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Kreditausfallversicherung

Kreditausfallversicherung verstehen: Risiken und Vorteile



Wichtige Erkenntnisse


  • Kreditausfallversicherungen übertragen Kreditrisiken, ohne den zugrunde liegenden Vermögenswert zu übertragen.
  • Credit Default Swaps (CDS) und Total Return Swaps sind beliebte Formen der Kreditausfallversicherung.
  • CDS-Optionen helfen Käufern, gegen eine Gebühr Kreditrisiken auf Verkäufer zu übertragen, ähnlich wie eine Versicherung.
  • Total Return Swaps übertragen sowohl Kredit- als auch Zinsrisiken, im Gegensatz zu CDS, die nur Kreditrisiken übertragen.
  • Credit Default Swaps werden seit 1994 verwendet und werden nicht öffentlich gehandelt.


Was ist eine Kreditausfallversicherung?


Eine Kreditausfallversicherung ist eine finanzielle Vereinbarung – in der Regel ein Kreditderivat wie ein Credit Default Swap (CDS) oder ein Total Return Swap – zur Minderung des Verlustrisikos durch Zahlungsausfall eines Kreditnehmers oder Anleiheemittenten.

Die Kreditausfallversicherung ermöglicht die Übertragung von Kreditrisiken ohne Übertragung des zugrunde liegenden Vermögenswerts.



Wie Kreditausfallversicherungen das Anlagerisiko reduzieren


Die am häufigsten verwendete Art der Kreditausfallversicherung ist der Credit Default Swap (CDS). Credit Default Swaps übertragen ausschließlich Kreditrisiken; sie übertragen keine Zinsrisiken. Ein CDS ist ein Finanzderivat, das es einem Anleger ermöglicht, sein Kreditrisiko gegen das eines anderen Anlegers zu 'swappen' oder auszugleichen.

Im Wesentlichen ist ein CDS eine Versicherung gegen Zahlungsausfall. Durch einen CDS kann ein Käufer das Risiko seiner Anlage verringern, indem er das gesamte Risiko oder einen Teil davon gegen eine regelmäßige Gebühr auf eine Versicherungsgesellschaft oder einen anderen CDS-Verkäufer überträgt. Wenn ein Kreditgeber beispielsweise befürchtet, dass ein Kreditnehmer einen Kredit nicht zurückzahlen wird, könnte der Kreditgeber einen CDS nutzen, um dieses Risiko auszugleichen oder zu swappen.

Auf diese Weise erhält der Käufer eines Credit Default Swap Kreditschutz, während der Verkäufer des Swaps die Bonität des Schuldtitels garantiert. Der Käufer eines Credit Default Swap hat Anspruch auf den Nennwert des Vertrags durch den Verkäufer des Swaps, falls der Emittent Zahlungen nicht leistet.

Wenn der Schuldner nicht ausfällt und alles gut läuft, wird der CDS-Käufer am Ende etwas Geld verlieren, aber der Käufer riskiert einen viel größeren Teil seiner Anlage zu verlieren, wenn der Emittent ausfällt und er keinen CDS gekauft hat. Je mehr der Inhaber eines Wertpapiers also glaubt, dass sein Emittent wahrscheinlich ausfällt, desto begehrenswerter ist ein CDS und desto eher kann die Prämie als lohnende Investition angesehen werden.



Entwicklung und Auswirkungen von Credit Default Swaps


Credit Default Swaps gibt es seit 1994.1 CDSs werden nicht öffentlich gehandelt und müssen nicht einer Regierungsbehörde gemeldet werden.2 CDS-Daten können von Finanzfachleuten, Aufsichtsbehörden und den Medien genutzt werden, um zu überwachen, wie der Markt das Kreditrisiko eines Unternehmens einschätzt, für das ein CDS verfügbar ist. Dies kann mit den Bewertungen der Ratingagenturen wie Moody's Investors Service und Standard & Poor's verglichen werden.

Die meisten CDSs werden unter Verwendung von Standardformularen dokumentiert, die von der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) erstellt wurden, obwohl es viele Varianten gibt.3 Neben den einfachen Single-Name Swaps gibt es Basket Default Swaps (BDSs), Index-CDSs, fundierte CDSs (auch Credit Linked Notes genannt) sowie Loan-Only Credit Default Swaps (LCDS). Neben Unternehmen und Regierungen kann das Referenzunternehmen auch eine Zweckgesellschaft umfassen, die forderungsbesicherte Wertpapiere emittiert.



Vergleich von Credit Default Swaps und Total Return Swaps


Während Credit Default Swaps nur Kreditrisiken übertragen, übertragen Total Return Swaps sowohl Kredit- als auch Zinsrisiken. Ein Total Return Swap ist eine Swap-Vereinbarung, bei der eine Partei Zahlungen auf der Grundlage eines festgelegten Zinssatzes (fest oder variabel) leistet, während die andere Partei Zahlungen auf der Grundlage der Rendite eines zugrunde liegenden Vermögenswerts leistet, die sowohl die erzielten Erträge als auch etwaige Kapitalgewinne umfasst.

Bei Total Return Swaps ist der zugrunde liegende Vermögenswert, der als Referenzwert bezeichnet wird, in der Regel ein Aktienindex, ein Korb von Krediten oder Anleihen. Der Vermögenswert befindet sich im Besitz der Partei, die die festgelegte Zahlung erhält.

National Bureau of Economic Research. "Credit Default Swaps and the Credit Crisis," Seite 29.

National Bureau of Economic Research. "Credit Default Swaps and the Credit Crisis," Seite 29.

U.S. Securities and Exchange Commission. "Testimony Concerning Credit Default Swaps."

U.S. Securities and Exchange Commission. "Testimony Concerning Credit Default Swaps."

International Swaps and Derivatives Association. "ISDA Legal Guidelines for Smart Derivatives Contracts: Credit Derivative."

International Swaps and Derivatives Association. "ISDA Legal Guidelines for Smart Derivatives Contracts: Credit Derivative."

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