George A Akerlof
George Akerlof: Die Erkenntnisse des Ökonomen zu asymmetrischer Information
Wichtige Erkenntnisse
- Akerlofs Arbeit von 1970, "The Market for Lemons," erklärt Marktprobleme bei asymmetrischer Information.
- Seine Analyse brachte ihm 2001 den Nobelpreis zusammen mit Michael Spence und Joseph Stiglitz ein.
- Akerlof verfasste Bücher wie "Animal Spirits" und "Identity Economics".
- Er entwickelte die "Fair Wage-Effort-Hypothese" mit Janet Yellen.
- Akerlofs Forschung umfasst den "reproductive technology shock", der die Zunahme von Geburten außerhalb der Ehe erhöhte.
- George A. Akerlof ist ein neukeynesianischer Ökonom, Schriftsteller und emeritierter Professor an der University of California, Berkeley. Er erhielt 2001 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften zusammen mit A. Michael Spence und Joseph E. Stiglitz für ihre Analysen von Informationsasymmetrie. Er ist bekannt für seine Arbeit von 1970, "The Market for Lemons, Quality Uncertainty and the Market Mechanism", und für das Konzept der asymmetrischen Information.
- Akerlof ist der Autor von "Animal Spirits: How Human Psychology Drives the Economy, and Why It Matters for Global Capitalism" und "Identity Economics: How Our Identities Shape Our Work, Wages, and Well-Being". Er arbeitete mit Janet Yellen, seiner Ehefrau und ehemaligen Vorsitzenden der Federal Reserve, an der Fair Wage-Effort-Hypothese zusammen.
- Investopedia / Lara Antal
George Akerlofs Anfänge: Ausbildung und prägende Jahre
George A. Akerlof wurde am 17. Juni 1940 in New Haven, CT, geboren. Er erwarb einen Bachelor-Abschluss an der Yale University und promovierte 1966 am Massachusetts Institute of Technology. Er wurde Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of California, Berkeley, wo er heute noch tätig ist.
Verständnis von "The Market for Lemons" und Informationsasymmetrie
George A. Akerlof stellte seine Theorie der Märkte unter asymmetrischer Information in seiner Arbeit "The Market for Lemons, Quality Uncertainty and the Market Mechanism" vor, die 1970 veröffentlicht wurde.
Asymmetrische Information liegt vor, wenn eine Partei einer wirtschaftlichen Transaktion über mehr Informationen verfügt als die andere. "The Market for Lemons" führt das Beispiel eines Gebrauchtwagenkaufs an, bei dem der Verkäufer mehr Informationen hat als der Käufer auf einem Markt sowohl mit hochwertigen Autos als auch mit "Lemons" (schlechten Autos).
Akerlof behauptet, dass wenn ein Käufer nicht zwischen dem hochwertigen Auto und dem "Lemon" unterscheiden kann, der Käufer nicht bereit ist, den tatsächlichen Wert des besseren Fahrzeugs zu zahlen. Aufgrund der begrenzten Informationen geht der Käufer davon aus, dass auch das bessere Auto von geringerer Qualität ist, und der Käufer wird folglich einen niedrigeren Preis selbst für ein hochwertiges Auto bieten.
Dies führt dazu, dass alle Autopreise fallen, und es entsteht ein Markt nur mit niedrigpreisigen "Lemons". Dies zwingt paradoxerweise Verkäufer neuer oder hochwertiger Autos dazu, die Zuverlässigkeit ihres Produkts nachzuweisen, oft durch Maßnahmen wie Garantien.
George A. Akerlof teilte sich 2001 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften mit A. Michael Spence und Joseph E. Stiglitz für ihre Analysen von Märkten mit asymmetrischer Information.
Akerlof wird insbesondere für seinen Beitrag zur Untersuchung von Märkten gewürdigt, auf denen Verkäufer von Produkten mehr Informationen über die Produktqualität haben als Käufer, und zeigte, dass minderwertige Produkte hochwertige Produkte auf solchen Märkten verdrängen können und dass die Preise hochwertiger Produkte darunter leiden können.
Was ist Identity Economics?
In seinem Buch "Identity Economics" aus dem Jahr 2011 vertritt George A. Akerlof die Idee, dass Menschen wirtschaftliche Entscheidungen sowohl auf der Grundlage monetärer Anreize als auch ihrer Identität treffen und dass Menschen Handlungen vermeiden, die mit ihrem Selbstbild in Konflikt stehen.
Was ist die Fair Wage-Effort-Hypothese?
1990 entwickelten George A. Akerlof und seine Frau Janet Yellen, ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve, die Theorie der "Fair Wage-Effort-Hypothese". Yellen und Akerlof argumentieren, dass "Arbeitnehmer proportional ihren Einsatz verringern, wenn ihr tatsächlicher Lohn unter ihrem fairen Lohn liegt". Ein solches Verhalten verursacht Arbeitslosigkeit und ist auch mit beobachteten Querschnittslohndifferenzen und Arbeitslosenmustern vereinbar.
Was ist der Reproductive Technology Shock?
1996 beschrieb Akerlof ein Phänomen, das er als "Reproductive Technology Shock" bezeichnete. Er argumentierte, dass die neuen Technologien, die zur sexuellen Revolution im späten 20. Jahrhundert beigetragen hatten, wie moderne Verhütung und legale Abtreibung, nicht nur die Häufigkeit von Geburten außerhalb der Ehe nicht unterdrückt, sondern sogar erhöht hatten.