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Jobber

Was ist ein Jobber? - Ihre Rolle im Stockjobbing verstehen.



Wichtige Erkenntnisse


  • Ein Jobber, oder Stockjobber, war vor Mitte der 1980er Jahre ein Market Maker an der London Stock Exchange.
  • Jobber erleichterten die Marktliquidität, indem sie Aktien auf eigene Rechnung kauften und verkauften.
  • Sie führten Kauf- und Verkaufsaufträge von Investoren über Broker zusammen, denen das Market Making untersagt war.
  • Die Rolle der Jobber nahm ab, als elektronische Handelsplattformen aufkamen.


Was ist ein Jobber?


Ein "Jobber" war vor Mitte der 1980er Jahre ein Market Maker an der London Stock Exchange. Jobber, auch "Stockjobber" genannt, fungierten als Market Maker (MM). Sie hielten Aktien auf eigene Rechnung und schufen Marktliquidität durch den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Sie führten Kauf- und Verkaufsaufträge von Investoren über ihre Broker zusammen, die keine Märkte machen durften.



Die Rolle der Jobber verstehen


Über die Aktivitäten der Jobber ist wenig bekannt, da sie nur wenige Aufzeichnungen führten, aber im frühen 19. Jahrhundert gab es in London Hunderte von Jobbing-Firmen. Die Zahl der Jobber nahm im Laufe des 20. Jahrhunderts drastisch ab, bis sie im Oktober 1986 verschwanden. In diesem Monat fand der finanzielle "Big Bang" statt, ein großer Wandel in den Abläufen der London Stock Exchange. Der Finanzsektor Londons wurde plötzlich dereguliert, feste Provisionen wurden durch ausgehandelte Provisionen ersetzt und der elektronische Handel eingeführt.1

Jobber hinterließen nur wenige Aufzeichnungen über ihre Angelegenheiten, und weder Journalisten noch andere Beobachter bewahrten viele detaillierte Berichte über ihre Arbeit. Mündliche Überlieferungen von Banken, Börsenmaklerfirmen und anderen Unternehmen waren und werden weiterhin die Hauptgrundlage für jede historische Aufzeichnung über Jobber sein.2

Das Centre for Metropolitan History hat ein Archiv mit Interviews mit ehemaligen Jobbern zusammengestellt, das als dauerhafter Aufzeichnung des letzten halben Jahrhunderts eines charakteristischen Teils des Finanzlebens von London dient.



Wesentliche Überlegungen für Jobber


Das Jobber-System entwickelte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einer erkennbar modernen Form, da die Bandbreite der Wertpapierarten zunahm. Mindestens die Hälfte der Mitglieder der London Stock Exchange begann, sich auf die kontinuierliche Marktpflege einer der führenden Arten dieser Wertpapiere zu spezialisieren.

Der Unterschied zwischen diesen Market Makern, oder Jobbern, und den Brokern, die im Namen der Öffentlichkeit mit ihnen verkehrten, war klar, beruhte jedoch im Wesentlichen auf Brauch und Tradition, bis 1909 eine einzige Kapazität formal in den Regeln der London Stock Exchange verankert wurde. Bis 1914 existierten über 600 Jobbing-Firmen, zusammen mit vielen Ein-Mann-Jobbing-Operationen.2

Diese Zahlen gingen stetig zurück, als der institutionelle Anleger den privaten verdrängte und der Umfang des erforderlichen Jobbing-Kapitals dramatisch zunahm. Am Vorabend des "Big Bang" gab es nur noch fünf große Jobbing-Firmen auf dem Parkett der London Stock Exchange, obwohl dieser zahlenmäßige Rückgang nicht unbedingt einen Rückgang der vom System bereitgestellten Marktfähigkeit bedeutete.3



Wie entstand das Stockjobbing?


Stockjobbing, oder der professionelle Handel mit Aktien an einer Börse, hat seinen Ursprung in den 1690er Jahren nach der Finanziellen Revolution Großbritanniens.3 Das Ergebnis dieser Finanzreformen war die Entstehung von Aktiengesellschaften, deren Aktien frei gekauft und verkauft werden konnten. Dies führte zum Aufkommen regulierter Börsen und zur Schaffung von "Jobbern", um den Handel mit diesen neuen Aktien zu erleichtern.4



Wann verschwanden die Jobber?


Stockjobber verschwanden offiziell im Oktober 1986 von den britischen Börsen, zeitgleich mit einer plötzlichen Deregulierung der Finanzmärkte im Vereinigten Königreich, die von der damaligen Premierministerin Margaret Thatcher durchgesetzt wurde. Diese Deregulierung bedeutete, dass Stockjobber nicht mehr benötigt wurden, um Aktiengeschäfte zu erleichtern; gleichzeitig wurden Maßnahmen zur Einführung des elektronischen, bildschirmbasierten Handels ergriffen, die weiterhin zu ihrer Überflüssigkeit führten.1



Was war der Unterschied zwischen einem Jobber und einem Broker?


Ein Stockjobber fungierte wie ein Market Maker für Aktien, kaufte und verkaufte Aktien auf eigene Rechnung und verdiente Geld mit dem Geld-Brief-Spread. Ein Stockbroker hingegen führt Aufträge im Namen von Kunden aus und verdient eine Provision. Ein Broker könnte Wertpapiere von einem Jobber für seine Kunden gekauft oder verkauft haben.

The Independent. "The day Big Bang blasted the old boys into oblivion."

The Independent. "The day Big Bang blasted the old boys into oblivion."

Institute for Historical Research. "The jobbing system of the London Stock Exchange: an oral history."

Institute for Historical Research. "The jobbing system of the London Stock Exchange: an oral history."

Attard, Bernard. "Making a market. The jobbers of the London Stock Exchange, 1800–1986." Financial History Review, Vol. 7, No. 1, 2000, Pp. 5-24.

Attard, Bernard. "Making a market. The jobbers of the London Stock Exchange, 1800–1986." Financial History Review, Vol. 7, No. 1, 2000, Pp. 5-24.

Philip Auger. The Death of Gentlemanly Capitalism. Penguin Books, 2000.

Philip Auger. The Death of Gentlemanly Capitalism. Penguin Books, 2000.

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