Kreditverlustrückstellung
Kreditverlustrückstellung erklärt: Definition, Zweck und bilanzielle Verwendung
Was ist eine Kreditausfallrückstellung?
Eine Kreditausfallrückstellung ist eine finanzielle Sicherheitsvorkehrung, die von Banken genutzt wird, um Verluste aus nicht zurückgezahlten Krediten oder Kreditausfällen abzudecken. Banken verbuchen diese Aufwendungen in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung, um eine genaue Darstellung ihrer finanziellen Lage zu gewährleisten und die mit der Kreditvergabe verbundenen Risiken zu managen. Durch die Erhöhung ihrer Kreditausfallreserven bereiten sich Banken auf mögliche Ausfälle vor und geben so ein präzises Bild ihrer gesamten finanziellen Gesundheit.
Wichtige Erkenntnisse
- Eine Kreditausfallrückstellung ist ein Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung, der zur Deckung potenziell uneinbringlicher Kredite zurückgestellt wird.
- Die Bankenregulierung wurde seit der Finanzkrise 2008 verschärft, was die Kreditvergabestandards verbessert hat und Banken dazu verpflichtet, mögliche Kreditausfälle zu berücksichtigen.
- Kreditausfallrückstellungen tragen zur Genauigkeit der Bewertung der finanziellen Gesundheit einer Bank bei, indem sie für Kundenausfälle und Kreditverluste angepasst werden.
- Kreditausfallreserven, die in der Bilanz ausgewiesen werden, werden regelmäßig durch Anpassungen aus den Kreditausfallrückstellungen aktualisiert, um sich ändernde Bedingungen widerzuspiegeln.
- Investopedia / Michela Buttignol
Die Funktionsweise von Kreditausfallrückstellungen
Kreditgeber im Bankensektor erzielen Einnahmen aus den Zinsen und Gebühren, die sie aus Kreditprodukten erhalten. Banken vergeben Kredite an eine Vielzahl von Kunden, darunter Verbraucher, kleine Unternehmen und große Konzerne.
Kreditvergabestandards und Berichtsanforderungen ändern sich ständig, und die Auflagen wurden seit dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 strenger verschärft. Der Dodd-Frank Act verbesserte die Regulierung, indem er die Kreditvergabestandards erhöhte, Kreditnehmer mit besserer Bonität verlangte und die Kapitalliquiditätsanforderungen der Banken steigerte.1
Trotz dieser Verbesserungen müssen Banken weiterhin Kreditausfälle und Aufwendungen berücksichtigen, die durch die Kreditvergabe entstehen. Kreditausfallrückstellungen sind eine standardmäßige buchhalterische Anpassung der Kreditausfallreserven einer Bank, die in den Jahresabschlüssen der Banken enthalten sind. Kreditausfallrückstellungen werden konsequent vorgenommen, um sich ändernde Prognosen für Verluste aus den Kreditprodukten der Bank zu integrieren. Obwohl sich die Kreditvergabestandards erheblich verbessert haben, verzeichnen Banken weiterhin verspätete Kreditzahlungen und Kreditausfälle.
Wichtig
Da die Kreditausfallrückstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erscheint, wird sie die Betriebsgewinne senken.
Verständnis von Kreditausfallreserven in der Finanzbuchhaltung
Kreditausfallreserven werden in der Regel in der Bilanz einer Bank ausgewiesen und können sich jedes Quartal um den Betrag der Kreditausfallrückstellung erhöhen oder um den Betrag der Nettoabschreibungen verringern.
Kreditausfallrückstellungen werden ständig vorgenommen, um Schätzungen und Berechnungen auf der Grundlage von Statistiken über die Kundenausfälle der Bank zu aktualisieren. Diese Schätzungen werden auf der Grundlage durchschnittlicher historischer Ausfallraten verschiedener Kreditnehmergruppen berechnet. Kreditverluste aus verspäteten Zahlungen und Inkassokosten werden ebenfalls in den Schätzungen der Kreditausfallrückstellungen berücksichtigt und nach einer ähnlichen Methodik berechnet, die die bisherigen Zahlungsstatistiken der Kreditkunden einer Bank berücksichtigt.
Durch die Aufrechterhaltung von Kreditausfallreserven und die Aktualisierung von Schätzungen durch Rückstellungen stellen Banken eine genaue Bewertung ihrer finanziellen Lage sicher. Diese finanzielle Lage wird häufig über die vierteljährlichen Jahresabschlüsse der Bank veröffentlicht.