Intestat
Intestaterbfolge: Definition, Verfahren & staatliche Regeln
Was ist ein Intestaterbfall?
Intestat bezieht sich auf das Versterben ohne ein rechtsgültiges Testament. Wenn eine Person intestat stirbt, fällt die Entscheidung darüber, wie ihr Vermögen verteilt wird, in die Verantwortung eines staatlichen Nachlassgerichts, das dabei die landesspezifischen Gesetze zur Intestaterbfolge anwendet. Ein Nachlass gilt als intestat, wenn die Person ohne Testament stirbt oder wenn ihr Testament vom Gericht für ungültig erklärt wird. Die Erstellung und Aktualisierung eines Testaments ist wichtig, um unbeabsichtigte rechtliche Konsequenzen zu vermeiden, da ein erheblicher Prozentsatz der Amerikaner ohne ein solches stirbt.
Wichtige Erkenntnisse
- Intestat zu sterben bedeutet, ohne ein rechtsgültiges Testament zu versterben, was dazu führt, dass ein Nachlassgericht über die Vermögensverteilung entscheidet.
- Nachlassgerichte geben in der Regel Ehepartnern und nahen Verwandten Vorrang bei der Verteilung von Intestatvermögen.
- Die Gesetze zur Intestaterbfolge legen fest, wie Vermögen aufgeteilt wird, oft beginnend mit dem überlebenden Ehepartner oder den Kindern.
- Die Erstellung eines Testaments stellt sicher, dass Ihr Vermögen den von Ihnen gewählten Personen oder Organisationen zufällt.
- In Gütergemeinschaftsstaaten können Ehepartner automatisch die Hälfte des ehelichen Vermögens erben, wenn ihr Partner intestat stirbt.
Ein detaillierter Blick auf das Intestaterbrecht und seine Auswirkungen
Wenn eine Person mit einem gültigen Testament stirbt, wird ihr Vermögen unter den in diesem Testament aufgeführten Begünstigten sowie über etwaige von ihr errichtete Trusts verteilt.
Viele Menschen sterben jedoch, ohne ein Testament erstellt zu haben. Tatsächlich ergab eine Umfrage von Caring.com aus dem Jahr 2024, dass nur 32 % der Amerikaner ein Testament hatten, und diese Zahl steigt bei den über 55-Jährigen nur auf 43 %.1
Wenn eine Person ohne Testament stirbt, spricht man davon, dass sie intestat gestorben ist. „In Intestaterbfolge“ zu sterben bedeutet, dass ein staatliches Nachlassgericht entscheiden muss, wie ihr Vermögen zu verteilen ist.
Wichtig
Für die meisten Menschen ist es unerlässlich, ein Testament zu erstellen, vorzugsweise mit Hilfe eines Anwalts, um sicherzustellen, dass ihr Vermögen an die von ihnen gewählten Begünstigten geht. Andernfalls könnte ein Gericht entscheiden, den Nachlass an Personen zu verteilen, die der Verstorbene niemals ausgewählt hätte. Es ist auch wichtig, dass die Menschen ihr Testament auf dem neuesten Stand halten, falls sich ihre Wünsche ändern.
Den Nachlassprozess bei intestatem Tod navigieren
Nachlassgerichte beginnen den Prozess in der Regel mit der Ernennung eines Verwalters, der den Nachlass des Verstorbenen beaufsichtigt. Der Verwalter listet das Vermögen des Verstorbenen auf, begleicht Schulden und verteilt den verbleibenden Betrag an die vom Nachlassrichter ausgewählten Begünstigten.
Mit anderen Worten, ein Verwalter fungiert wie ein Testamentsvollstrecker (ein rechtlicher Vertreter, der normalerweise in einem Testament benannt wird).
Eine der Aufgaben des Verwalters ist es, die gesetzlichen Erben des Verstorbenen zu ermitteln, zu denen überlebende Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister und andere Verwandte gehören können. Die Reihenfolge, in der Erben aus dem Nachlass eines Verstorbenen erben, wenn kein Testament vorliegt, wird als Intestaterbfolge bezeichnet. Das Nachlassgericht entscheidet, wer was bekommt.
Die Vermögensverteilung unterscheidet sich je nach Bundesstaat. Die meisten Landesgesetze teilen das Vermögen zwischen dem überlebenden Ehepartner und den Kindern auf, falls solche vorhanden sind.2
In Gütergemeinschaftsstaaten gelten Ehepartner als Miteigentümer jedes während der Ehe erworbenen Vermögens und haben in der Regel Anspruch auf mindestens die Hälfte des Nachlasses. Zu den Gütergemeinschaftsstaaten gehören Arizona, Kalifornien, Idaho, Louisiana, Nevada, New Mexico, Texas, Washington und Wisconsin sowie die US-Territorien Guam und Puerto Rico.3
In anderen Bundesstaaten, hauptsächlich Common-Law-Staaten, beginnt die Verteilungshierarchie ebenfalls mit dem überlebenden Ehepartner. Je nach Entscheidung des Gerichts kann dieser weniger als die Hälfte, mehr als die Hälfte oder sogar den gesamten Nachlass erhalten, wenn der Verstorbene keine lebenden Kinder oder Enkelkinder hinterlassen hat.
War der Verstorbene unverheiratet oder verwitwet, geht sein Vermögen zuerst an die überlebenden Kinder, bevor andere Verwandte berücksichtigt werden. Wenn kein nächster Verwandter gefunden wird, wird das Vermögen des Nachlasses an den Staat übertragen. Dies wird als Heimfall (Escheatment) bezeichnet.4
Enge Freunde stehen unter den staatlichen Nachlassgesetzen für Intestatnachlässe in der Regel nicht auf der Begünstigtenliste. Wenn der Verstorbene jedoch ein Gemeinschaftskonto mit Überlebensrecht hatte oder Eigentum gemeinsam mit einer anderen Person besaß, gehört das gemeinsame Vermögen automatisch der überlebenden Partei (oder den überlebenden Parteien).5
Was kostet die Erstellung eines Testaments?
Nach Schätzungen von Investopedia können die Kosten für die Erstellung eines Testaments bei Verwendung eines Do-it-yourself-Kits bei etwa 10 $ oder weniger liegen. Wenn Sie einen Anwalt beauftragen (oft eine gute Idee), müssen Sie mit Kosten zwischen 150 $ für ein einfaches Testament und 1.000 $ und mehr für ein komplizierteres Testament rechnen.
Was ist der Vorteil eines Trusts?
Ein Trust kann eine Möglichkeit sein, das Nachlassverfahren (das normalerweise alle Testamente durchlaufen) zu umgehen, sodass Erben ihr Erbe reibungsloser und schneller erhalten. Personen mit Trusts haben oft auch ein Pour-over-Testament, um die Verfügung über Vermögenswerte zu regeln, die in ihrem Trust nicht berücksichtigt sind.
Was ist ein testamentarisches Testament?
Ein testamentarisches Testament ist ein anderer Name für ein traditionelles Testament, das manchmal als letztwillige Verfügung bezeichnet wird. Die Person, deren Wünsche das Testament repräsentiert, wird als Erblasser (Testator) bezeichnet.