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Großhandelsgeld

Großhandelsgeld: Was es ist, wie es funktioniert



Was ist Großhandelsgeld?


Großhandelsgeld bezeichnet die großen Summen, die von Finanzinstituten auf den Geldmärkten verliehen werden. Dieses Großhandelsbankgeschäft umfasst den Markt für handelbare Wertpapiere wie Schatzwechsel, Commercial Paper, Bankakzepte, Auslands- oder Vermittlungseinlagen, Einlagenzertifikate, Wechsel, Pensionsgeschäfte, Federal Funds sowie kurzfristige hypothekarisch und forderungsbesicherte Wertpapiere.



Wichtige Erkenntnisse


  • Großhandelsgeld bezeichnet große Summen, die von Finanzinstituten auf Geldmärkten verliehen werden.
  • Wie die Subprime-Krise zeigte, ist es schnell arrangiert, aber gefährlich, sich darauf zu verlassen.
  • Großhandelsgeldmärkte sind ein guter Frühindikator für Stress im Finanzsystem.
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Großhandelsgeld verstehen


Großhandelsgeld ist eine Möglichkeit für große Unternehmen und Finanzinstitute, Betriebskapital und andere Arten kurzfristiger Finanzierungen zu erhalten – und es ist entscheidend für das ordnungsgemäße Funktionieren der US-amerikanischen und globalen Finanzsysteme.

Die Großhandelsfinanzierung kann schnell arrangiert werden, ist aber gefährlich, wenn man sich darauf verlässt, wie Banken während der globalen Finanzkrise feststellen mussten, als der Großhandelsfinanzierungsmarkt zusammenbrach. Die übermäßige Nutzung kurzfristiger Großhandelsfinanzierung – anstelle von Kundeneinlagen – und Pensionsgeschäften setzte Banken einem Liquiditätsrisiko aus, als Liquidität am wichtigsten war.

Ein Beispiel dafür ereignete sich nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers während der Finanzkrise 2008. Es kam zu einem Bank Run und Investoren zogen ihre Großhandelsgelder ab. Berichten zufolge verlor Wachovia etwa 1 % (oder etwa 5 Milliarden US-Dollar) seiner Mittel. Die Bank wurde von der FDIC angewiesen, mit Citigroup und Wells Fargo über eine Übernahme zu verhandeln, anstatt Insolvenz anzumelden. Über ein Wochenende wurde sie für etwa 15 Milliarden US-Dollar an Wells Fargo verkauft.

Ein prägender Moment der Subprime-Krise ereignete sich 2007, als Northern Rock, eine britische Bank, die sich für den Großteil ihrer Finanzierung auf Großhandelsmärkte stützte, nicht mehr in der Lage war, ihre Kreditaktivitäten zu finanzieren, und die Bank of England um Notfallfinanzierung bitten musste.



Indikationen der Großhandelsgeldmärkte


Großhandelsgeldmärkte sind daher ein guter Frühindikator für Stress im Finanzsystem – und zeichnen ein wahreres Bild der Kreditkosten als die offiziellen Leitzinsen der Zentralbanken. Heute ist der OIS-diskontierte Übernachtzins ein wichtiges Maß für das Kreditrisiko im Bankensektor und verwendet kurzfristige Referenzzinssätze wie den Federal Funds Rate.

Die Nachfrage nach hochwertigen liquiden Aktiva (HQLA) auf den globalen Finanzmärkten deutet darauf hin, dass die Großhandelsgeldmärkte noch lange nicht repariert sind, selbst wenn global systemrelevante Banken (G-SIBs) die neuen Basel-III-Kapital- und Liquiditätsmaßnahmen – wie die Liquiditätsdeckungsquote und die strukturelle Liquiditätsquote – einhalten.

In den USA traten 2016 neue Geldmarktregulierungen in Kraft, aber die Federal Reserve wird für einige Zeit Stabilität auf den Kreditmärkten durch ihre Reverse-Repurchase-(RRP)-Fazilität bereitstellen müssen. Dies liegt daran, dass steigende Zinssätze die Abhängigkeit der Banken von Großhandelsfinanzierungen erhöhen, indem sie Kundeneinlagen reduzieren. Dies wiederum erhöht das systemische Risiko.

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