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Kassenposition

Verstehen der Liquiditätsposition: Definition, wichtige Kennzahlen und praktische Beispiele



Wichtige Erkenntnisse


  • Eine Cash-Position gibt die Menge an Bargeld und Zahlungsmitteläquivalenten an, die ein Unternehmen oder ein Anleger zu einem bestimmten Zeitpunkt hält.
  • Cash-Positionen dienen als Liquiditätsreserve, ermöglichen Investitionen und bieten einen Puffer gegen Verluste.
  • Übermäßige Bargeldbestände können zu einem "Cash-Drag" führen, bei dem potenziell höhere Renditen verpasst werden, weil das Geld nicht investiert ist.
  • Liquiditätskennzahlen wie die aktuelle Kennzahl (Current Ratio) helfen, die Cash-Position einer Organisation und ihre Fähigkeit, kurzfristige Verbindlichkeiten zu decken, zu analysieren.
  • Investmentfonds mit großen Cash-Positionen warten möglicherweise auf bessere Marktchancen, was auf vorsichtige oder strategische Planung hindeutet.


Was ist eine Cash-Position?


Eine Cash-Position spiegelt die Liquidität und finanzielle Stärke eines Unternehmens wider und stellt das verfügbare Bargeld und liquide Mittel wie kurzfristige Staatsanleihen oder Einlagenzertifikate dar. Sie gibt sowohl internen Managern als auch externen Analysten Einblick in die finanzielle Gesundheit und wird häufig anhand von Liquiditätskennzahlen und Cashflow gemessen.

Während starke Bargeldreserven die Flexibilität und Stabilität erhöhen, kann übermäßiges Bargeld zu einem Cash-Drag führen, weshalb es wichtig ist, die Liquidität mit strategischen Investitionsmöglichkeiten in Einklang zu bringen.



Wichtig


Während Cash-Positionen nur den risikofreien Zinssatz einbringen, haben sie auch kein Abwärtsrisiko. Bargeld kann dann als Liquidität für Investitionen oder als Puffer gegen Verluste verwendet werden.



Cash-Position verstehen und ihre Bedeutung


Eine Cash-Position zeigt das Bargeldniveau einer Organisation im Vergleich zu ihren Ausgaben und Verbindlichkeiten. Interne Stakeholder können sie täglich überprüfen, während externe Analysten sie oft vierteljährlich prüfen. Eine stabile Cash-Position liegt vor, wenn ein Unternehmen oder eine andere Einheit in der Lage ist, seine kurzfristigen Verbindlichkeiten mit einer Kombination aus Bargeld und liquiden Mitteln zu decken.

Wenn ein Unternehmen jedoch über eine große Cash-Position hinausgehend über seine aktuellen Verbindlichkeiten verfügt, ist dies ein starkes Signal finanzieller Stärke. Dies liegt daran, dass Bargeld benötigt wird, um das wachsende Geschäft zu finanzieren und Verpflichtungen zu begleichen. Eine zu große Cash-Position kann jedoch oft auf Verschwendung hindeuten, da die Mittel nur sehr geringe Renditen erwirtschaften oder das Unternehmen nicht genügend Ideen und Projekte hat, in die es investieren kann.

Andere Organisationen wie Geschäfts- und Investmentbanken sind in der Regel verpflichtet, eine Mindest-Cash-Position zu halten, die auf der Anzahl der von ihnen verwalteten Fonds basiert. Dies stellt sicher, dass die Bank ihre Kontoinhaber auszahlen kann, wenn diese Geld abheben möchten. Wenn ein Investmentfonds eine große Cash-Position hat, ist dies oft ein Zeichen dafür, dass er nur wenige attraktive Investitionen am Markt sieht und es vorzieht, an der Seitenlinie zu bleiben.



Bewertung der Cash-Position mithilfe von Liquiditätskennzahlen


Die Cash-Position einer Organisation wird in der Regel anhand von Liquiditätskennzahlen analysiert. Beispielsweise wird die aktuelle Kennzahl (Current Ratio) als das Umlaufvermögen eines Unternehmens dividiert durch seine kurzfristigen Verbindlichkeiten abgeleitet. Dies misst die Fähigkeit einer Organisation, ihre kurzfristigen Verpflichtungen zu decken. Wenn das Verhältnis größer als eins ist, bedeutet dies, dass das Unternehmen über ausreichend Bargeld verfügt, um den Betrieb fortzuführen.

Die Cash-Position eines Unternehmens kann auch über den freien Cashflow (Free Cash Flow, FCF) bewertet werden, der sich aus dem operativen Cashflow abzüglich der Investitionsausgaben ergibt.



Beispiele für Cash-Positionen aus der Praxis


Externe Analysten betrachten häufig den FCF eines Unternehmens, um dessen Leistung zu bewerten. Beispielsweise lag der FCF von Chase Corp. im Jahr 2019 um 43 % über dem Nettogewinn, was einer FCF-Rendite von 4,2 % entspricht.1



Kurze Fakten


Warren Buffetts Berkshire Hathaway hatte im zweiten Quartal 2020 eine Cash-Position von 146 Milliarden US-Dollar, verglichen mit einer Marktkapitalisierung von 481 Milliarden US-Dollar.2



Die Risiken des Haltens von Bargeld verstehen


Während eine Cash-Position eine Liquiditätsreserve und einen Puffer gegen Verluste bietet, erwirtschaftet Bargeld an sich nur den risikofreien Zinssatz, und zu hohe Bargeldbestände können eine Opportunitätskosten darstellen. "Cash-Drag" ist eine häufige Ursache für Performance-Nachteile in einem Portfolio. Es bezieht sich auf das Halten eines Teils eines Portfolios in bar, anstatt diesen Teil in den Markt zu investieren.

Da Bargeld in der Regel sehr niedrige oder sogar negative reale Renditen aufweist, wenn man die Auswirkungen der Inflation berücksichtigt, würden die meisten Portfolios eine bessere Rendite erzielen, wenn sie das gesamte Bargeld in den Markt investieren. Einige Anleger entscheiden sich jedoch dafür, Bargeld zu halten, um Kontogebühren und Provisionen zu bezahlen, als Notfallfonds oder als Diversifikator für andere Portfolioinvestitionen.

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