Intercommodityspread
Intercommodity Spread: Was es ist, wie es funktioniert, Typen
Was ist ein Intercommodity Spread?
Ein Intercommodity Spread ist ein anspruchsvoller Optionshandel, der versucht, den Wertunterschied zwischen zwei oder mehreren verwandten Rohstoffen wie Rohöl und Heizöl oder Mais und Weizen auszunutzen. Ein Rohstoff ist ein notwendiges Gut, das im Handel verwendet wird und mit anderen Rohstoffen der gleichen Art austauschbar ist.
Ein Händler von Intercommodity Spreads geht in einem bestimmten Liefermonat long auf einen Futures-Markt, während er gleichzeitig short auf den verwandten Rohstoff im selben Liefermonat geht.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Intercommodity Spread ist ein Optionshandel, der versucht, den Wertunterschied zwischen zwei oder mehreren verwandten Rohstoffen auf dem Markt auszunutzen.
- Der Handel mit Intercommodity Spreads erfordert ein Verständnis der verschiedenen optionierten Rohstoffe und der Dynamik zwischen ihnen.
- Diese Art des Handels wird für unerfahrene Händler nicht empfohlen.
- Es gibt einige Arten von Intercommodity Spreads, darunter einen namens Crush Spread.
Verständnis von Intercommodity Spreads
Der Handel mit Intercommodity Spreads erfordert Kenntnisse über die Dynamik zwischen den verschiedenen optionierten Rohstoffen. Zum Beispiel kostet Weizen in der Regel mehr als Mais, aber der Spread kann variieren, vielleicht von 80 Cent bis zu 2 Dollar pro Scheffel.
Ein Intercommodity Spread-Händler weiß, dass, wenn der Spread zwischen Weizen und Mais auf etwa 1,50 Dollar steigt, die Spanne tendenziell schrumpft und der Weizenpreis im Verhältnis zu Mais fällt. Umgekehrt, wenn sich der Weizen-Mais-Spread auf etwa 90 Cent pro Scheffel verengt, steigen die Weizenkosten tendenziell im Verhältnis zu Mais.
Mit diesem Wissen kann ein Händler long auf Weizen und short auf Mais gehen, wenn der Spread sich ausweitet. Alternativ kann der Händler long auf Mais und short auf Weizen gehen, wenn der Spread sich verengt. Auf diese Weise hofft der Händler, durch korrekte Vorhersage des Preistrends Geld zu verdienen.
In diesem Fall ist der Händler nicht am tatsächlichen Preis jedes Rohstoffs interessiert. Er interessiert sich für die Richtung und die Preisdifferenz.
Arten von Intercommodity Spreads
Beispiele für Intercommodity Spreads sind der Crack Spread und der Crush Spread.
Crack Spread
Der Crack Spread beinhaltet den gleichzeitigen Kauf von Futures auf Rohöl und raffinierte Erdölprodukte wie Benzin und Heizöl.
Ein Händler könnte einen sogenannten 3-2-1 Crack Spread ausführen, was bedeutet: drei long Optionen auf Rohöl gegen zwei short Optionen auf Benzin und eine short Option auf Heizöl.
Wichtig
Der Händler könnte auch einen Reverse Spread ausführen, indem er long auf Benzin und Heizöl und short auf Rohöl geht.
Crush Spread
Ein Crush Spread ist ähnlich, gilt aber in der Regel für landwirtschaftliche Rohstoffe. Er beinhaltet den gleichzeitigen Kauf von long und short Futures auf ein Rohprodukt, wie Sojabohnen, und das verarbeitete Produkt, wie Sojaöl. Zum Beispiel könnte ein Händler long auf rohe Sojabohnen, aber short auf Sojaöl-Futures gehen.
Besondere Überlegungen
Ein Vorteil des Handels mit Intercommodity Spreads ist, dass sie oft niedrigere Margin-Anforderungen haben als direkte Futures-Geschäfte.
Die Margin ist die Differenz zwischen dem Gesamtwert der Wertpapiere im Konto eines Anlegers und dem Darlehensbetrag eines Brokers, die es dem Händler ermöglicht, mehr zu leihen und somit größere Geschäfte zu tätigen. Allerdings können gehebelte Geschäfte den Händler einem größeren Risiko aussetzen, wenn sich Spreads in unerwartete Richtungen bewegen, und katastrophale Folgen haben.
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