Kapitalerhalt
Kapitalerhaltung: Strategien, Risiken und Nachteile
Wichtige Erkenntnisse
- Kapitalerhalt zielt darauf ab, das investierte Kapital zu schützen und Portfoliowerluste zu verhindern.
- Diese Strategie beinhaltet oft risikoarme Anlagen wie US-Schatzanweisungen und Einlagenzertifikate.
- Ruheständler legen Wert auf Kapitalerhalt, um sicherzustellen, dass ihre Ersparnisse nicht vor ihnen ausgehen.
- Kapitalerhaltungsstrategien halten möglicherweise nicht mit der Inflation Schritt, was mit der Zeit die Kaufkraft mindert.
- Inflationsbereinigte Anlagen wie Treasury Inflation-Protected Securities können helfen, die Auswirkungen der Inflation auszugleichen.
Was ist Kapitalerhalt?
Kapitalerhalt ist eine konservative Anlagestrategie, die sich auf den Schutz des Kapitals und die Vermeidung von Verlusten konzentriert. Sie umfasst in der Regel risikoarme Anlagen wie Schatzanweisungen und Einlagenzertifikate und eignet sich daher für Ruheständler und risikoscheue Anleger. Während sie Sicherheit bietet, sind die Renditen bescheiden und können im Laufe der Zeit durch Inflation aufgezehrt werden.
Wie Kapitalerhalt funktioniert
Anleger halten ihre Gelder in verschiedenen Arten von Anlagen gemäß ihren Anlagezielen. Das Ziel oder die Portfoliostrategie eines Anlegers wird durch eine Reihe von Faktoren bestimmt, darunter Alter, Anlageerfahrung, familiäre Verpflichtungen, Ausbildung, Jahreseinkommen usw.
Diese Faktoren zeigen in der Regel, wie risikoscheu ein Anleger ist. Übliche Anlageziele sind laufende Erträge, Wachstum und Kapitalerhalt.
Abwägung von Risikotoleranz und Anlagezielen
Die Strategie des laufenden Ertrags beinhaltet Investitionen in Vermögenswerte, die schnelle Renditen erwirtschaften, wie Hochzinsanleihen und Aktien mit hoher Dividendenrendite. Die Wachstumsstrategie beinhaltet die Suche nach Aktien, die den Schwerpunkt auf Kapitalzuwachs legen und dabei das laufende Einkommen nur minimal berücksichtigen.
Wachstumsinvestoren sind bereit, mehr Risiko zu tolerieren und investieren in Wachstumsaktien mit hohen Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV). Ein weiteres häufiges Anlageziel für ein Portfolio ist der Kapitalerhalt.
Wertpapiere, die für den Kapitalerhalt verwendet werden, haben ein geringes bis gar kein Risiko und damit geringere Renditen im Vergleich zu Strategien für laufende Erträge und Wachstum. Ruheständler und Personen, die kurz vor dem Ruhestand stehen, legen Wert auf Kapitalerhalt, da sie für ihre Lebenshaltungskosten auf Investitionen angewiesen sind.
Diese Anleger haben wenig Zeit, sich von Marktrückgängen zu erholen, und stellen die Sicherheit des Kapitals über hohe Erträge. Da Ruheständler sicherstellen wollen, dass ihre Altersvorsorge nicht vor ihnen ausgeht, entscheiden sie sich in der Regel für Anlagen mit minimalem Risiko, wie US-Staatsanleihen, hochverzinsliche Sparkonten, Geldmarktkonten und Bankeinlagenzertifikate (CDs).
Die meisten Anlageinstrumente für den Kapitalerhalt sind bis zu 250.000 USD FDIC-versichert. Einige Anleger wählen diese für kurzfristige Anlagen.1
Potenzielle Nachteile des Kapitalerhalts
Ein großer Nachteil der Kapitalerhaltungsstrategie ist der schleichende Effekt der Inflation auf die Rendite "sicherer" Anlagen über längere Zeiträume hinweg. Während die Inflation kurzfristig möglicherweise keine signifikanten Auswirkungen auf die Rendite hat, kann sie im Laufe der Zeit den realen Wert einer Anlage erheblich mindern.
Beispielsweise kann eine moderate jährliche Inflationsrate von 3 % den realen oder inflationsbereinigten Wert einer Anlage in 24 Jahren um 50 % reduzieren. Ihre Ersparnisse bleiben intakt, aber die Zinsen wachsen oft nicht genug, um den Kaufkraftverlust durch moderate Inflation auszugleichen. In "realen" Begriffen könnten Sie daher an Wert verlieren, obwohl Sie den gleichen Geldbetrag haben.
Aus diesem Grund sind Anleger, die die Kapitalwertsteigerungsstrategie anwenden, besser beraten, in inflationsbereinigte Anlagen wie Treasury Inflation-Protected Securities (TIPS) zu investieren, die von der US-Regierung ausgegeben werden.