top of page

Knacken

Knacken



Was ist Cracken?


Cracken ist eine in Ölraffinerien verwendete Technik, bei der große und komplexe Kohlenwasserstoffmoleküle in kleinere und leichtere Bestandteile zerlegt werden, die für den kommerziellen oder privaten Gebrauch nützlicher sind. Cracken ist ein kritischer Schritt im Prozess der Rohölraffinierung.

Andere Erdölprodukte wie Heizöl, Dieselkraftstoff und Benzin sind auf das Cracken angewiesen.



Wichtige Erkenntnisse


  • Cracken ist ein in Ölraffinerien verwendeter Prozess, um verkaufsfähige Nebenprodukte aus Rohöl zu gewinnen.
  • Einige Ölformen wie leichtes Süßrohöl erfordern eine relativ geringe Raffination, um verkauft zu werden.
  • Abhängig von Faktoren wie der Produktionsrate verschiedener Erdölnebenprodukte kann der relative Wert von Rohstoffen wie Heizöl und Benzin im Laufe der Zeit schwanken – was Spekulations- oder Absicherungsmöglichkeiten für Rohstoffhändler schafft.


Wie Cracken funktioniert


Nach der Förderung aus einer Bohrung enthält Rohöl in seiner rohen Form eine Mischung aus großen und komplexen Kohlenwasserstoffmolekülen. Obwohl das Rohöl bereits in seiner rohen Form wertvoll ist, ist sein wirtschaftlicher Nutzen relativ begrenzt, bis es zusätzlichen Raffinationsprozessen unterzogen wurde.

Um das Rohöl in eine Form zu bringen, die breiter genutzt werden kann, besteht die erste und wichtigste Stufe im Raffinationsprozess darin, die unverarbeiteten Kohlenwasserstoffmoleküle in kleinere Bestandteile aufzubrechen oder zu "cracken". Diese Stufe – allgemein als "Cracken" bezeichnet – ermöglicht es, Rohöl in eine Vielzahl von marktfähigen Kraftstoffen, Schmierstoffen und anderen Produkten umzuwandeln.

Obwohl das grundlegende Konzept in allen Fällen gleich ist, kann der Crackprozess auf verschiedene Weise implementiert werden. Eine häufige Anwendung ist das sogenannte Fluid Catalytic Cracking (FCC), das bei der Herstellung von Benzin sowie verschiedenen Destillatkraftstoffen eingesetzt wird.

Ein einzelner Produkt-Crack spiegelt die Differenz zwischen den Preisen eines Barrel Rohöl und eines Barrel eines bestimmten Produkts wider. Zum Beispiel von Rohöl zu Benzin. Raffinerien und Investoren setzen auch Crack-Strategien gegen mehrere Produkte ein. Zum Beispiel ein Barrel Öl in Benzin, Kerosin, Düsentreibstoff und Heizöl.



Praxisbeispiel für Cracken


Obwohl Cracken ein üblicher Schritt im Ölraffinerieprozess ist, erfordern einige Ölsorten – wie leichtes Süßrohöl – eine relativ geringe Behandlung, um verkauft zu werden. Aufgrund des geringen Investitionsaufwands, der vor dem Verkauf erforderlich ist, sind solche Ölsorten sehr gefragt und erzielen hohe Preise auf internationalen Rohstoffmärkten.

Obwohl Dutzende von Produkten durch die Raffination von Rohöl hergestellt werden können, sind die am häufigsten auf Rohstoffmärkten gehandelten Heizöl und Benzin. Obwohl ihre relativen Preise im Laufe der Zeit je nach Angebot und Nachfrage variieren, ist eine gängige Faustregel von Händlern, dass das Verhältnis zwischen ihnen typischerweise um 3 zu 2 zu 1 schwanken sollte. Mit anderen Worten, dieses Verhältnis geht davon aus, dass drei Barrel Öl normalerweise zwei Barrel Benzin und ein Barrel Heizöl ergeben sollten.

Wenn die Preise erheblich von diesen Verhältnissen abweichen, könnten Händler versuchen, auf eine Rückkehr zum Mittelwert zu spekulieren, indem sie den Rohstoff kaufen, der im Verhältnis zu diesem Verhältnis unterbewertet erscheint, oder denjenigen verkaufen, der überbewertet erscheint. Händler können dieses Verhältnis auch als Richtlinie verwenden, wenn sie sich gegen ihr Engagement in diesen Rohstoffen absichern möchten.



Der Crack Spread


Der Preis eines Barrel Rohöl und die verschiedenen Preise der daraus raffinierten Produkte sind nicht immer perfekt synchronisiert. Abhängig von der Jahreszeit, dem Wetter, den globalen Lieferungen und vielen anderen Faktoren führen Angebot und Nachfrage für bestimmte Destillate zu Preisänderungen, die die Gewinnspannen für ein Barrel Rohöl für die Raffinerie beeinflussen können. Dies ist auf dem Rohstoffmarkt als Crack Spread bekannt.

Um Preisrisiken zu mindern, nutzen Raffinerien Futures, um den Crack Spread abzusichern. Futures- und Optionshändler können den Crack Spread auch nutzen, um andere Anlagen abzusichern oder auf mögliche Preisänderungen bei Öl und raffinierten Erdölprodukten zu spekulieren.

Händler können den Crack Spread entweder kaufen oder verkaufen. Wenn Sie ihn kaufen, erwarten Sie, dass sich der Crack Spread verstärkt, was bedeutet, dass die Raffinationsmargen steigen, weil die Rohölpreise fallen und/oder die Nachfrage nach raffinierten Produkten wächst. Den Crack Spread zu verkaufen bedeutet, dass Sie erwarten, dass die Nachfrage nach raffinierten Produkten nachlässt oder der Spread selbst sich aufgrund von Änderungen der Ölpreise verengt, also verkaufen Sie die Futures auf raffinierte Produkte und kaufen Rohöl-Futures.

Investieren Rohstoffe Öl
bottom of page