gesetzlicher Zinssatz
Verständnis der gesetzlichen Zinssätze und Wuchergesetze
Wichtige Erkenntnisse:
- Der gesetzliche Zinssatz ist der maximale Zinssatz, den Kreditgeber für Schulden verlangen können.
- Zinssätze, die diese gesetzliche Grenze überschreiten, gelten als Wucher und werden in den meisten Bundesstaaten bestraft.
- Jeder US-Bundesstaat legt seinen eigenen gesetzlichen Zinssatz und seine eigenen Wuchergesetze fest.
- Kreditgeber können diese Gesetze umgehen, indem sie sich in Bundesstaaten mit milderen Vorschriften niederlassen.
- Bundesstaaten wie Delaware und South Dakota erlauben aufgrund lockerer Wuchergesetze höhere Zinssätze.
Was ist der gesetzliche Zinssatz?
Der gesetzliche Zinssatz legt eine Obergrenze fest, wie viel Kreditgeber verlangen dürfen, und hilft so, überhöhte oder wucherische Zinssätze zu verhindern, die Kreditnehmer schädigen könnten. Wuchergesetze und ihre Strafen variieren stark je nach Rechtsgebiet, was die Anwendung dieser Grenzen erschwert, und einige Kreditgeber, wie Kreditkartenaussteller und nationale Banken, können staatliche Obergrenzen durch Gründungspraktiken umgehen.
Den gesetzlichen Zinssatz aufschlüsseln
Ein Zinssatz, der den gesetzlichen Zinssatz übersteigt, wird als Wucher eingestuft. In den meisten Bundesstaaten gibt es in der Regel strenge Strafen für Wucher, wie Geldstrafen oder sogar die Verwirkung des Kapitals und/oder der Zinsen. Der gesetzliche Zinssatz kann auch als der höchste Satz definiert werden, den Kreditgeber für einen Rechtsanspruch verlangen können, der vor Gericht durchsetzbar ist.
In den Vereinigten Staaten sind die einzelnen Bundesstaaten für die Festlegung ihrer eigenen Zinsgesetze verantwortlich. Obwohl diese Art von Finanzaktivitäten unter die Handelsklausel der Verfassung fallen könnte, hat sich der Kongress traditionell nicht mit Wucher befasst. Die Regierung betrachtet die Einziehung von Zinszahlungen durch gewaltsame Mittel als Bundesdelikt.
Wie Bundesstaaten die Gesetze zum gesetzlichen Zinssatz anwenden
Jeder Bundesstaat kann durch seine jeweiligen Gesetze einen gesetzlichen Zinssatz festlegen. Beispielsweise legt New York seine Zinssätze vierteljährlich fest. Delawares gesetzlicher Zinssatz liegt 5 %1 über dem Leitzins der Federal Reserve, was ihn Schwankungen unterwirft.
Zusätzlich zu diesen Grenzen legen die Bundesstaaten in der Regel separate allgemeine Wuchergrenzen fest, die höher sein können. New Yorks Grenze liegt bei 16 %2 für zivilrechtlichen Wucher und 25 %3 für strafrechtlichen Wucher. Banken und andere Finanzierungsanbieter, die in einem Bundesstaat tätig sind, können dem gesetzlichen Zinssatz dieses Rechtsgebiets unterliegen.
Es gibt bestimmte Ausnahmen und Umstände, die es Kreditgebern erlauben können, Sätze zu verlangen, die über dem gesetzlichen Zinssatz einer Gerichtsbarkeit liegen. Kunden können auf diesen Schutz verzichten, wenn sie eine Finanzierung beantragen. Viele Kreditgeber und Finanziers verlangen möglicherweise, dass ihre Kunden eine solche Vereinbarung unterschreiben, um eine Finanzierung zu erhalten.
Die Formulierung, die dem Unternehmen das Recht einräumt, höhere Zinssätze zu verlangen, kann in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten sein. Die Zustimmung zur Aufnahme einer Finanzierung zu dem vom Kreditgeber zugewiesenen Zinssatz könnte den Schutz, den ein gesetzlicher Zinssatz bietet, außer Kraft setzen, unabhängig davon, ob der Kunde später angibt, seine Rechte vollständig verstanden zu haben.
Wichtige Überlegungen zu gesetzlichen Zinssätzen
Kreditgeber könnten einen gesetzlichen Zinssatz durch ähnliche Methoden umgehen, die auch zur Umgehung von Wuchergesetzen verwendet werden. Beispielsweise dürfen Kreditkartenanbieter Zinssätze auf der Grundlage des Bundesstaates verlangen, in dem das Unternehmen ansässig ist, und nicht der Bundesstaaten, in denen ihre Kunden leben. Der Kreditgeber könnte sich dafür entscheiden, sich in einem Bundesstaat wie Delaware niederzulassen, der im Vergleich zu anderen Bundesstaaten großzügigere Wuchergesetze bietet.
Kreditkartenunternehmen haben in der Regel die Möglichkeit, Zinssätze zu verlangen, die in dem Bundesstaat zulässig sind, in dem das Unternehmen gegründet wurde, anstatt die Wuchergesetze zu befolgen, die in den Bundesstaaten gelten, in denen die Kreditnehmer leben. National zugelassene Banken können ebenfalls den höchsten Zinssatz anwenden, der in dem Bundesstaat zulässig ist, in dem das Institut gegründet wurde. Durch die Gründung in Bundesstaaten wie Delaware oder South Dakota haben Kreditgeber historisch von einem größeren Spielraum profitiert, der durch die großzügigen Wuchergesetze dieser Bundesstaaten gewährt wird.