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Inchmaree-Klausel

Inchmaree Clause: Was es bedeutet, wie es funktioniert



Was ist eine Inchmaree-Klausel?


Eine Inchmaree-Klausel ist in Seeversicherungspolicen enthalten und bietet Deckung für den Schiffsrumpf bei Verlust oder Beschädigung, die durch Maschinen verursacht werden. Auch als Fahrlässigkeitsklausel bezeichnet, deckt sie Schäden ab, die durch Fahrlässigkeit von Schiffsingenieuren, Kapitänen und anderem Personal während der Navigation entstehen. Es handelt sich um eine Art Klausel für zusätzliche Gefahren.



Wichtige Erkenntnisse


  • Inchmaree-Klauseln werden in Versicherungspolicen für Schiffe verwendet und decken Verluste ab, die durch Fahrlässigkeit entstehen.
  • Diese Klausel versichert die Schiffsladung, die durch Handlungen der Schiffsbesatzung verloren gehen oder beschädigt werden kann.
  • Die Inchmaree-Klausel kann Schäden durch Probleme wie gebrochene Antriebswellen, geplatzte Kessel und Rumpfdefekte abdecken und deckt sowohl Unfälle als auch Fahrlässigkeit wie z. B. unterlassene Reparaturen ab.
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Wie eine Inchmaree-Klausel funktioniert


Die Inchmaree-Klausel wurde größtenteils mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt und des Maschinenbaus an Bord von Schiffen entwickelt. Der Transport von Fracht über weite Ozeane birgt große Risiken. Neben Stürmen, die ein Schiff zum Sinken bringen oder überfluten können, können Handlungen der Schiffsbesatzung und anderer für den ordnungsgemäßen Betrieb des Schiffes verantwortlicher Personen zu Schäden an der Schiffsladung führen. Beispielsweise kann ein nicht ordnungsgemäß gewarteter Kessel platzen, was dazu führt, dass das Schiff die Antriebskraft verliert und auf Grund läuft, oder eine Welle kann brechen und Gegenstände im Laderaum beschädigen.

Die Inchmaree-Klausel bietet in der Regel zusätzliche Deckung für Schäden oder Verluste, die durch gebrochene Antriebswellen, geplatzte Kessel, Rumpfdefekte und andere Probleme im Zusammenhang mit dem Schiff und der Schiffsausrüstung verursacht werden. Darüber hinaus decken Policen Fahrlässigkeit von Schiffsoffizieren, Ingenieuren und der Besatzung ab, einschließlich Navigationsfehlern. Die Inchmaree-Klausel erstreckt sich auch auf Schäden, die durch Unfälle beim Be- und Entladen sowie beim Umgang mit der Ladung entstehen; Fahrlässigkeit von Charterern oder Reparateuren; Unfälle beim Ein- und Ausdocken, beim Kratzdocken usw.; sowie Explosionen an Bord oder anderswo.

Bis zur Einführung der Inchmaree-Klausel deckten die meisten Frachtversicherungspolicen nur Gefahren ab, die auf hoher See auftraten, wie z. B. schlechtes Wetter. Dies änderte sich im späten 19. Jahrhundert. Die Inchmaree-Klausel ist nach einem britischen Gerichtsfall benannt, Hamilton vs. James and Mersey Insurance. In dem Fall ging es um die Inchmaree, ein britisches Dampfschiff, das 1884 im Hafen von Liverpool sank.

Die Ladung des Schiffes wurde beschädigt, als eine interne Pumpe den Laderaum flutete, aber die Ansprüche der Ladungseigentümer wurden vom Versicherer abgelehnt, da der Schaden nicht durch "Seegerfahren" verursacht worden war. Die Seeversicherungsbranche wurde unter Druck gesetzt, zusätzliche Deckung für Unfälle zu bieten, die nicht durch die See, sondern durch andere Faktoren wie Fahrlässigkeit verursacht wurden.



Besondere Überlegungen


Es besteht oft eine Spannung zwischen der Inchmaree-Klausel und den Garantien (Warranties) der Police. Garantien, insbesondere promissorische Garantien, sind in fast allen (wenn nicht allen) Seeversicherungspolicen zu finden.

Die Garantie wird als wesentliche Vertragsbedingung angesehen, deren Nichteinhaltung den Versicherer von der Haftung befreit, selbst wenn kein Kausalzusammenhang zwischen dem Verstoß gegen die Garantie und dem versicherten Verlust besteht.

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