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Gürtel und Hosenträger

Verständnis von 'Gürtel und Hosenträger' in der Kreditvergabepraxis



Wichtige Erkenntnisse


  • Der Begriff "Gürtel und Hosenträger" bezieht sich auf ein äußerst vorsichtiges Finanzverhalten, insbesondere bei der Kreditvergabe.
  • Der Ausdruck kann im Finanzkontext sowohl Sorgfalt als auch unnötige Vorsicht implizieren.
  • Nach Finanzkrisen, wie nach 2007–2008 zu beobachten, werden die Kreditvergabestandards tendenziell verschärft.
  • Das Konzept wurde insbesondere von Robert Rubin verwendet, der auf Compliance und Gründlichkeit in regulatorischen Angelegenheiten Wert legte.


Was ist die Gürtel-und-Hosenträger-Strategie?


„Gürtel und Hosenträger“ bedeutet die Verwendung zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen zur Risikovermeidung. Im Finanzwesen beschreibt es oft konservative Kreditvergabepraktiken, bei denen Kreditgeber mehrere Schutzebenen verlangen, wie starke Sicherheiten und strenge Genehmigungsregeln. Der Begriff erlangte Aufmerksamkeit im Wall Street Journal und wird oft mit Robert Rubin in Verbindung gebracht, der ihn zur Beschreibung vorsichtiger finanzieller Entscheidungsfindung verwendete. Er kann eine positive Bedeutung haben – sorgfältige Risikokontrolle zeigen – oder eine negative, die auf übermäßig strenge oder überflüssige Sicherungsmaßnahmen hindeutet.



Den Gürtel-und-Hosenträger-Ansatz verstehen


Der Ausdruck Gürtel und Hosenträger wurde verwendet, um Banker zu beschreiben, die eine sehr strenge Einhaltung der Kreditrichtlinien verlangten. Allgemeiner beschreibt er eine Haltung, die mehrere Sicherheitsebenen zur Risikominimierung wünscht. Obwohl der Begriff ergänzend verwendet werden kann, um einen umsichtigen und ehrlichen Kreditgeber zu beschreiben, kann er auch Spott über als übermäßig konservativ angesehenes Verhalten ausdrücken.

Nach der Finanzkrise 2007–2008, die die Märkte von einer schweren Kreditklemme erfasst sah, verfolgten viele Banken einen Gürtel-und-Hosenträger-Ansatz bei der Überprüfung potenzieller Kreditnehmer. Kreditantragsteller mussten mehrere Stufen der Einkommensüberprüfung und Zahlungsreserveanforderungen durchlaufen, um für Kredite qualifiziert zu sein. Obwohl dieses Maß an Konservatismus übermäßig streng gewesen sein mag, war es in vielerlei Hinsicht das Gegenteil der Subprime-Kreditvergabepraktiken, die zur damaligen Finanzkrise beigetragen hatten.



Wichtig


Dieser Ausdruck erschien im Wall Street Journal in Bezug auf Robert Rubin, der in den späten 1990er Jahren als Finanzminister unter der Clinton-Regierung diente. Auf die Frage nach seinem Ansatz zur Einhaltung von Lobbying-Vorschriften nach seiner neuen Rolle als Direktor von Citigroup (C) antwortete Rubin, dass das Unternehmen „...in Bezug darauf Gürtel und Hosenträger sein werde“.



Praktisches Beispiel der Gürtel-und-Hosenträger-Strategie


Der Ausdruck Gürtel und Hosenträger taucht oft in Diskussionen über strengere Kreditvergabepraktiken auf. Ein aktuelles Beispiel findet sich im kanadischen Immobilienmarkt mit der Einführung strengerer Hypothekenregeln durch die kanadische Regierung im Januar 2018.

Nach diesen neuen Regeln waren kanadische Banken verpflichtet, neue Hypothekenanträge mit einer zusätzlichen „Stresstest“-Methodik zu überprüfen. Gemäß den Bedingungen dieses neuen Kriteriums mussten die Banken die Zahlungsfähigkeit des Kreditnehmers anhand des Höheren von a) ihrem vertraglichen Zinssatz zuzüglich weiterer 2% Zinsen und b) dem nachlaufenden Fünfjahres-Benchmark-Zinssatz der Bank of Canada (BOC) bewerten.

Die Absicht hinter dieser neuen Regel war zu testen, ob kanadische Kreditnehmer in der Lage wären, potenzielle Kostensteigerungen ihrer Hypotheken zu absorbieren, falls die Zinssätze steigen sollten. Die Regeländerung erfolgte in einem Kontext, in dem die Zinssätze im Durchschnitt mehrere Jahre in Folge gefallen waren. Die meisten Beobachter der neuen Regeln betrachteten sie als ein Beispiel für Gürtel-und-Hosenträger-Banking. Einige begrüßten die konservativeren Standards, andere sahen sie als unnötig restriktiv an.

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