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Verständnis von HML: Die Wertprämie im Fama-French-Modell



Was ist High Minus Low (HML)?


High Minus Low (HML), auch als Value-Prämie bezeichnet, ist einer der drei Faktoren im Drei-Faktoren-Modell von Fama und French, das von den Ökonomen Eugene Fama und Kenneth French entwickelt wurde, um Aktienrenditen zu erklären.

HML misst den Leistungsunterschied zwischen Value-Aktien, die ein hohes Kurs-Buchwert-Verhältnis aufweisen, und Growth-Aktien, die ein niedrigeres aufweisen.

Indem HML diese Spanne erfasst, hilft es Anlegern zu erkennen, wie Value im Vergleich zu Growth die Portfolioperformance beeinflusst. Dies gibt Anlegern Einblicke in das Marktverhalten und hilft ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen.



Wichtige Erkenntnisse


  • High Minus Low (HML) ist einer der drei Faktoren im Fama-French-Modell, der die Renditen zwischen Value- und Growth-Aktien unterscheidet.
  • Value-Aktien mit hohen Kurs-Buchwert-Verhältnissen schneiden laut HML in der Regel besser ab als Growth-Aktien.
  • Das Fama-French-Modell berücksichtigt den Value-Effekt zusammen mit den Faktoren Größe und Markt, um Portfoliorenditen besser zu erklären als das CAPM.
  • HML hilft Anlegern zu verstehen, ob ein Portfolio durch seinen Beta-Koeffizienten in Richtung Value- oder Growth-Aktien ausgerichtet ist.
  • Das aktualisierte Fünf-Faktoren-Modell von Fama-French fügt Rentabilitäts- und Investitionsfaktoren hinzu, um eine umfassendere Sicht auf Aktienrenditen zu erhalten.


Analyse der Rolle von HML in Finanzmodellen


Um HML zu verstehen, muss man das Drei-Faktoren-Modell von Fama und French kennen. Es wurde 1992 von Eugene Fama und Kenneth French entwickelt und verwendet drei Faktoren, darunter HML, um die Überschussrenditen von Portfolios zu erklären.

Das Modell legt nahe, dass Portfoliorenditen teilweise von Faktoren abhängen, die außerhalb der Kontrolle der Manager liegen. Historisch gesehen haben Value-Aktien besser abgeschnitten als Growth-Aktien und kleinere Unternehmen besser als größere.



Wichtig


Kleine und Value-Aktien tendieren dazu, größere oder wachstumsorientierte Aktien zu übertreffen, was einen Großteil der Portfolioperformance erklärt.

Der erste dieser Faktoren (die Überlegenheit von Value-Aktien) wird mit dem Begriff HML bezeichnet, während der zweite Faktor (die Überlegenheit kleinerer Unternehmen) mit dem Begriff Small Minus Big (SMB) bezeichnet wird. Durch die Bewertung, wie viel Performance auf diese Faktoren zurückzuführen ist, hilft das Modell, die Fähigkeiten des Managers einzuschätzen.

Der HML-Faktor zeigt, ob ein Manager auf die Value-Prämie setzt, indem er in Aktien mit hohem Kurs-Buchwert-Verhältnis investiert, um außergewöhnliche Renditen zu erzielen.

Wenn ein Manager nur Value-Aktien kauft, zeigt sich in den Modellregressionen eine positive Beziehung zum HML-Faktor, was darauf hindeutet, dass die Renditen mit der Value-Prämie verbunden sind. Da das Modell einen größeren Teil der Portfoliorendite erklärt, verringert sich die ursprüngliche Überschussrendite des Managers.



Übergang vom Drei-Faktoren- zum Fünf-Faktoren-Modell von Fama und French


Im Jahr 2014 erweiterten Fama und French ihr Modell auf fünf Faktoren. Neben den ursprünglichen drei Faktoren umfasst das neue Modell die Rentabilität, was hervorhebt, dass Unternehmen mit höheren zukünftigen Gewinnen tendenziell höhere Aktienrenditen erzielen. Der fünfte Faktor, der als Investition bezeichnet wird, bezieht sich auf die internen Investitionen und Renditen des Unternehmens und legt nahe, dass Unternehmen, die aggressiv in Wachstumsprojekte investieren, in Zukunft wahrscheinlich eine schlechtere Performance aufweisen.



Warum ist Fama French besser als CAPM?


Das Drei-Faktoren-Modell von Fama und French ist eine Erweiterung des Capital Asset Pricing Model (CAPM). Die Ökonomen Eugene Fama und Kenneth French entwickelten das Drei-Faktoren-Modell von Fama und French, um die Einschränkungen des CAPM zu beheben.1 Empirische Ergebnisse einer 2012 veröffentlichten Studie weisen darauf hin, dass das Drei-Faktoren-Modell von Fama und French besser geeignet ist, erwartete Renditen zu erklären als das CAPM. Diese Studie testet die erwarteten Renditen gemäß dem CAPM und dem Drei-Faktoren-Modell von Fama und French für eine Portfolioauswahl von der New York Stock Exchange (NYSE). Die Studie ergab jedoch, dass die Ergebnisse je nach Konstruktion der Portfolios variierten.2



Was bedeutet das HML-Beta?


High Minus Low (HML) ist eine Value-Prämie; es stellt die Spanne der Renditen zwischen Unternehmen mit einem hohen Kurs-Buchwert-Verhältnis und Unternehmen mit einem niedrigen Kurs-Buchwert-Verhältnis dar. Nachdem der HML-Faktor bestimmt wurde, kann sein Beta-Koeffizient durch lineare Regression ermittelt werden. Der Beta-Koeffizient von HML kann auch positive oder negative Werte annehmen. Ein positives Beta bedeutet, dass ein Portfolio eine positive Beziehung zur Value-Prämie aufweist oder dass sich das Portfolio wie eines mit Exposure zu Value-Aktien verhält. Wenn das Beta negativ ist, verhält sich Ihr Portfolio eher wie ein Growth-Aktien-Portfolio.

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