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K-Prozent-Regel

Die K-Percent Rule verstehen: Milton Friedmans Geldpolitik



Wichtige Erkenntnisse


  • Die K-Prozent-Regel schlägt vor, die Geldmenge mit der Wirtschaftswachstumsrate wachsen zu lassen.
  • Friedmans Regel sieht eine stetige jährliche Erhöhung der Geldmenge um 3-5 % vor.
  • Die Regel soll Fehler der Zentralbanken durch diskretionäre Geldpolitik vermeiden.
  • Entwickelte Volkswirtschaften bevorzugen oft eine diskretionäre Politik gegenüber der K-Prozent-Regel.


Was ist die K-Prozent-Regel?


Die von Milton Friedman vorgeschlagene K-Prozent-Regel besagt, dass eine Zentralbank die Geldmenge jedes Jahr um einen festen Prozentsatz (in den USA oft etwa 2 % bis 4 %) erhöhen sollte, um stabilere wirtschaftliche Bedingungen zu unterstützen.

Es handelt sich um ein klassisches Beispiel einer regelbasierten Geldpolitik, die im Gegensatz zur diskretionären Politik steht, bei der die Zentralbanken ihren Kurs auf der Grundlage sich ändernder Daten und Beurteilungen anpassen.



Wie die K-Prozent-Regel in der Wirtschaftspolitik funktioniert


Die K-Prozent-Regel schlägt vor, das Geldmengenwachstum jedes Jahr in einer Höhe festzulegen, die dem Wirtschaftswachstum entspricht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist eine Kennzahl, die das prozentuale Wachstum aller in einer Volkswirtschaft produzierten Waren und Dienstleistungen angibt. In den Vereinigten Staaten beträgt die typische BIP-Wachstumsrate basierend auf historischen Durchschnittswerten 2-4 %.1 Die K-Prozent-Regel würde zulassen, dass die Geldmenge in der Wirtschaft mit der BIP-Wachstumsrate wächst.

Friedman behauptete, der beste Weg, langfristig Stabilität in die Wirtschaft zu bringen, sei, dass die Zentralbanken die Geldmenge jedes Jahr automatisch um einen festgelegten Prozentsatz oder Betrag (die Variable „K") erhöhen, unabhängig von den wirtschaftlichen Bedingungen.2

Friedman argumentierte, dass die Geldmenge jährlich um 3 % bis 5 % steigen sollte. Die K-Prozent-Regel gibt den Fed-Beamten keinen Spielraum bei geldpolitischen Entscheidungen. Friedman glaubte, dass die Geldpolitik unter einem regelbasierten System effektiver wäre, da eine diskretionäre Politik zu Fehlern und übermäßigen geldpolitischen Reaktionen auf die Wirtschaftslage führen könnte.2

Die Federal Reserve ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten und für die Steuerung der Geldmenge zuständig. Wenn das Wirtschaftswachstum nachlässt, kann die Fed die Geldmenge durch verschiedene Instrumente erhöhen, was die Kreditvergabe über das Bankensystem effektiv steigert. Beispielsweise führt eine Zinssenkung typischerweise dazu, dass Verbraucher mehr Geld leihen, das für den Kauf von Häusern, Autos und anderen Produkten verwendet wird. Diese Käufe stimulieren die Wirtschaft, indem sie Ausgaben und Arbeitsplätze schaffen, was wiederum das Wirtschaftswachstum ankurbelt.3

Neben der Vorstellung der K-Prozent-Regel war Milton Friedman Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften und Begründer des Monetarismus, eines Zweigs der Wirtschaftswissenschaften, der das Geldmengenwachstum und die damit verbundene Politik als den wichtigsten Treiber der künftigen Inflation betrachtet.4 Inflation ist ein Maß für die Geschwindigkeit steigender Preise in einer Volkswirtschaft. Wenn die Preise zu schnell steigen, hätten die Löhne der Arbeitnehmer weniger Kaufkraft.

Friedman glaubte, dass die Geldpolitik ein wesentlicher Faktor für konjunkturelle Schwankungen in der Wirtschaft sei. Der Versuch, die Wirtschaft durch eine je nach Wirtschaftslage variierende Geldpolitik feinzujustieren, sei gefährlich, da zu wenig über ihre Auswirkungen bekannt sei.

Die Regel, so Friedman, würde helfen, Fehler der Federal-Reserve-Beamten zu vermeiden. Beispielsweise verringerte die Fed in den 1930er Jahren die Geldmenge in der US-Wirtschaft, was die Depression verschärfte.5



Diskretionäre Geldpolitik vs. regelbasierte Systeme


Obwohl das Federal Reserve Board der USA die Vorzüge der K-Prozent-Regel gut kennt, basieren die meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften ihre Geldpolitik in der Praxis tatsächlich auf dem Zustand der Wirtschaft. Wenn die Wirtschaft konjunkturell schwach ist, versuchen die Federal Reserve und andere, die Geldmenge schneller wachsen zu lassen, als die K-Prozent-Regel vorschlagen würde.

Umgekehrt versuchen die meisten Zentralbanken, das Geldmengenwachstum zu begrenzen, wenn die Wirtschaft gut läuft. Die derzeitige US-Geldpolitik ist jedoch kein regelbasiertes System, das nur aufgrund der Wirtschaftslage ausgelöst wird. Stattdessen ist die Politik diskretionär und zielt auf die Förderung von Wirtschaftswachstum und Preisstabilität ab.

Zudem können die Fed-Beamten ihr Ermessen und ihre Flexibilität nutzen, um wirtschaftliche Schocks und Finanzkrisen zu bekämpfen. Während der Finanzkrise 2007-2008 leitete die Fed beispielsweise mehrere Maßnahmen ein, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, darunter die Senkung der Zinssätze auf nahezu Null und die Umsetzung eines Kaufprogramms für US-Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Dass die Fed als Käufer von Schulden auftrat, führte zu einer enormen Geldspritze in das Bankensystem.6

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