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Leerverkaufsregel

Leerverkaufsregel erklärt: Definition und Auswirkungen auf den Handel



Wichtige Erkenntnisse


  • Die Short-Sale-Regel war eine Vorschrift, die von 1938 bis 2007 Leerverkäufe von Aktien bei einem Kursrückgang einschränkte.
  • Die Regel zielte darauf ab, übermäßigen Abwärtsdruck auf die Kurse und Marktmanipulation zu verhindern.
  • Sie wurde 2007 weitgehend aufgehoben, was mehr Flexibilität bei Leerverkaufspraktiken ermöglichte.
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Was war die Short-Sale-Regel?


Die Short-Sale-Regel war eine Vorschrift, die festlegte, wann Anleger eine Aktie leerverkaufen durften. Von 1938 bis 2007 verhinderte die Regel, dass Händler bei einem Kursrückgang leerverkauften, d. h. sie durften eine Aktie nicht leerverkaufen, wenn die letzte Kursbewegung negativ war. Die Regel wurde geschaffen, um den starken Verkaufsdruck zu verringern und Marktmanipulation in fallenden Märkten zu verhindern. Sie prägte jahrzehntelang die Art und Weise des Handels, bevor sie aufgehoben wurde.



Die Short-Sale-Regel verstehen: Ein Leitfaden


Gemäß der Short-Sale-Regel durften Leerverkäufe nur zu einem Preis über dem letzten Handel, also bei einem Aufwärtstrend des Aktienkurses, platziert werden. Mit nur wenigen Ausnahmen verbot die Regel Leerverkäufe bei einem Abwärtstrend des Aktienkurses. Die Regel war auch als Uptick-Regel, "Plus-Tick-Regel" und "Tick-Test-Regel" bekannt.

Der Securities Exchange Act von 1934 ermächtigte die Securities and Exchange Commission (SEC), Leerverkäufe von Wertpapieren zu regulieren, und 1938 schränkte die Kommission Leerverkäufe in einem fallenden Markt ein. Die SEC hob diese Regel 2007 auf, sodass Leerverkäufe (wo zulässig) bei jedem Kurstrend im Markt, ob auf- oder abwärts, getätigt werden konnten.1

Im Jahr 2010 verabschiedete die SEC jedoch die alternative Uptick-Regel, die ausgelöst wird, wenn der Kurs eines Wertpapiers um 10 % oder mehr gegenüber dem Schlusskurs des vorherigen Tages gefallen ist. Wenn die Regel in Kraft ist, sind Leerverkäufe erlaubt, wenn der Preis über dem aktuellen besten Geldkurs liegt. Die alternative Uptick-Regel gilt grundsätzlich für alle Wertpapiere und bleibt für den Rest des Tages und die folgende Handelssitzung in Kraft.2



Die Short-Sale-Regel: Ein historischer Überblick


Die SEC verabschiedete die Short-Sale-Regel während der Großen Depression als Reaktion auf eine weit verbreitete Praxis, bei der Aktionäre Kapital zusammenlegten und Aktien leerverkauften, in der Hoffnung, dass andere Aktionäre schnell in Panik verkaufen würden. Die verschwörerischen Aktionäre konnten dann mehr Wertpapiere zu einem reduzierten Preis kaufen, aber sie taten dies, indem sie den Wert der Aktien kurzfristig noch weiter nach unten trieben und das Vermögen der früheren Aktionäre schmälerten.

Die SEC begann nach der Dezimalisierung der großen Börsen in den frühen 2000er Jahren mit der Prüfung der Möglichkeit, die Short-Sale-Regel abzuschaffen.1 Da die Tick-Änderungen nach der Umstellung von Bruchteilen geringer wurden und die US-Aktienmärkte stabiler geworden waren, war man der Meinung, dass die Beschränkung nicht mehr notwendig sei.

Die SEC führte zwischen 2003 und 2004 ein Pilotprogramm mit Aktien durch, um zu sehen, ob die Aufhebung der Short-Sale-Regel negative Auswirkungen hätte. Im Jahr 2007 überprüfte die SEC die Ergebnisse und kam zu dem Schluss, dass die Aufhebung der Leerverkaufsbeschränkungen keine "schädlichen Auswirkungen auf die Marktqualität oder Liquidität" haben würde.3



Kontroverse um die Abschaffung der Short-Sale-Regel


Die Aufgabe der Short-Sale-Regel stieß auf erhebliche Kritik und Kontroversen, nicht zuletzt, weil sie der Finanzkrise 2007-2008 unmittelbar vorausging. Die SEC eröffnete die Möglichkeit der Wiedereinführung der Short-Sale-Regel zur öffentlichen Kommentierung und Überprüfung.4

Wie bereits erwähnt, verabschiedete die SEC 2010 die alternative Uptick-Regel, die Leerverkäufe bei Abwärtstrends von 10 % oder mehr einschränkt.2

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U.S. Securities and Exchange Commission. "Release No. 34-61595; File No. S7-08-09 - Amendments to Regulation SHO," Pages 5, 15. Accessed April 9, 2021.

U.S. Securities and Exchange Commission. "Release No. 34-61595; File No. S7-08-09 - Amendments to Regulation SHO," Pages 5, 15. Accessed April 9, 2021.

U.S. Securities and Exchange Commission. "SEC Approves Short Selling Restrictions." Accessed April 9, 2021.

U.S. Securities and Exchange Commission. "SEC Approves Short Selling Restrictions." Accessed April 9, 2021.

U.S. Securities and Exchange Commission, Office of Economic Analysis. "Economic Analysis of the Short Sale Price Restrictions Under the Regulation SHO Pilot," Pages 22, 56. Accessed April 9, 2021.

U.S. Securities and Exchange Commission, Office of Economic Analysis. "Economic Analysis of the Short Sale Price Restrictions Under the Regulation SHO Pilot," Pages 22, 56. Accessed April 9, 2021.

U.S. Securities and Exchange Commission. "Release No. 34-60509; File No. S7-08-09 - Amendments to Regulation SHO," Page 1. Accessed April 9, 2021.

U.S. Securities and Exchange Commission. "Release No. 34-60509; File No. S7-08-09 - Amendments to Regulation SHO," Page 1. Accessed April 9, 2021.

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