Giftige Vermögenswerte
Giftige Vermögenswerte: Was es bedeutet, wie es funktioniert
Was sind toxische Vermögenswerte?
Toxische Vermögenswerte sind Anlagen, die schwer oder gar nicht mehr zu verkaufen sind, weil die Nachfrage nach ihnen zusammengebrochen ist. Es gibt keine willigen Käufer für toxische Vermögenswerte, da sie allgemein als garantierte Methode zum Geldverlust angesehen werden.
Der Begriff toxischer Vermögenswert wurde während der Finanzkrise 2008 geprägt, um den Zusammenbruch des Marktes für hypothekenbesicherte Wertpapiere, besicherte Schuldverschreibungen (CDOs) und Credit Default Swaps (CDS) zu beschreiben. Riesige Mengen dieser Vermögenswerte befanden sich in den Büchern verschiedener Finanzinstitute. Als sie unverkäuflich wurden, wurden toxische Vermögenswerte zu einer echten Bedrohung für die Zahlungsfähigkeit der Banken und Institute, die sie besaßen.
Wichtige Erkenntnisse
- Toxische Vermögenswerte sind Anlagen, die wertlos geworden sind, weil der Markt für sie zusammengebrochen ist.
- Toxische Vermögenswerte erhielten ihren Namen während der Finanzkrise 2008, als der Markt für hypothekenbesicherte Wertpapiere zusammen mit der Immobilienblase platzte.
- Sogenannte Geierkapitalisten suchen gezielt nach toxischen Vermögenswerten, die möglicherweise unterbewertet sind, und versuchen, sie wieder profitabel zu machen.
Toxische Vermögenswerte verstehen
Toxische Vermögenswerte wurden ursprünglich als problematische Vermögenswerte bezeichnet. Es bedurfte der Finanzkrise 2008, um einen plastischeren Begriff zu prägen. Damals wurde klar, dass einige der größten US-Finanzinstitute auf riesigen Mengen wertloser Vermögenswerte saßen. Tatsächlich verloren sie so schnell an Wert, wie viele es für unmöglich gehalten hatten.
Diese Unterschätzung des Abwärtsrisikos mag zum Teil mangelnder Vorstellungskraft geschuldet gewesen sein, wurde jedoch durch mangelnde Strenge der Ratingagenturen noch verschärft.
Wie ein Vermögenswert toxisch wird
Ein toxischer Vermögenswert lässt sich am besten anhand eines Beispiels beschreiben. John kauft ein Haus und nimmt bei Bank A ein Hypothekendarlehen über 400.000 USD mit einem Zinssatz von 5 % auf. Durch den als Verbriefung bekannten Prozess wandelt Bank A das Darlehen in ein hypothekenbesichertes Wertpapier um und verkauft es an Bank B. Bank B besitzt nun einen ertragsbringenden Vermögenswert: die von John gezahlten Hypothekenzinsen in Höhe von 5 %. John zahlt seine Hypothek weiter, da die Immobilienpreise steigen und seine Hypothek schrumpft. Er baut Eigenkapital auf, auf das er zu einem späteren Zeitpunkt zurückgreifen kann. Alle gewinnen.
Dann beginnen die Immobilienpreise zu fallen. Es stellt sich heraus, dass John sich mehr geliehen hat, als er sich leisten konnte, und das Haus ist weniger wert, als er darauf schuldet. John kommt mit seiner Hypothek in Verzug. Bank B erhält die ihr zustehenden Zahlungen nicht mehr. Das Haus kann, wenn überhaupt, nur mit Verlust verkauft werden. Das hypothekenbesicherte Wertpapier der Bank B ist zu einem toxischen Vermögenswert geworden.
Wichtig
Man kann sagen, dass die Finanzkrise 2008 durch eine Unterschätzung des Abwärtsrisikos in Verbindung mit mangelnder Strenge der Ratingagenturen verursacht wurde.
Skalieren Sie dies um den Faktor Millionen, und Sie haben die Geschichte der Hypothekenkrise.
Umgang mit toxischen Vermögenswerten
Es gibt kein endgültiges Rezept für den Umgang mit toxischen Vermögenswerten, aber es gibt ein Beispiel für eine Strategie, die funktioniert hat.
In der Folge der Finanzkrise 2008 war das Troubled Asset Relief Program (TARP) die Lösung der US-Regierung. Es schuf einen gesetzlich vorgeschriebenen und staatlich geförderten Käufer der letzten Instanz, der diese Vermögenswerte aus den Büchern der Finanzinstitute nahm und ihnen ermöglichte, die Blutung zu stoppen.
Dies zusammen mit Maßnahmen der Federal Reserve, Geld in das System zu pumpen, bewahrte die Weltwirtschaft wahrscheinlich davor, in eine vollständige Depression statt in eine schwere Rezession zu stürzen.
Im Dezember 2013 schloss das Finanzministerium TARP ab, und die Regierung kam zu dem Schluss, dass ihr Programm mehr als 11 Milliarden US-Dollar für die Steuerzahler eingebracht hatte. TARP erzielte Rückflüsse in Höhe von insgesamt 441,7 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu investierten 426,4 Milliarden US-Dollar.
Die Regierung nahm auch für sich in Anspruch, die amerikanische Automobilindustrie vor dem Zusammenbruch bewahrt, mehr als eine Million Arbeitsplätze gerettet, zur Stabilisierung der Banken beigetragen und die Kreditverfügbarkeit für Privatpersonen und Unternehmen wiederhergestellt zu haben.
Wer will toxische Vermögenswerte?
Einige professionelle Anleger spezialisieren sich auf die Anhäufung toxischer Vermögenswerte. Sie sind überzeugt, dass der Wert dieser Vermögenswerte weit unter das Niveau gedrückt ist, das ihre Fundamentaldaten rechtfertigen.
Diese sogenannten Geierinvestoren hoffen, Gewinne zu erzielen, wenn die Angst nachlässt und der Markt für solche Vermögenswerte zurückkehrt.
Investieren
Alternative Anlagen