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Grenzausgleichssteuer

Verständnis der Grenzausgleichsteuer: Auswirkungen auf Handel und Investitionen



Wichtige Erkenntnisse


  • Die Grenzausgleichssteuer (BAT) besteuert Güter, die in den USA verbraucht werden, und befreit Exporte von der Besteuerung.
  • Importierte Güter werden besteuert, Exporte bleiben jedoch unbesteuert, was die Produktion innerhalb der USA fördert.
  • Kritiker befürchten höhere Verbraucherpreise, während Befürworter glauben, dass ein stärkerer Dollar den Handel stabilisieren wird.
  • Die BAT zielt darauf ab, die Gewinnverlagerung ins Ausland zu unterbinden, indem ausschließlich der Inlandsverbrauch besteuert wird.
  • Der Vorschlag löste erhebliche Debatten und unterschiedliche Meinungen über seine wirtschaftlichen Auswirkungen aus.


Was ist die Grenzausgleichssteuer?


Die Grenzausgleichssteuer (BAT) ist ein konsumbasierter Vorschlag, der Importe besteuern würde, während Exporte ausgenommen wären – eine Veränderung, die die Handelsbilanzen neu gestalten könnte. Politiker, Ökonomen und große Einzelhändler diskutieren über ihre Auswirkungen auf US-Unternehmen, den Welthandel, die Währungsstärke und die Verbraucherpreise.



Grenzausgleichssteuer: Auswirkungen auf den internationalen Handel


Die Grenzausgleichssteuer (BAT) erhebt eine Steuer abhängig davon, wo eine Ware verbraucht wird, und nicht, wo sie produziert wird. Wenn beispielsweise ein Unternehmen Reifen nach Mexiko verschifft, wo sie zur Herstellung von Autos verwendet werden, wird der Gewinn, den das Reifenunternehmen mit den exportierten Reifen erzielt, nicht besteuert. Kauft jedoch ein US-Automobilunternehmen Reifen aus Mexiko zur Verwendung in in den USA hergestellten Autos, wird das Geld, das das Unternehmen mit den in den USA verkauften Autos (einschließlich der Reifen) verdient, besteuert.

Darüber hinaus kann das Unternehmen die Kosten der importierten Reifen nicht als Betriebsausgabe abziehen. Das Konzept wurde erstmals 1997 von dem Ökonomen Alan J. Auerbach vorgeschlagen, der der Ansicht war, dass das Steuersystem mit den Geschäftszielen und dem nationalen Interesse im Einklang stehen würde.



Wirtschaftliche Auswirkungen der Grenzausgleichssteuer


Eine Steuer auf Konsumgüter erhöht in der Regel die Verbraucherpreise, aber Auerbachs Theorie besagt, dass die BAT die Inlandswährung stärken würde und dass die stärkere Inlandswährung den Preis importierter Güter effektiv senken würde. Dies gleicht eine höhere Steuer auf Importe effektiv aus.

Diese Steuer soll Ungleichgewichte bei grenzüberschreitenden Geldströmen ausgleichen und den Anreiz von Unternehmen zur Gewinnverlagerung ins Ausland verringern. Dies macht die DBCFT zu einer Steuer und nicht zu einem Zoll. Obwohl es sich um eine Steuer auf Importe und eine Exportsubvention handelt, ist der Satz der Grenzausgleiche paarweise und symmetrisch. Daher heben sich die Auswirkungen dieser beiden Komponenten – der Importsteuer und der Exportsubvention – auf den Handel gegenseitig auf. Die gemeinsame Anwendung führt zu keinen Handelsverzerrungen, während die getrennte Einführung dies tun würde.

Kritiker der Steuer argumentieren, dass die Preise für importierte Güter, beispielsweise aus China, steigen werden und dass dies zu Inflation führen werde. Befürworter der Steuer behaupten, dass der Anstieg der ausländischen Nachfrage nach US-Exporten den Wert des Dollars stärken werde. Ein starker Dollar wiederum würde die Nachfrage nach importierten Gütern erhöhen, sodass der Nettoeffekt auf den Handel neutral sei.

Wenn die BAT eingeführt würde, wäre jedes Unternehmen, das Waren in den Vereinigten Staaten verkauft, unabhängig davon, wo es seinen Hauptsitz oder seine Produktionsstätten hat, steuerpflichtig. Wenn es keine Waren in den Vereinigten Staaten verkauft, unterliegt es nicht der Steuer. Wenn ein Produkt in Amerika hergestellt und im Ausland verbraucht wird, wäre dieses Produkt ebenfalls steuerfrei. Daher ist der US-Steuersatz oder die Steuerbelastung kein Faktor bei der Entscheidung des Unternehmens über den Standort.



Fortlaufende Debatte und aktueller Stand der Grenzausgleichssteuer


In den Vereinigten Staaten wurden Auerbachs Empfehlungen 2016 von der Republikanischen Partei in einem Positionspapier vorgestellt, das ein zielbasiertes Steuersystem befürwortete. Im Februar 2017 war der Vorschlag Gegenstand hitziger Debatten: Gary Cohn, Direktor des National Economic Council, lehnte das Steuersystem ab, und eine von den Koch-Brüdern finanzierte Lobbygruppe, Americans for Prosperity (AFP), startete einen Plan zur Bekämpfung der Steuer.

Befürworter der Steuer glauben, dass die Vereinigten Staaten zu einem attraktiven Standort für Unternehmen und Investitionen würden und dass Unternehmen davon abgehalten würden, sich im Ausland niederzulassen. Dies würde Arbeitsplätze in den USA schaffen und bedeuten, dass amerikanische Arbeitnehmer nicht für Unternehmenssteuersenkungen zahlen müssten.

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