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Kurz

Was ist eine Short-Position? Definition, Arten, Risiken und Beispiel



Was ist eine Short-Position?


Bei einer Short-Position wird ein Wertpapier verkauft in der Erwartung, es später zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen, um einen Gewinn zu erzielen, wenn der Kurs fällt. Unter den Anlegern zur Verfügung stehenden Strategien eignet sich Short Selling am besten für diejenigen, die von ihrer Vorhersage fallender Kurse überzeugt sind. Die Kenntnis des Unterschieds zwischen ungedeckten und gedeckten Leerverkäufen sowie der potenziellen Risiken wie unbegrenzter Verluste ist entscheidend, bevor man sich auf Leerverkäufe einlässt.

Trader können jederzeit Short-Positionen auf den Futures- oder Devisenmärkten eröffnen.



Die wichtigsten Erkenntnisse


  • Bei einer Short-Position wird ein Wertpapier verkauft mit dem Ziel, es später zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen.
  • Leerverkäufe können zu potenziell unbegrenzten Verlusten führen, wenn der Kurs des Wertpapiers steigt statt fällt.
  • Trader müssen ein Margin-Konto mit entsprechenden Berechtigungen nutzen, um eine Short-Position zu eröffnen.
  • Die Praxis ungedeckter Leerverkäufe ist für Aktien in den USA illegal und in einigen Ländern verboten.
  • Ein Short Squeeze kann auftreten, wenn Leerverkäufer gezwungen sind, Aktien zu steigenden Kursen zurückzukaufen, was den Aktienwert stark erhöht.
  • Investopedia / NoNo Flores


Risiken und Mechanik von Short-Positionen


Beim Leerverkauf ist der potenzielle Gewinn eines Traders begrenzt, der potenzielle Verlust jedoch unbegrenzt. Das liegt daran, dass der potenzielle Gewinn auf die Entfernung der Aktie bis auf null begrenzt ist. Eine Aktie könnte jedoch potenziell jahrelang steigen und eine Reihe von höheren Hochs bilden. Einer der gefährlichsten Aspekte eines Leerverkaufs ist die Möglichkeit eines Short Squeeze.

Ein Short Squeeze tritt auf, wenn der Kurs einer stark leerverkauften Aktie sprunghaft ansteigt, während Trader ihre Positionen decken. Ein berühmter Short Squeeze ereignete sich im Oktober 2008, als die Aktien von Volkswagen stark anstiegen, während Leerverkäufer versuchten, ihre Aktien zu decken. Während des Short Squeeze stieg die Aktie von etwa €200 auf €1.000 in etwas mehr als einem Monat.

Bild von Sabrina Jiang © Investopedia 2022



Einrichten einer Short-Position: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung


1. Eröffnen Sie ein Margin-Konto: Stellen Sie sicher, dass Sie ein Margin-Konto haben, da Leerverkäufe das Ausleihen von Aktien erfordern, was Zinsen und Margin-Anforderungen mit sich bringt. 2. Überprüfen Sie die Berechtigungen: Bestätigen Sie, dass Ihr Brokerage-Konto Leerverkäufe zulässt, was möglicherweise zusätzliche Berechtigungen erfordert. 3. Geben Sie Auftragsdetails ein: Geben Sie auf Ihrer Brokerage-Plattform die erforderlichen Details ein, um einen Short-Auftrag zu platzieren, genau wie bei einem Long-Trade, jedoch mit der Absicht, zuerst zu verkaufen. 4. Überwachen Sie den Trade: Überprüfen Sie regelmäßig den Kurs des Wertpapiers und verwalten Sie Ihre Position, wobei Sie die anfallenden Zinsen und Margin-Anforderungen im Auge behalten.



Praxisbeispiel: Leerverkauf einer Aktie zur Gewinnerzielung


Ein Trader glaubt, dass die Amazon-Aktie nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse fallen wird. Um diese Möglichkeit zu nutzen, leiht der Trader 1.000 Aktien von der Aktienleihe-Abteilung mit der Absicht, die Aktie leerzuverkaufen.

Der Trader verkauft dann die 1.000 Aktien leerverkauft für 1.500 $. In den folgenden Wochen meldet das Unternehmen schwächere als erwartete Umsätze und gibt einen schwächeren als erwarteten Ausblick für das nächste Quartal. Infolgedessen fällt die Aktie auf 1.300 $; der Trader kauft dann, um die Short-Position zu decken. Der Trade führt zu einem Gewinn von 200 $ pro Aktie, also 200.000 $.



Was ist Margin?


Im Finanzwesen ist die Margin die Sicherheit, die ein Anleger bei seinem Broker oder der Börse hinterlegen muss, um das Kreditrisiko abzudecken, das der Inhaber für den Broker oder die Börse darstellt. Beispielsweise kann eine Short-Position nicht ohne ausreichende Margin eröffnet werden.

Bei Leerverkäufen verlangt der Federal Reserve Board gemäß Regulation T, dass alle Leerverkaufskonten zum Zeitpunkt der Initiierung des Verkaufs 150 % des Wertes des Leerverkaufs aufweisen. Die 150 % setzen sich zusammen aus dem vollen Wert des Leerverkaufserlöses (100 %) zuzüglich einer zusätzlichen Margin-Anforderung von 50 % des Wertes des Leerverkaufs.1



Wie viel kann ich bei einer Short-Position verlieren?


Ein Leerverkauf erfolgt, wenn ein Trader ein Wertpapier leiht und es auf dem freien Markt verkauft, mit der Absicht, es später zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen. Theoretisch hat der Preis eines Vermögenswerts keine Obergrenze und kann bis ins Unendliche steigen. Dies bedeutet, dass das Verlustrisiko bei einer Short-Position theoretisch unbegrenzt ist.



Was ist ein Short Squeeze?


Short-Positionen repräsentieren geliehene Aktien, die in Erwartung eines späteren Rückkaufs verkauft wurden. Steigen die Kurse des Basiswerts, sehen sich Anleger mit Verlusten aus ihrer Short-Position konfrontiert. Neben dem Druck steigender Buchverluste kann die Aufrechterhaltung einer Short-Position auch schwieriger werden, da mit steigendem Kurs des Basiswerts auch die als Sicherheit erforderliche Margin steigt, um sicherzustellen, dass der Anleger die Aktien zurückkaufen und dem Broker zurückgeben kann.

Wenn Anleger gezwungen sind, Aktien zurückzukaufen, um ihre Position zu decken, spricht man von einem Short Squeeze. Wenn genügend Leerverkäufer gleichzeitig gezwungen sind, Aktien zurückzukaufen, kann dies zu einem Ansturm auf Aktien führen und daher zu einem extrem starken Anstieg des Preises des Basiswerts.

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