Kongregerfusion
Konglomeratsfusionen: Definition, Zwecke und Beispiele
Was ist eine Konglomeratsfusion?
Eine Konglomeratsfusion ist eine Fusion zwischen Unternehmen, die in völlig unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig sind. Diese Fusionen finden typischerweise zwischen Unternehmen aus verschiedenen Branchen oder an unterschiedlichen geografischen Standorten statt.
Es gibt zwei Arten von Konglomeratsfusionen: reine und gemischte. Reine Konglomeratsfusionen betreffen Unternehmen, die nichts gemeinsam haben, während gemischte Konglomeratsfusionen Unternehmen betreffen, die nach Produkt- oder Markterweiterungen suchen.
Wichtige Erkenntnisse
- Eine Konglomeratsfusion ist eine Fusion zweier Unternehmen mit völlig unterschiedlichen Geschäftsaktivitäten.
- Es gibt zwei Arten von Konglomeratsfusionen: reine, bei denen die beiden Unternehmen weiterhin in ihren eigenen Märkten operieren, und gemischte, bei denen die Unternehmen Produkt- und Markterweiterungen anstreben.
- Zwei Unternehmen gehen eine Konglomeratsfusion ein, um ihren Marktanteil zu erhöhen, ihre Geschäfte zu diversifizieren, ihre Produkte cross-selling zu betreiben und Synergien zu nutzen.
- Nachteile einer Konglomeratsfusion können Effizienzverlust, kulturelle Konflikte und eine Abkehr von den Kerngeschäften sein.
- Gegner von Konglomeratsfusionen glauben, dass diese zu einem Mangel an Markteffizienz führen können, wenn große Unternehmen die Branche durch die Übernahme kleinerer Firmen konsolidieren.
Verständnis einer Konglomeratsfusion
Eine Konglomeratsfusion besteht aus zwei Unternehmen, die nichts gemeinsam haben. Ihre Geschäfte überschneiden sich nicht und sie sind auch keine Konkurrenten; dennoch glauben sie, dass es Vorteile bei der Zusammenführung ihrer Unternehmen gibt.
Es gibt viele Gründe für Konglomeratsfusionen, wie etwa erhöhter Marktanteil, Synergien und Cross-Selling-Möglichkeiten. Diese können sich in Werbung, Finanzplanung, Forschung und Entwicklung (F&E), Produktion oder anderen Bereichen äußern. Die grundlegende Überzeugung bei jeder Fusion ist, dass das neu gegründete Unternehmen für alle Interessengruppen besser sein wird als die beiden getrennten Unternehmen.
Unternehmen fusionieren auch, um das Verlustrisiko durch Diversifikation zu verringern. Wenn ein Konglomerat jedoch durch Übernahmen zu groß wird, kann die Leistung des Unternehmens leiden. In den 1960er und 1970er Jahren waren Konglomeratsfusionen beliebt und am häufigsten. Heute sind sie aufgrund der begrenzten finanziellen Vorteile selten.
Es gibt viele Gegner von Konglomeratsfusionen, die glauben, dass sie die Effizienz des Marktes verringern. Sie sind vor allem der Meinung, dass dies geschieht, wenn größere Unternehmen kleinere Unternehmen übernehmen, was es den größeren Unternehmen ermöglicht, mehr Marktmacht zu erlangen, indem sie bestimmte Branchen "verschlingen" und konsolidieren. Das Bankwesen ist ein Beispiel für eine Branche, in der häufig Fusionen stattfinden. Große nationale oder regionale Banken haben zum größten Teil kleine, lokale Banken übernommen und die Bankenbranche unter ihrer Kontrolle konsolidiert.
Einige bekannte Konglomeratsfusionen der letzten Zeit sind Amazon und Whole Foods, eBay und PayPal sowie Disney und Pixar.
Vorteile und Nachteile einer Konglomeratsfusion
Vorteile
Trotz ihrer Seltenheit haben Konglomeratsfusionen mehrere Vorteile: Diversifikation, eine erweiterte Kundenbasis und erhöhte Effizienz. Durch Diversifikation verringert sich das Verlustrisiko. Wenn ein Geschäftsbereich schlecht abschneidet, können andere, besser performende Geschäftseinheiten die Verluste ausgleichen. Dies kann auch als Investitionsmöglichkeit für ein Unternehmen betrachtet werden.
Die Fusion ermöglicht es dem Unternehmen auch, auf einen neuen Kundenstamm zuzugreifen und so seine Kundenbasis zu erweitern. Diese neue Gelegenheit erlaubt es dem Unternehmen, neue Produkte zu vermarkten und cross-selling zu betreiben, was zu höheren Einnahmen führt. Beispielsweise fusioniert Unternehmen A, das auf die Herstellung von Radios spezialisiert ist, mit Unternehmen B, das auf die Herstellung von Uhren spezialisiert ist, um Unternehmen C zu bilden. Unternehmen C hat nun Zugang zu einer großen Kundenbasis, der es seine Produkte vermarkten kann (z. B. Produkte von Unternehmen A an Kunden von Unternehmen B und umgekehrt).
Neben höheren Umsätzen durch einen größeren Markt profitiert das neue Unternehmen auch von einer gesteigerten Effizienz, wenn jedes fusionierte Unternehmen bewährte Verfahren und Kompetenzen einbringt, die es dem Unternehmen ermöglichen, optimal zu arbeiten.
Nachteile
Obwohl Diversifikation oft mit Belohnung verbunden ist, birgt sie auch Risiken. Diversifikation kann den Fokus und die Ressourcen von den Kernaktivitäten ablenken und zu schlechter Leistung beitragen. Wenn das übernehmende Unternehmen nicht ausreichend Erfahrung in der Branche des übernommenen Unternehmens hat, wird das neue Unternehmen wahrscheinlich ineffektive Corporate-Governance-Richtlinien, schlechte Preisstrukturen und eine unerfahrene, leistungsschwache Belegschaft entwickeln.
Außerdem kann es für Unternehmen aus verschiedenen Branchen oder mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen schwierig sein, erfolgreich eine neue Unternehmenskultur zu entwickeln, in der Verhaltensweisen und Werte mit der Mission und Vision des neuen Unternehmens übereinstimmen. Die Entwicklung einer neuen Unternehmenskultur basiert nicht auf der Auflösung bestehender Kulturen. Vielmehr beinhaltet eine erfolgreiche Fusion von Kulturen einen Konsens über Betriebsprozesse, Werte und Prinzipien, die den Erfolg des Unternehmens und seiner Stakeholder fördern.
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