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Katastrophenakkumulation

Verstehen der Katastrophenakkumulation in der Versicherung



Wichtige Erkenntnisse


  • Die Katastrophenakkumulation schätzt die potenziellen Verluste, die Versicherer bei regionalen Katastrophenereignissen erleiden.
  • Versicherer steuern das Risiko der Katastrophenakkumulation, indem sie Prämien anpassen oder Rückversicherung kaufen.
  • Großflächige Katastrophen können zu gleichzeitigen Schadensmeldungen führen, was für Versicherer das Risiko höherer Verluste birgt.
  • Katastrophen erfordern, dass Versicherer ihre Szenarien des wahrscheinlichen Höchstschadens berechnen.
  • Dieser Ansatz hilft Versicherern, sich auf die finanziellen Auswirkungen von Katastrophen im schlimmsten Fall vorzubereiten.


Was ist Katastrophenakkumulation?


In der Versicherungsbranche bezeichnet „Katastrophenakkumulation“ die Gesamtzahl der Schadensfälle, mit denen ein Versicherer konfrontiert werden könnte, wenn eine oder mehrere Katastrophen ein großes geografisches Gebiet betreffen. Versicherer nutzen diese Schätzungen, um das Risiko zu steuern, Prämien festzulegen und zu entscheiden, wie viel Rückversicherung sie kaufen. Das Verständnis der Katastrophenakkumulation hilft Versicherern, finanziell vorbereitet zu bleiben, und gibt den Versicherungsnehmern Einblick, wie großflächige Risiken die Deckungsentscheidungen beeinflussen.



Die Mechanik der Katastrophenakkumulation verstehen


Das grundlegende Geschäftsmodell von Versicherungsunternehmen besteht darin, Prämien von einer großen Anzahl von Versicherungsnehmern einzusammeln, wobei die erhobenen Prämien hoch genug sind, um die voraussichtlichen Schadensforderungen aus diesen Policen zu decken. Steigen die Schadensforderungen jedoch über das erwartete Niveau, kann das Versicherungsunternehmen möglicherweise die Schadensfälle nicht aus den zuvor eingenommenen Prämien finanzieren, was zu einem Verlust und potenzieller Insolvenz führt.

Diese grundlegende Herausforderung ist besonders akut bei katastrophalen Risiken wie Erdbeben oder Hurrikanen. Im Gegensatz zu den meisten Versicherungsverträgen, bei denen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Versicherungsnehmer einen Schaden meldet, nicht davon beeinflusst wird, ob ein zweiter oder dritter Versicherungsnehmer dies tut, können Katastrophen für Versicherer viel gefährlicher sein. Denn ein einzelnes Ereignis könnte potenziell Versicherungsnehmer in einer gesamten Region betreffen und zu einer Kaskade von Schadensmeldungen gleichzeitig führen. Aus Sicht des Versicherungsunternehmens ist dies eine Art „Worst-Case-Szenario“, da der Gesamtwert dieser Schadensforderungen die für diese Policen eingenommenen Prämien bei weitem übersteigen könnte.

Um dieses Risiko zu steuern, erfassen Versicherungsunternehmen die potenziellen Verluste, die mit diesen Katastrophenarten verbunden sind, und gruppieren diese Schätzungen für jede Region oder für das gesamte Unternehmen. Versicherungsunternehmen bezeichnen diese laufende Summe als ihre Katastrophenakkumulation, da es sich im Wesentlichen um die Akkumulation des Risikos handelt, das von einer potenziellen Katastrophe ausgeht. Beispielsweise könnte ein Hausratversicherer, der gegen Erdbeben versichert, seine Katastrophenakkumulation für einen bestimmten, besonders erdbebengefährdeten Staat oder eine Stadt erfassen. Abhängig von der Höhe der erfassten Katastrophenakkumulation muss das Versicherungsunternehmen möglicherweise seine Versicherungsprämien erhöhen oder Rückversicherung kaufen, um sein Risiko zu steuern.



Reale Szenarien, die die Katastrophenakkumulation verdeutlichen


Versicherungsunternehmen bewerten das mit dem Abschluss einer neuen Police verbundene Risiko, indem sie die potenzielle Schwere und Häufigkeit von Verlusten untersuchen. Schwere und Häufigkeit variieren je nach Art der Gefahr, dem Risikomanagement und den vom Versicherten eingesetzten Reduktionsmaßnahmen sowie anderen Faktoren wie der Geografie. Beispielsweise hängt die Wahrscheinlichkeit eines Schadens bei einer Feuerversicherung davon ab, wie nah Gebäude beieinander stehen, wie weit die nächste Feuerwehrstation entfernt ist und welche Brandschutzmaßnahmen das Gebäude hat.

Nach Berücksichtigung dieser Faktoren könnte das Versicherungsunternehmen versuchen, sein Worst-Case-Szenario durch die Berechnung seines wahrscheinlichen Höchstschadens (Probable Maximum Loss, PML) zu schätzen. Beispielsweise könnte ein Versicherungsunternehmen mit Exposition gegenüber feuerbedingten Risiken eine Tabelle erstellen, die den jährlichen aggregierten PML für Waldbrände über einen Zeitraum von 100 Jahren modelliert. Da katastrophale Ereignisse von Natur aus selten sind, sind lange Zeiträume wie dieser möglicherweise erforderlich, um sicherzustellen, dass eine ausreichend große Anzahl vergangener Ereignisse in den Datensatz aufgenommen wird.

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