielen. Wir könnten die Rendite annualisieren, indem wir 5 % mit der Anzahl der Perioden oder Quartale in einem Jahr multiplizieren. Die Anlage hätte eine annualisierte Rendite von 20 %, da ein Jahr vier Quartale hat (5 % * 4 = 20 %).
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