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Globalcrossing

Global Crossing verstehen: Geschichte, Betrieb und wichtige Beispiele



Wichtige Erkenntnisse


  • Global Crossing war ein Telekommunikationsanbieter, der für seine Insolvenz und Bilanzskandale bekannt war.
  • Die Insolvenz des Unternehmens im Januar 2002 war zu dieser Zeit die viertgrößte in der US-Geschichte.
  • Global Crossing betrieb Bilanzierungspraktiken wie Kapazitätstausche, um Einnahmen fälschlich aufzublähen.
  • Das Unternehmen legte zahlreiche Klagen wegen Wertpapierbetrugs bei und schied 2004 aus der Insolvenz aus.
  • Im Jahr 2011 wurde Global Crossing von Level 3 Communications für 3 Milliarden US-Dollar übernommen.


Was ist Global Crossing?


Global Crossing war ein großer Telekommunikationsanbieter, dessen berühmte Insolvenz im Januar 2002 der der Enron Corporation im Dezember 2001 folgte. Zu dieser Zeit war die Insolvenz von Global Crossing die viertgrößte in der US-Geschichte.

Das multinationale Unternehmen war bekannt für seine aggressiven und angeblich betrügerischen Bilanzierungspraktiken. Es prüfte sogar eine mögliche Transaktion mit Enron, die die jeweiligen Einnahmen jedes Unternehmens um 650 Millionen US-Dollar aufgebläht hätte.

Im Jahr 2004 legte es zahlreiche Klagen wegen angeblichen Wertpapierbetrugs bei. Schließlich wurde Global Crossing im Oktober 2011 von Level 3 Communications in einem Deal im Wert von 3 Milliarden US-Dollar übernommen.



Analyse der Geschichte und Praktiken von Global Crossing


Für viele Anleger ist Global Crossing als Beispiel für die irrationale Übertreibung in Erinnerung, die auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase stattfand. In dieser Hinsicht wird es oft zusammen mit dem berüchtigten Energieunternehmen Enron Corporation genannt.

Der Vergleich zwischen Global Crossing und Enron ist nicht unbegründet. Im Jahr 2001 prüften die beiden Unternehmen beispielsweise eine mögliche Transaktion, bei der sie ihre jeweiligen Einnahmen um 650 Millionen US-Dollar aufblähen würden, obwohl tatsächlich keine Waren oder Dienstleistungen den Besitzer wechselten. Obwohl diese Transaktion nie abgeschlossen wurde, ist sie ein treffendes Beispiel für die aggressiven und wohl betrügerischen Strategien, die beide Unternehmen verfolgten, um ihr Wachstum voranzutreiben.

Schließlich meldete Enron im Dezember 2001 Insolvenz an, Global Crossing folgte weniger als einen Monat später. Zu dieser Zeit war die Insolvenz von Global Crossing die viertgrößte in der US-Geschichte. Im Jahr 2005 einigte es sich mit der Securities and Exchange Committee (SEC). Gemäß den Bedingungen dieser Einigung wurde festgestellt, dass Global Crossing zahlreiche Bilanzierungsgesetze nicht eingehalten hatte.



Wichtig


Eine der Methoden, mit denen Global Crossing seine Gewinne aufblähte, war die Verwendung sogenannter Kapazitätsswaps. Diese Methode bezieht sich auf die Praxis des legalen Austauschs von Telekommunikationskapazitätsrechten zwischen Anbietern, um die Erfassung neuer Einnahmen zu rechtfertigen. Diese Praxis wurde oft durchgeführt, ohne dass tatsächlich Geld, Waren oder Dienstleistungen den Besitzer wechselten, wodurch die Illusion produktiver Tätigkeit entstand.



Fallstudie: Finanzielle Herausforderungen und Wiederaufstieg von Global Crossing


Zum Zeitpunkt seiner Insolvenz im Januar 2002 besaß Global Crossing Vermögenswerte von über 20 Milliarden US-Dollar. Diese Vermögenswerte wurden nach und nach verkauft, und das Unternehmen schied im April 2004 nach der Beilegung zahlreicher Klagen wegen angeblicher Wertpapierbetrugshandlungen aus der Insolvenz aus.

Nach seinem Austritt aus der Insolvenz verfolgte Global Crossing neue Wachstumschancen durch eine Reihe von Übernahmen auf der ganzen Welt. Im Oktober 2011 wurde das Unternehmen selbst von Level 3 Communications in einem Deal im Wert von 3 Milliarden US-Dollar übernommen.

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