Hausgemachter Leverage
Die Grundlagen der hausgemachten Hebelwirkung und ihre Auswirkungen für Investoren
Wichtige Erkenntnisse
- Beim Eigenhebel leiht sich der Anleger persönlich Geld, um die Effekte des Unternehmenshebels in einem nicht fremdfinanzierten Unternehmen nachzuahmen.
- Die Erzielung der Effekte des Unternehmenshebels durch Eigenhebel kann aufgrund steuerlicher Unterschiede zwischen Unternehmens- und Privatkrediten schwierig sein.
- Laut dem Modigliani-Miller-Theorem hat die Kapitalstruktur eines Unternehmens keinen Einfluss auf den Aktienkurs, da Anleger den Hebel persönlich nachbilden können.
- Der Eigenhebel ermöglicht es Anlegern, Änderungen der Unternehmenskapitalstruktur durch Anpassung des Hebels ihres Portfolios auszugleichen.
Eigenhebel beim Investieren verstehen
Beim Eigenhebel handelt es sich um eine Strategie, bei der Anleger die Vorteile des Unternehmenshebels durch persönliche Kreditaufnahme nachahmen, selbst wenn sie in Unternehmen investieren, die keine Schulden nutzen. Diese Technik ermöglicht es Einzelpersonen, potenziell die Rendite zu steigern, birgt jedoch Risiken, vor allem aufgrund unterschiedlicher Steuersätze zwischen persönlichem und unternehmerischem Hebel sowie des erhöhten Risikos persönlicher Kredite.
Erfahren Sie, wie der Eigenhebel funktioniert, welche Vor- und Nachteile er hat und welche wichtigen Überlegungen Sie beachten sollten.
Die Mechanik des Eigenhebels erkunden
Die Nutzung von Fremdkapital erhöht das Renditepotenzial, steigert aber auch das Risiko einer Investition. Unternehmen, die Fremdkapital einsetzen, können unter sonst gleichen Bedingungen möglicherweise eine höhere Rendite für die Aktionäre erzielen als ein Unternehmen, das keinen Hebel einsetzt. Allerdings kann die Investition in fremdfinanzierte Unternehmen riskanter sein als die Investition in Unternehmen, die keine Kredite aufnehmen.
Ein Versuch, diesen Risiko-Rendite-Kompromiss zu umgehen, besteht darin, dass ein Anleger Aktien eines Unternehmens kauft, das keinen Hebel einsetzt, und dann persönliche Kredite aufnimmt, um einen persönlichen Hebel zu erlangen. Theoretisch kann der Anleger, wenn er denselben Zinssatz wie das Unternehmen erhält, eine Rendite erzielen, die der eines fremdfinanzierten Unternehmens näher kommt, während er in ein nicht fremdfinanziertes Unternehmen investiert.
Ziel des Anlegers ist es, die Zinseszinseffekte des Unternehmenshebels synthetisch nachzubilden, während er in ein nicht fremdfinanziertes Unternehmen investiert. Theoretisch könnte ein Anleger diesem Ziel nahekommen, wenn er zu demselben Zinssatz Kredite aufnehmen kann wie das Unternehmen.
Wichtige Überlegungen zur Umsetzung des Eigenhebels
Das Prinzip hinter dem Eigenhebel, das durch das Modigliani-Miller-Theorem beschrieben wird, besagt, dass Anleger sich nicht um die Kapitalstruktur kümmern, da sie etwaige Änderungen durch ihren eigenen Eigenhebel rückgängig machen können. Daher sollte die Kapitalstruktur eines Unternehmens keinen Einfluss auf den Aktienkurs haben.
Das Modigliani-Miller-Theorem besagt, dass Anleger keine Rücksicht darauf nehmen, wie ein Unternehmen seine Investitionen finanziert (Fremd- oder Eigenkapital) oder seine Dividenden zahlt. Denn Anleger können den Hebel in ihrem eigenen persönlichen Portfolio nachbilden. Das Theorem setzt jedoch auch voraus, dass dies nur dann gilt, wenn Steuern und Insolvenzkosten nicht vorhanden sind und der Markt effizient ist.
Vor- und Nachteile der Nutzung des Eigenhebels
Der Eigenhebel soll es einem Anleger ermöglichen, in ein nicht fremdfinanziertes Unternehmen zu investieren, um die Rendite eines fremdfinanzierten Unternehmens nachzubilden. Steuern machen es jedoch schwierig, den genauen Hebeleffekt zu erzielen, da die Kosten des Unternehmenshebels und die Kosten des individuellen Hebels unterschiedlich sind.
Der Eigenhebel ermöglicht es einem Anleger jedoch, Änderungen der Kapitalstruktur eines Unternehmens, mit denen er nicht einverstanden ist, rückgängig zu machen. Wenn beispielsweise ein Unternehmen, an dem ein Anleger Aktien besitzt, beschließt, Kapital durch Schulden aufzunehmen. Ein Unternehmen kann den Hebel seines persönlichen Portfolios anpassen, um den gewünschten Hebel beizubehalten.
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