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Kapitalgeschützte Note

Was ist eine Principal-Protected Note (PPN)? Vorteile und Risiken erklärt



Was bedeutet Principal-Protected Note?


Eine Principal-Protected Note (PPN) garantiert, dass Anleger zumindest ihre ursprüngliche Investition zurückerhalten, wenn die Note fällig wird. Selbst wenn die zugrunde liegenden Vermögenswerte schlecht abschneiden, bleibt das Kapital sicher. PPNs eignen sich für risikoaverse Anleger, die an potenziellen Marktgewinnen teilhaben möchten, ohne ihr Kapital zu verlieren. Die Sicherheit einer PPN hängt jedoch von der Bonität des Emittenten ab, und Anleger sollten auf langfristige Verpflichtungen vorbereitet sein.



Wichtige Erkenntnisse


  • Principal-Protected Notes (PPNs) sind festverzinsliche Wertpapiere, die die Rückzahlung des Kapitals eines Anlegers unabhängig von der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Vermögenswerts sicherstellen.
  • Diese Noten kombinieren eine Nullkuponanleihe mit einer Option, die an einen Vermögenswert, Index oder Referenzwert gekoppelt ist, und bieten potenzielle Gewinne aus günstigen Marktbewegungen, wenn sie bis zur Fälligkeit gehalten werden.
  • Die Kapitalgarantie hängt von der Bonität des Emittenten ab, wodurch das Wertpapier unbesichert und dem Emittentenrisiko ausgesetzt ist.
  • PPNs verlangen von Anlegern, sie bis zur Fälligkeit zu halten, um die volle Auszahlung zu erhalten; vorzeitige Rücknahmen können zu Strafen und einer Reduzierung des Kapitals führen.
  • Vergangene Vorfälle wie der Zusammenbruch von Lehman Brothers verdeutlichen die Komplexität und die kritische Prüfung, die bei Investitionen in PPNs erforderlich ist.


Wie Principal-Protected Notes funktionieren


Eine Principal-Protected Note (PPN) ist ein strukturiertes Finanzprodukt, das eine Rendite von mindestens dem investierten Kapitalbetrag garantiert, solange die Note bis zur Fälligkeit gehalten wird. Eine PPN ist als Nullkuponanleihe – eine Anleihe, die bis zur Fälligkeit keine Zinszahlungen leistet – und eine Option mit einer Auszahlung, die an einen zugrunde liegenden Vermögenswert, Index oder Referenzwert gekoppelt ist, strukturiert. Basierend auf der Wertentwicklung des gekoppelten Vermögenswerts, Index oder Referenzwerts variiert die Auszahlung. Wenn die Auszahlung beispielsweise an einen Aktienindex wie den Russell 2000 gekoppelt ist und der Index um 30% steigt, erhält der Anleger den vollen Gewinn von 30%. Tatsächlich versprechen die kapitalgeschützten Wertpapiere, dem Anleger bei Fälligkeit sein Kapital zurückzuzahlen, zuzüglich des zusätzlichen Gewinns aus der Indexentwicklung, wenn dieser Index innerhalb einer bestimmten Spanne handelt.

Ein Nachteil ist, dass die Garantie von der Bonität des Emittenten oder Garanten abhängt. Wenn der Emittent in Konkurs geht und nicht zahlen kann, könnten Anleger ihr Kapital verlieren, was die Garantie zunichtemacht. Da diese Noten unbesicherte Schuldtitel sind, haben Anleger eine niedrigere Priorität als besicherte Gläubiger.

Darüber hinaus müssen Anleger diese Noten bis zur Fälligkeit halten, um die volle Auszahlung zu erhalten. Diese Noten haben oft lange Laufzeiten, sodass Anleger Gelder für Jahre binden und jährliche fiktive Zinsen zahlen können. Vorzeitige Rücknahmen können Gebühren verursachen, und Teilrücknahmen können die endgültige Auszahlung reduzieren.



Risiken und Einschränkungen von Principal-Protected Notes


Die Risiken von Principal-Protected Notes wurden nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers während der Kreditkrise 2008 deutlich. Lehman Brothers hatte viele dieser Noten ausgegeben, und Makler drängten sie in die Portfolios ihrer Kunden, die wenig bis gar keine Kenntnis dieser Produkte hatten. Die Renditen von PPNs waren komplexer, als sie den Kunden erschienen. Damit ein Anleger Indexrenditen erzielt und sein Kapital zurückerhält, können die Bedingungen verlangen, dass der Index nicht um 25% oder mehr von seinem Ausgangspunkt fällt. Er darf auch nicht um mehr als 27% steigen. Überschreitet der Index diese Niveaus während der Haltedauer, erhalten die Anleger nur ihr Kapital zurück.

Anleger, die komplexe PPNs vermeiden, können stattdessen kapitalgeschützte Fonds wählen. Kapitalgeschützte Fonds sind gemanagte Fonds, die hauptsächlich aus Principal-Protected Notes bestehen, die so strukturiert sind, dass sie das Kapital eines Anlegers schützen. Die Renditen dieser Fonds werden als ordentliches Einkommen besteuert, nicht als Kapitalgewinne oder steuerbegünstigte Dividenden. Darüber hinaus werden die vom Fonds erhobenen Gebühren zur Finanzierung der Derivatpositionen verwendet, die zur Garantie der Kapitalrenditen und zur Risikominimierung eingesetzt werden.

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