Händlervereinbarung
Händlervertrag: Bedeutung, Bankbeziehungen, Vorschriften
Was ist ein Händlervertrag?
Ein Händlervertrag ist ein Vertrag, der die Beziehung zwischen einem Unternehmen und der von ihm beauftragten Händlerakquisitionsbank regelt. Dieses Dokument beschreibt die gesamte Palette der elektronischen Zahlungsdienstleistungen, die die Händlerakquisitionsbank bereitzustellen vereinbart.
In den meisten Fällen sind solche Banken für die Abwicklung aller Aspekte des elektronischen Transaktionsprozesses verantwortlich. Händlerbanken fungieren häufig auch als Kreditkartenanbieter sowohl für offene als auch für geschlossene Händlerkarten.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Händlervertrag ist ein Vertrag, der die Parameter der Beziehung zwischen einer Händlerakquisitionsbank und dem von ihr bedienten Unternehmen festlegt.
- Obwohl Händlerbanken hauptsächlich die elektronische Transaktionsabwicklung ermöglichen, stellen einige auch Kreditkarten zur Verfügung.
- Die Gebühren, die Händler an ihre Händlerakquisitionsbanken zahlen, hängen weitgehend von der Anzahl der durchgeführten Transaktionen ab.
Beziehungen zu Akquisitionsbanken
Beziehungen zu Akquisitionsbanken ermöglichen es Händlern, den Verkauf von Waren und Dienstleistungen mit elektronischen Zahlungsmethoden abzuwickeln. Diese Partnerschaft umfasst das Einholen von Informationen aus der Zahlungsgateway-Technologie des Händlers, die Kommunikation mit Kartenausstellern über das Netzwerk des Acquirers, den Erhalt der Autorisierung und die Abwicklung der Transaktion auf dem Konto des Händlers.
Die Gebühren, die Händler für elektronische Zahlungsabwicklungsdienste zahlen, variieren je nach Online- und stationären Transaktionen. Händler sind in der Regel verpflichtet, für jede elektronische Transaktion umfassende Gebühren an den Acquirer zu zahlen, die sowohl die Gebühren des Acquirers als auch die des Prozessors abdecken. Acquirer berechnen in der Regel auch eine monatliche Gebühr für die Abwicklungs- und Bankkontodienste, die sie Händlern anbieten.
In Fällen, in denen Händler elektronische Zahlungen ablehnen und nur Bargeld akzeptieren, eröffnen sie in der Regel ein Standardbankkonto, das eigene Anforderungen und vertragliche Bestimmungen hat.
Kurzer Fakt
Während Händlerverträge in der Regel für Verkäufer von Waren oder Dienstleistungen gelten, können sie auch Stiftungen und gemeinnützige Einrichtungen betreffen.
Regeln und Anforderungen
Händlerverträge enthalten zahlreiche Regeln, darunter die folgenden Anforderungen:
Der Händler muss alle gültigen Karten akzeptieren, die vom Zahlungsnetzwerk ausgegeben werden.
Der Händler muss die Logos der akzeptierten Zahlungskarten gut sichtbar anbringen.
Der Händler darf von Kunden kein zusätzliches Entgelt für Zahlungskartentransaktionen verlangen, außer in bestimmten Ländern, in denen diese Praxis erlaubt ist.
Der Händler kann einen Mindesttransaktionsbetrag für Zahlungskarten festlegen.
Der Händler darf die Karte nicht für illegale Käufe verwenden, wie z.B. den Verkauf von Alkohol oder Tabak an Minderjährige.
Der Händler muss die Umsatzsteuer zusammen mit dem Kaufbetrag auf die Zahlungskarte buchen.
Der Händler darf die Transaktion nicht autorisieren, um ein geschätztes Trinkgeld für Transaktionen zu enthalten, bei denen Trinkgeld anfällt, wie z.B. Restaurantkäufe und Taxifahrten.
Anstatt eine Zahlungskartentransaktion in bar zu erstatten, muss der Händler die Rückerstattung direkt auf die verwendete Zahlungskarte vornehmen.
Der Händler darf die vollständige Kontonummer des Karteninhabers oder das Ablaufdatum nicht auf der Quittung ausdrucken.
Der Händler muss die persönlichen Daten des Karteninhabers schützen.
Der Händler muss seine Mitarbeiter darin schulen, potenziell betrügerische Transaktionen und gefälschte Karten zu erkennen.
Der Händler muss seinen Kunden klare Rückerstattungs- und Rückgaberichtlinien zur Verfügung stellen.
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